- EnBW - Als weiterer großer Energiekonzern in Deutschland stellt EnBW seine Halbjahresbilanz vor. Der Versorger betreibt eines der drei noch laufenden Atomkraftwerke in Deutschland, Neckarwestheim. In der Debatte um eine mögliche Laufzeitverlängerung hatte Konzernchef Frank Mastiaux betont, dazu seien neue Brennstäbe nötig. Zu EnBW gehört auch der ostdeutsche Versorger VNG, der im Gasgeschäft tätig und Kunde des russischen Gas-Monopolisten Gazprom ist. Zur Abfederung der finanziellen Belastung durch hohe Gaspreise hat sich VNG bereits eine Kreditlinie der staatlichen Förderbank KfW gesichert, eine weitere Hilfe des Staates wie beim Konkurrent Uniper sei aber nicht nötig, hatte EnBW erklärt.

- Die DEUTSCHE BÖRSE hat nach eigenen Angaben die von der Finanzaufsicht Bafin gerügten Mängel im Risikomanagement ihrer Tochter Clearstream zum Teil behoben. Die Clearstream Banking AG habe nach einer Bafin-Prüfung Anfang 2021 Maßnahmen zur Stärkung des Risikomanagements ergriffen, so dass die internen Sicherungsmaßnahmen wesentlich gestärkt und die "aufgezeigten Schwächen bereits teilweise abgestellt" seien, teilte die Börse mit. Zuvor hatte die Bafin mitgeteilt, sie habe bei einer Sonderprüfung Mängel bei Clearstream festgestellt und das Halten zusätzlicher Eigenmittel angeordnet.

- BMW will nach einem "Nikkei"-Bericht ab 2025 mit der Massenproduktion und dem Verkauf von Brennstoffzellen-Autos beginnen, die gemeinsam mit Toyota entwickelt wurden.

- UNIPER hat ein ungewöhnliches Tauschgeschäft vorgeschlagen, bei dem für Asien bestimmtes Flüssiggas aus den USA nach Europa umgeleitet würde, um dort Versorgungslücken zu stopfen. Dem Plan zufolge würden asiatische Kunden dafür Gas des australischen Uniper-Kooperationspartners Woodside erhalten, wie Uniper am Donnerstag mitteilte. Ein Vorteil des Plans könnte sein, dass das US-Gas schon in Tankschiffen auf dem Atlantik unterwegs ist und damit früher in Europa verfügbar wäre als Gas aus Australien. Außerdem würden so teure und klimaschädliche Transportwege verkürzt. Uniper teilte mit, man könnte im kommenden Winter auf diese Möglichkeit zurückgreifen, falls Europa das Gas dann brauche. Zum Zeitplan und den möglichen Gasmengen wollte sich das Unternehmen nicht äußern.

- FREENET hebt nach einer Gewinnsteigerung im ersten Halbjahr seine Prognose für 2022 an. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde nun in einer Bandbreite von 460 bis 480 Millionen Euro statt bisher 450 bis 470 Millionen Euro erwartet, teilte das Unternehmen mit. Im ersten Halbjahr sei das EBITDA um 8,4 Prozent auf 240,9 Millionen Euro gestiegen. Sowohl im Segment TV und Medien als auch im Segment Mobilfunk seien die Aussichten für die zweite Jahreshälfte weiter positiv, erklärte Deutschlands größter Mobilfunkanbieter ohne eigenes Netz.

- EVONIK - Die Spezialchemiefirma prüft einem Zeitungsbericht zufolge den Verkauf des Geschäfts mit C4-Chemie. Das Unternehmen habe eine Bank beauftragt, um Optionen einschließlich einer Veräußerung zu untersuchen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Insider. Der Bereich, dessen Produkte etwa in Treibmittel für Haarspray oder Weichmacher für PVC verwendet würden, habe 2021 einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro erzielt.

- TWITTER - Monate vor den Zwischenwahlen zum US-Kongress will der Kurznachrichtendienst Funktionen zur Verhinderung von falschen und irreführenden Posts wiederbeleben. Damit wird eine 2018 eingeführte Richtlinie aktiviert, die Nutzern die Verbreitung irreführender Inhalte verbietet, die Wähler von der Stimmabgabe abhalten sollen. Zudem sind Behauptungen untersagt, die das Vertrauen in die Wahl untergraben sollen. Dazu gehören auch Fehlinformationen über das Wahlergebnis. Der prominenteste Twitter-Nutzer, der von dem sozialen Netzwerk ausgeschlossen wurde, ist Ex-Präsident Donald Trump.

rtr