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KOMPAKT

Der Morgen kompakt: Heute mit BASF, Fresenius Medical Care und Moderna

Der Morgen kompakt: Heute mit BASF, Fresenius Medical Care und Moderna
22.06.2022 08:20:02

Die wichtigsten Nachrichten des Tages in der schnellen Übersicht. Heute mit BASF, Fresenius Medical Care und Moderna

DEUTSCHLAND/GAS - Die reduzierten Gaslieferungen Russlands sind laut Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck ein "ökonomischer Angriff auf uns". Das sei eine andere Dimension als bisher, sagte der Grünen-Politiker beim Tag der Industrie. Die Bundesnetzagentur befürchtet eine unzureichende Gasversorgung im Winter. "Stand heute haben wir ein Problem", sagte Behördenchef Klaus Müller am Rande einer Energiekonferenz in Essen. Der "Welt" zufolge bereitet die Bundesregierung die Ausrufung der Alarmstufe innerhalb weniger Tage vor.

DEUTSCHLAND/GAS - Deutschland ist nach Darstellungen von Finanzminister Christian Lindner trotz "der Gefahr einer sehr ernstzunehmenden Wirtschaftskrise" Russland nicht hilflos ausgeliefert. "Nein, Putin hat uns nicht in der Hand, sondern wir sind die Gestalterinnen und Gestalter unseres Schicksals", sagt er im ZDF. Deutschland könne seine Energieversorgung diversifizieren, andere Lieferketten schließen und frei handeln. Zudem könne man heimische Gas und Ölvorkommen nutzen.

Die EUROPÄISCHE UNION (EU) hat eine Einigung über die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Großunternehmen ab 2024 erzielt. "Dies zielt darauf ab, dem Greenwashing ein Ende zu setzen und die Grundlage für Nachhaltigkeitsberichtsstandards auf globaler Ebene zu schaffen", teilte der Rechtsausschuss des Parlaments mit. Börsennotierte und nicht börsennotierte Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern und einem Umsatz von 40 Millionen Euro müssen nun Risiken und Chancen im Bereich Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) sowie die Auswirkungen ihrer Aktivitäten auf die Umwelt und die Menschen offenlegen.

FIRMEN UND BRANCHEN:


FRESENIUS MEDICAL CARE(FMC) sieht nach der Schlappe seines Konkurrenten DaVita vor dem Obersten Gericht in den USA keine finanziellen Auswirkungen auf das Geschäftsjahr 2022, wie der Konzern mitteilte. "Wir gehen nicht davon aus, dass dieser Fall die Beziehungen zwischen Leistungserbringern und Krankenversicherern grundlegend verändern wird, da die überwiegende Mehrheit der Branche am Wohl der Patienten interessiert ist." Der Supreme Court wies eine Klage von DaVita zurück, mit dem das Unternehmen höhere Vergütungen für Behandlungen durch die private Krankenversicherung eines US-Hospitals erreichen wollte.

BASF - Der Chemiekonzern muss sich laut Vorstandschef Martin Brudermüller nach einem guten ersten Halbjahr auf schwierigere Zeiten einstellen. "Wir sind alle froh, dass in dieser schwierigen Zeit das erste Halbjahr gut war", sagte er auf dem "Tag der Industrie" des BDI. Das zweite Halbjahr werde allerdings womöglich deutlich schwieriger, da BASF dann nicht mehr von den bislang angespannten Lieferketten bei der Konkurrenz profitieren dürfte. Hinzu kämen die hohen Energiekosten. Zudem werde der Konsum durch die starke Inflation gebremst.

FIRMEN UND BRANCHEN - WEITERE NACHRICHTEN:


USA/SOLAR - Eine Gruppe von US-Solar-Entwicklern hat die Investition von insgesamt sechs Milliarden Dollar in einheimische Lieferketten für die Produktion von Solarmodulen angekündigt. Das vorgestellte Projekt des U.S. Solar Buyer Consortium soll bis zum Jahr 2024 Module mit bis zu sieben Gigawatt Gesamtleistung liefern. Diese könnten genug Strom für fast 1,3 Millionen Häuser produzieren. Zu dem Konsortium gehören unter anderem die Entwickler AES Corporation und Clearway Energy Group.

LENZING - Der österreichische Faserhersteller stellt seinen Aktionären ab dem Geschäftsjahr 2023 eine Dividende von mindestens 4,50 Euro je Aktie in Aussicht. Das habe der Vorstand nach Abschluss seines Strategie-Updates beschlossen, teilte das Unternehmen mit. Der Aufsichtsrat müsse noch grünes Licht geben. Die neue Dividendenpolitik könne jedoch abweichen, sofern dies unter den dann herrschenden Umständen angemessen sei, erklärte der Konzern.

MODERNA - Das US-Biotechunternehmen errichtet in Großbritannien eine neues Forschungs- und Produktionszentrum. "Während wir weiter international expandieren, freuen wir uns, die lokale mRNA-Produktion nach Großbritannien zu bringen. Wir freuen uns darauf, unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten und -kapazitäten in diesem Land zu etablieren", sagte Moderna-Geschäftsführer Stephane Bancel. Die Anlage in Großbritannien werde im Jahr 2025 mit der Produktion von Impfstoffen gegen neue Covid-19-Varianten und andere Krankheiten beginnen.

rtr

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