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Der Morgen kompakt: Heute mit SAP, DWS und Wacker Chemie

Der Morgen kompakt: Heute mit SAP, DWS und Wacker Chemie
14.01.2022 07:10:10

Welche Themen sind am Freitagmorgen wichtig für die Finanzmärkte? Unter anderem im Blick: Der Softwareriese SAP hat seine im vergangenen Jahr mehrmals angehobene Gewinnprognose übertroffen, die Deutsche-Bank-Tochter DWS hat im vierten Quartal auf Basis von vorläufigen und untestierten Zahlen ihren Gewinn gesteigert und Wacker Chemie hat den operativen Gewinn im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt und die Erwartungen damit deutlich übertroffen.

* VIRUS - Omikron ist in Deutschland nun die vorherrschende Variante. Inzwischen liegt der bundesweite Anteil bei 73,3 Prozent, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) in seinem Wochenbericht mitteilt. Die Verbreitung der über lange Zeit dominierenden Delta-Variante schrumpfte auf 25,9 Prozent. Vor einer Woche hatte das RKI den Omikron-Anteil in Deutschland noch auf 44,3 Prozent beziffert. Dabei steige die Ausbreitung in allen Bundesländern an und liege zwischen elf Prozent in Mecklenburg-Vorpommern und 96 Prozent in Bremen.

* NORD STREAM 2 - Ein Gesetzentwurf des republikanischen Senators Ted Cruz zu Sanktionen gegen die umstrittene Erdgas-Pipeline Nord Stream 2 ist im Kongress gescheitert. Die Vorlage erhielt im Senat nicht die notwendigen Stimmen für das weitere Gesetzgebungsverfahren. Sie sah die Verhängung von Strafmaßnahmen gegen die Nord Stream 2 AG innerhalb von 15 Tagen vor.

* SAP - Der Softwareriese hat seine im vergangenen Jahr mehrmals angehobene Gewinnprognose übertroffen. Das währungsbereinigte Betriebsergebnis sei um ein Prozent auf 8,41 Milliarden Euro gestiegen, teilte der Walldorfer Konzern mit. Zuletzt hatte SAP die Spanne im Oktober auf 8,1 bis 8,3 Milliarden Euro angehoben. Der weltweit tätige Konzern kommt bei der Umstellung zu einem reinen Cloud-Anbieter schneller voran als erwartet. Die Clouderlöse erhöhten sich 2021 währungsbereinigt um 19 Prozent auf 9,59 Milliarden Euro und lagen damit am oberen Ende der Prognose.

* WACKER CHEMIE hat den operativen Gewinn im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt und die Erwartungen damit deutlich übertroffen. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) für 2021 liege bei rund 1,5 Milliarden (2020: 666 Millionen) Euro, teilte Wacker Chemie mit. Ende Oktober hatte der Konzern zwischen 1,2 und 1,4 Milliarden Euro Ebitda in Aussicht gestellt, Analysten hatten im Schnitt zuletzt mit 1,37 Milliarden gerechnet. Auch der Umsatz stieg stärker als gedacht. Im Vergleich zum Corona-Jahr 2020 schnellte er um fast ein Drittel auf etwa 6,2 (4,7) Milliarden Euro; erwartet hatte Wacker zuletzt sechs Milliarden.

* DWS - Die Deutsche-Bank-Tochter DWS hat im vierten Quartal auf Basis von vorläufigen und untestierten Zahlen ihren Gewinn gesteigert. Wie der Vermögensverwalter mitteilte, erhöhte sich der bereinigte Vorsteuergewinn auf 378 Millionen Euro von 212 Millionen Euro im gleichen Vorjahr. Das Ergebnis sei durch höher als erwartete Einnahmen aus Performance- und Transaktionsgebühren von 126 Millionen Euro sowie aus Managementgebühren bedingt gewesen. Die Zahl übertreffe den veröffentlichten Analysten-Konsens deutlich. Die Geschäftsführung hat zudem entschieden, der Hauptversammlung für 2021 eine Dividende von zwei Euro pro Aktie vorzuschlagen.

* MV WERFTEN - Nach dem Insolvenzantrag der MV Werften hat Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) den rund 1900 Mitarbeitern die Hilfe der Bundesregierung zugesagt. "Wir werden alle Anstrengungen unternehmen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Standorten Wismar, Stralsund und Rostock in dieser schwierigen Lage zu unterstützen und dazu beitragen, ihnen eine Perspektive zu geben", heißt es in einem Brief Lindners an die Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Ines Scheel, der dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) vorliegt.

* FACEBOOK/META PLATFORMS - Dem Social-Media-Riesen droht in Großbritannien eine Sammelklage in Höhe von 3,2 Milliarden Dollar, weil er seine Marktdominanz missbraucht haben soll. Wie Liza Lovdahl Gormsen, eine leitende Beraterin der britischen Aufsichtsbehörde Financial Conduct Authority (FCA), erklärt, reiche sie die Klage im Namen von mehreren Klägern in Großbritannien ein, die Facebook zwischen 2015 und 2019 genutzt hätten. Der Konzern soll demnach die persönlichen Daten von 44 Millionen Nutzern ausgenutzt haben. Die Anwaltskanzlei Quinn Emanuel Urquhart & Sullivan, die Lovdahl Gormsen vertritt, hat Facebook über die Klage bereits informiert.

* MICROSOFT - Der Vorstand des US-Technologiekonzerns will die Effektivität seiner Richtlinien zur sexuellen Belästigung und geschlechtsspezifischen Diskriminierung als Reaktion auf einen Aktionärsantrag auf der letzten Jahreshauptversammlung des Unternehmens überprüfen. Wie der Vorstand mitteilt, soll ein Transparenzbericht mit den Ergebnissen aller Untersuchungen zu sexueller Belästigung in den vergangenen Jahren gegen die Direktoren und leitenden Angestellten des Unternehmens erstellt werden. Die Ergebnisse und Empfehlungen der Kanzlei sollen nach Abschluss des entsprechenden Berichts veröffentlicht werden.

* HONDA - Der südkoreanische Batteriehersteller LG Energy Solution (LGES) plant ein Batterie-Joint-Venture (JV) mit der japanischen Honda Motor Co in den USA. Wie die südkoreanische Zeitung "Maeil Business Newspaper" unter Berufung auf einen Insider aus der Branche berichtet, könnte das potenzielle Batterie-JV bis zu vier Billionen Won (3,4 Mrd. USD) kosten und eine jährliche Produktionskapazität von bis zu 40 Gigawattstunden Batterien haben. Dies sei genug Leistung, um 600.000 Elektrofahrzeuge zu betreiben, so die Zeitung.

* PARTNERS GROUP - Der Schweizer Finanzinvestor ist 2021 stark gewachsen. Die verwalteten Vermögen der Private-Equity-Gesellschaft kletterten um 17 Prozent auf 127 Milliarden Dollar, wie die Firma mitteilte. Die Kunden hätten Kapitalzusagen in Höhe von 25 (2020: 16) Milliarden Dollar gemacht und die erwartete Bandbreite von 19 bis 22 Milliarden damit übertroffen. Für das laufende Jahr rechnet Partners Group mit Kapitalzusagen von 22 bis 26 Milliarden Dollar.

* EDF - Der französische Energiekonzern zieht nach der Strompreis-Deckelung seine Prognose für das laufende Jahr zurück. Die Preisbremse dürfte EDF auf Basis der Marktkurse im Januar mit rund acht Milliarden Euro belasten, teilt der Versorger mit. EDF erwäge nun Maßnahmen zur Stärkung seiner Bilanz. Der französische Staat hält rund 80 Prozent an EDF. Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire will den Anstieg der Strompreise in diesem Jahr deckeln.

* FED - US-Präsident Joe Biden hat offenbar die frühere US-Fed-Direktorin und Ökonomin Sarah Bloom Raskin zur stellvertretenden Vorsitzenden des Fed-Direktoriums ernannt, sowie die Wirtschaftswissenschaftler Lisa Cook und Philip Jefferson für das Direktorium nominiert. Wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person erklärte, habe das US-Präsidialamt die Nominierungen bereits an den Senat geschickt.

* CHINAs Exporte sind im Dezember im Jahresvergleich um 20,9 Prozent gestiegen. Wie aus Zolldaten hervorgeht, legten die Importe im gleichen Zeitraum um 19,5 Prozent zu und lagen damit unter den Erwartungen der Analysten, die mit einem Anstieg von 26,3 Prozent rechneten. Chinas Exportwachstum übertraf dagegen die Prognosen der Analysten leicht, die laut einer Reuters-Umfrage nur einem Anstieg von 20 Prozent erwartet hatten. China verzeichnete im vergangenen Monat einen Handelsüberschuss von 94,46 Milliarden Dollar, während laut Umfrage nur ein Überschuss von 74,50 Milliarden Dollar prognostiziert wurde.

* USA - Ein Untersuchungsausschuss des US-Kongresses hat von führenden Technologieunternehmen Auskunft im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 verlangt. Die Forderungen seien an Meta, Alphabet, Twitter und Reddit gegangen, teilte der Ausschuss im Repräsentantenhaus mit. Es gehe darum, wie die Plattformen benutzt worden seien, um Fehlinformationen zu verbreiten. Die formellen und juristische bindenden Anfragen seien notwendig geworden, nachdem es keine zufriedenstellende Antwort auf frühere Bitten gegeben habe.

* USA - In den USA sind erstmals im Zusammenhang mit dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 Anklagen wegen Aufruhr verhängt worden. Wie das US-Justizministerium mitteilte, wird dem Gründer der rechten Miliz Oath Keepers sowie zehn weiteren Personen eine "aufrührerische Verschwörung" vorgeworfen. Der juristische Begriff umfasst unter anderem den Versuch, die US-Regierung mit Gewalt zu stürzen. Den Angeklagten droht bis zu 20 Jahren Haft.

rtr

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