* BREXIT - Bundeskanzlerin Angela Merkel und der britische Premierminister Boris Johnson haben sich optimistisch gezeigt, dass ein ungeregelter Brexit abgewendet werden kann. Mit politischem Willen müsse es möglich sein, "vielleicht in den nächsten 30 Tagen" eine Lösung für die umstrittene Backstop-Lösung zu finden, sagte Merkel vor einem Abendessen mit dem britischen Regierungschef. Johnson bekräftigte bei seinem Antrittsbesuch, dass auch seine Regierung keine harte Grenze zwischen Irland und Nordirland nach einem britischen EU-Austritt wolle - allerdings niemals die Backstop-Lösung in dem mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag akzeptieren werde. "Wir wollen einen geregelten Austritt", erklärte er aber zugleich.

* ITALIEN - Staatspräsident Sergio Mattarella will bis zum Nachmittag mit Vertretern der Parteien nach Wegen aus der Regierungskrise beraten. Dabei geht es um die Frage, ob nach dem Aus der Koalition aus rechter Lega und den 5 Sternen im Parlament eine neue Regierungsmehrheit gefunden werden kann oder ob vorgezogene Neuwahlen erforderlich sind. Die Sozialdemokraten (PD) als bislang größte Oppositionspartei sind auf der Suche nach einem Koalitionspartner und haben diesbezüglich die populistische 5-Sterne-Bewegung im Blick.

* NOTENBANKEN - Die Währungshüter der großen Zentralbanken kommen zu ihrer jährlichen Konferenz in Jackson Hole in den USA zusammen. Auf dem hochrangigen Treffen in Wyoming am Rande der Rocky Mountains diskutieren sie bis Samstag über aktuelle Themen der internationalen Geldpolitik. Mit besonderer Spannung wird dabei der Auftritt von Fed-Chef Jerome Powell erwartet. Von seiner Rede am Freitag erhoffen sich die Finanzmärkte Hinweise, wie es mit den Zinsen in den USA weitergeht.

* RWE/E.ON/INNOGY - Die Energiekonzerne RWE und E.ON treiben die Zerschlagung der RWE-Tochter Innogy voran. RWE übernehme den Anteil von 49 Prozent, den Innogy am slowakischen Versorger VSEH hält, teilten die Essener mit. Geplant sei, dass RWE das Paket im kommenden Jahr an E.ON weiter veräußere.

* DEUTSCHE BANK-Chef Christian Sewing nimmt seine Manager bei Personaleinstellungen enger an die Kandare. Weltweit müssen künftig sämtliche Stellenneubesetzungen von Sewing, Finanzchef James von Moltke und Karl von Rohr, der im Vorstand für Personalthemen zuständig ist, genehmigt werden, wie aus einem internen Schreiben an Mitarbeiter der Bank hervorgeht, das der Nachrichtenagentur Reuters vorlag.

* LUFTHANSA - Nach Informationen des "Handelsblatt" rückt eine Entscheidung zum Verkauf der Cateringtochter LSG Sky Chefs näher. Wie die Zeitung aus Unternehmenskreisen erfahren habe, soll Ende September entschieden werden, mit wem das Geschäft letztlich ausgehandelt werde. Der zu Emirates gehörende Dienstleister Dnata sei nicht mehr dabei. Die Entscheidung solle nun zwischen der österreichischen Do&Co und der Schweizer Gategroup fallen.

* OSRAM - Im Rennen um eine Übernahme von Osram hat der österreichische Chiphersteller AMS eine wichtige Hürde genommen. Der deutsche Lichttechnikkonzern billigte den Plan von AMS, ein offizielles Kaufangebot von 38,50 Euro je Aktie vorzulegen und damit Bain Capital und Carlyle zu überbieten. Der Osram-Vorstand plant dazu heute um 14:00 Uhr eine Analystenkonferenz.

rtr