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Der Morgen kompakt: Heute mit Bitcoin, RWE und Deutsche Telekom

Der Morgen kompakt: Heute mit Bitcoin, RWE und Deutsche Telekom
06.12.2021 07:10:08

Welche Themen sind am Montagmorgen wichtig für die Finanzmärkte? Unter anderem im Blick: Anleger der Cyber-Devise Bitcoin haben am Wochenende herbe Verluste hinnehmen müssen, der Investor Enkraft Capital lässt im Streit mit RWE um die von ihm geforderte Abtrennung des Geschäfts rund um die Braunkohle nicht locker und Deutsche-Post-Chef Frank Appel hat Insidern zufolge die besten Karten für den Aufsichtsratsvorsitz bei der Telekom.

* VIRUS - Die Ampel-Parteien SPD, Grüne und FDP wollen besonders von der Corona-Pandemie betroffenen Bundesländern auch die Schließung von Gastronomie und Freizeiteinrichtungen ermöglichen. Zudem planen sie ab dem 16. März eine Corona-Impfpflicht für das Personal in Einrichtungen für besonders gefährdete Personen. Das geht aus einem Reuters vorliegenden Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes vor, der kommende Woche beraten werden soll. Die scheidende Bundeskanzlerin Angela Merkel rief in ihrem letzten Podcast als Regierungschefin nochmals eindringlich zum Impfen auf.

* KOALITION - SPD und FDP haben auf Sonderparteitagen dem gemeinsamen Koalitionsvertrag mit den Grünen mit deutlichen Mehrheiten zugestimmt. Die Grünen haben eine Mitgliederbefragung organisiert, deren Ergebnis am Montag bekanntgegeben werden soll. Stimmen auch sie zu, kann SPD-Kandidat Olaf Scholz am Mittwoch vom Bundestag zum Nachfolger von Angela Merkel gewählt werden. Die SPD will am Montag zudem ihre Riege der Ministerinnen und Minister vorstellen.

* BITCOIN - Anleger der Cyber-Devise haben am Wochenende herbe Verluste hinnehmen müssen. Die Kryptowährung verlor am Samstag in einem dramatischen Kursrutsch bis zu 22 Prozent an Wert und kostete nur noch 41.967 Dollar. Im Verlauf erholte sich die Notierung dann bis auf rund 53.500 Dollar. Am Sonntag ging es erneut um rund 8,5 Prozent auf etwa 49.000 Dollar bergab. Beobachter führten den Einbruch auf Gewinnmitnahmen und Sorgen um die Weltwirtschaft zurück.

* ÖSTERREICH - Der bisherige Innenminister Karl Nehammer soll heute zum neuen Bundeskanzler ernannt werden. Präsident Alexander Van der Bellen werde den 49-Jährigen vereidigen, hieß es.

* VIRUS/RKI - Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 27.836 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 1528 Fälle weniger als am Montag vor einer Woche, als 29.364 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 441,9 von 439,2 am Vortag. Der Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. 81 weitere Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen eines Tages auf 103.121.

* RWE - Der Investor Enkraft Capital lässt im Streit mit RWE um die von ihm geforderte Abtrennung des Geschäfts rund um die Braunkohle nicht locker. In einem Reuters vorliegenden Brief wirft Enkraft RWE-Finanzchef Michael Müller vor, auf dem Kapitalmarkttag Mitte November die Chance verpasst zu haben, Lösungsvorschläge und Zeitpläne für dieses - "für das Unternehmen wohl dringlichste" - strategische Problem aufzuzeigen. "Wir haben folglich den Eindruck, dass Sie die große strategische und ökonomische Bedeutung des Themas für alle Stakeholder der RWE verkennen", hieß es.

* DEUTSCHE TELEKOM - Deutsche-Post-Chef Frank Appel hat Insidern zufolge die besten Karten für den Aufsichtsratsvorsitz bei der Telekom. Appel sei Favorit für die Nachfolge von Amtsinhaber Ulrich Lehner, erfuhr Reuters von Insidern.

* VOLKSWAGEN - VW-Chefjustiziar Manfred Döss soll nach Berichten des "Handelsblatt" und der "Süddeutschen Zeitung" Nachfolger von Hiltrud Werner als Konzernvorstand für Integrität und Recht werden. Deren Vertrag solle nicht verlängert werden, berichten beide Zeitungen unter Berufung auf Konzernkreise.

* DEUTSCHE WOHNEN - Der vor der Übernahme stehende Immobilienkonzern soll in den MDax aufsteigen und dort Zooplus ersetzen. Die Aufnahme soll zum 20. Dezember erfolgen, teilte die Deutsche Börse mit. Bis dahin dürfte aber VONOVIA Deutsche Wohnen übernommen haben, was erneute Indexveränderungen nach sich ziehen würde.

* THYSSENKRUPP/INFITITY LITHIUM - Der deutsche Industriekonzern geht zur Erforschung der Verwendung von grünem Wasserstoff bei der Lithiumproduktion eine Partnerschaft mit dem australischen Bergbauunternehmen ein. Die Zusammenarbeit werde mit einem Pilotprojekt in einer Thyssenkrupp-Anlage in Deutschland beginnen und könne später in das Infinity-Lithiumprojekt San José in Spanien integriert werden, teilte das Unternehmen mit Sitz in Perth mit.

* Ab dem 20. Dezember gibt es folgende Änderungen im SDax: VITESCO TECHNOLOGIES ersetzt den Online-Möbelhändler HOME24 und HEIDELBERGER DRUCKMASCHINEN zieht für den Rüstungszulieferer HENSOLDT ein. Zudem macht WESTWING für GFT TECHNOLOGIES Platz.

* BESTSECRET/PERMIRA - Der in der Pandemie stark gewachsene Online-Modehändler BestSecret plant einem Zeitungsbericht zufolge einen Börsengang im Sommer. BestSecret könnte dabei mit deutlich mehr als drei Milliarden Euro bewertet werden, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Informationen aus Finanzkreisen. Im Zuge des geplanten Listings wolle Permira einen Teil seines 80-prozentigen Anteils verkaufen.

* EVERGRANDE - Für den kriselnden chinesischen Immobilienentwickler läuft heute erneut eine Frist für eine Zahlung aus. Nach dem Ablauf eine 30-tägigen Verlängerung werden 82,5 Millionen Dollar fällig. Am Freitagabend hatte der Konzern gewarnt, möglicherweise nicht genügend Mittel zu haben, um alle finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

* FINMA - Die Schweizer Finanzmarktaufsicht fordert mehr Macht, um gegen Fehlverhalten von Bankern vorzugehen. Die Behörde würde neue Instrumente begrüßen, um Manager für Fehler zur Verantwortung zu ziehen, sagte Finma-Präsidentin Marlene Amstad der "SonntagsZeitung". "Wir können solche Instrumente nicht selbst einführen, das muss der Gesetzgeber tun."

* IMMOFINANZ - Der Immobilienkonzern CPI PROPERTY GROUP greift nach der österreichischen Immofinanz. Wie das in Luxemburg ansässige Unternehmen mit tschechischen Wurzeln am Freitag nach Börsenschluss mitteilte, hat es sich bereits bis zu 32 Prozent an dem Wiener Immobilienkonzern gesichert und plant für die übrigen Aktien jeweils ein Übernahmeangebot von 21,20 Euro in bar.

* IWF - Der Internationale Währungsfonds dürfte seiner Chefin Kristalina Georgiewa zufolge wegen Omikron seine globalen Wachstumsprognosen senken. "Eine neue Variante, die sich sehr schnell verbreiten könnte, kann das Vertrauen beeinträchtigen", sagte sie auf der Konferenz "Reuters Next". "In diesem Sinne werden wir wahrscheinlich einige Herabstufungen unserer Oktober-Prognosen für das globale Wachstum erleben."

* EINZELHANDEL - Die verschärften Einschränkungen im Kampf gegen Corona lassen den Umsatz in Ladengeschäften des Einzelhandels im wichtigen Weihnachtsgeschäft einbrechen. Die Erlöse im stationären Handel mit Nicht-Lebensmitteln (Non-Food-Handel) lagen in der Woche vor dem zweiten Advent laut Handelsverband HDE um durchschnittlich 26 Prozent unter dem Vorkrisenjahr 2019.

* ITALIEN - Die Ratingagentur Fitch hat die Einstufung der Kreditwürdigkeit Italiens auf "BBB" von "BBB-" angehoben und den Ausblick auf "stabil" gesetzt. Es sei davon auszugehen, dass das italienische BIP im ersten Quartal 2022 das Niveau von vor der Pandemie erreicht. Das Wachstum werde unter anderem von hohen Impfquoten und dem Zugriff auf EU-Gelder unterstützt.

* DEUTSCHLAND/FLUTHILFEN - Fast fünf Monate nach der Flut-Katastrophe in weiten Teilen Nordrhein-Westfalens kommt die Auszahlung der staatlichen Hilfsmittel an geschädigte Privathaushalte offenbar nicht voran. Rund 5600 der landesweit insgesamt 9000 Fluthilfe-Anträge steckten unter anderem wegen der händischen Bearbeitung noch in der "Vorprüfung", berichtete die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) unter Berufung auf ein internes Protokoll einer Besprechung der beteiligten Bezirksregierungen. Nur 1900 Fälle seien bislang zur Weiterbearbeitung freigegeben, weitere 1500 Anträge seien wegen Formfehlern an die Betroffenen zurückgeschickt worden.

rtr

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