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Deutsche Bank-Aktie: Geldhaus und BayernLB wollen US-Hypothekenstreit beilegen

Deutsche Bank-Aktie: Geldhaus und BayernLB wollen US-Hypothekenstreit beilegen

WKN: 514000 ISIN: DE0005140008 Deutsche Bank AG

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26.04.2019 - 12:12
15.08.2014 14:39:00

Die Deutsche Bank steht vor der Beilegung eines weiteren Rechtsstreits über faule US-Hypothekenpapiere. Mit der BayernLB einigte sich das Institut im Grundsatz auf einen Vergleich, wie aus New Yorker Gerichtsdokumenten hervorgeht, die Reuters am Donnerstag vorlagen. Wieviel Geld in diesem Zusammenhang fließen soll, wurde zunächst nicht bekannt. Der Verwaltungsrat der BayernLB muss den Angaben zufolge noch zustimmen und hat dafür bis Monatsende Zeit.

"Der Vergleich ist noch nicht final geschlossen", erklärte ein Sprecher der Landesbank. Die Deutsche Bank wollte sich zur Sache nicht äußern.

Bei dem Streit ging es um verbriefte Immobilienkredite im Volumen von etwa 810 Millionen Dollar, die die BayernLB von der Deutschen Bank vor der Finanzkrise gekauft hatte. Die Landesbank erlitt damit große Verluste, als der US-Häusermarkt kollabierte und sich die Papiere als wertlos herausstellten. Die Deutsche Bank habe die schlechte Qualität der zugrundeliegenden Darlehen bewusst verschleiert und die Händler im eigenen Haus sogar auf einen Crash am Markt wetten lassen, lautete der Vorwurf. Die Deutsche Bank hatte dies bei Bekanntwerden der Klage vor zwei Jahren zurückgewiesen.

Hypothekenklagen wie diese - die auch andere große Investmentbanken trafen - machen einen großen Teil der unzähligen Rechtsstreitigkeiten aus, mit denen sich die Deutsche Bank zurzeit konfrontiert sieht. Die milliardenschweren Rückstellungen für die Altlasten fressen sich seit Jahren tief in die Bilanz und belasten den Neuanfang unter dem ausgerufenen "Kulturwandel". Die BayernLB wiederum hatte sich auf dem US-Hypothekenmarkt am Ende gänzlich verzockt und musste vom Freistaat mit Milliardenhilfen vor der Pleite gerettet werden. Auch mit anderen Instituten hat die Landesbank in der Sache schon Vergleiche geschlossen. Die Verluste aus dem sogenannten ABS-Portfolio werden deshalb wohl geringer ausfallen als ursprünglich befürchtet.

Reuters

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Bildquelle: Ralph Orlowski/Reuters

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