Dialog Semiconductor-Aktie stürzt auf Vierjahres-Tief: Chiphersteller bangt um Position als Apple-Lieferant
· Börse Online Redaktion
Die Analysten von Baader Helvea sprachen von einer Überraschung. Der Auftragsverlust verdeutliche das Risiko für Dialog, dass Apple in den kommenden Jahren noch weniger bestelle.
Auch andere Zulieferer gerieten in einem ansonsten freundlichen Börsenumfeld unter Druck. Die Papiere von AMS aus Österreich gaben 2,7 Prozent nach. Die Anteilsscheine von StMicroelectronics fielen in Paris um rund ein Prozent - damit waren sie schwächster Wert im Leitindex CAC-40.
Seit dem Aufkommen von Gerüchten, dass Apple künftig mehr wichtige Bauteile für seine Produkte im eigenen Haus herstellt, stehen die Aktien von Dialog Semiconductor auf den Verkaufslisten. Dialog-Chef Jalal Bagherli schürte diese Gerüchte nun und sagte, er halte es für sehr wahrscheinlich, dass Apple die nötigen Chips selbst produziert. Dies würde es dem US-Konzern laut Analysten ermöglichen, Software und Hardware besser aufeinander abzustimmen und vorn dabei zu sein, wenn es etwa um die Integration Künstlicher Intelligenz geht.
Bisher galt Dialog als einziger Apple-Lieferant von sogenannten Main-Power-Management-Chips (PMICs), die besonders klein und sparsam sind. Nun wollen die Amerikaner zumindest bei einem der drei neuen iPhone-Modelle nicht mehr nur auf den Spezialisten aus Deutschland setzen. Apple selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Traditionell hält sich der wertvollste Technologiekonzern der Welt sehr bedeckt, was seine Beziehungen zu Lieferanten angeht.
Analysten zufolge macht Dialog fast 80 Prozent seines Umsatzes mit Lieferungen an Apple. Fürs laufende Jahr rechnet das Unternehmen wegen des eingedampften Großauftrages mit einer Umsatzbelastung von rund fünf Prozent. Trotzdem sollen die Erlöse 2018 verglichen mit dem Vorjahr zulegen. 2019 dürften die Auswirkungen ähnlich sein, sagte Dialog-Chef Bagherli bei einer Analystenkonferenz.
rtr
Buchtipp: Alles, was Sie über Stock-Picking wissen müssen
Es ist der Traum eines jeden Anlegers: die nächste Amazon, Apple, Tesla oder Google vor allen anderen zu finden, sie ins Depot zu legen, jahrelang nicht anzurühren und dann eines Tages den Verzehn-, Verzwanzig- oder gar Verhundertfacher sein Eigen zu nennen. Oder zumindest die Unternehmen zu finden, deren Anteile sich besser entwickeln als der Gesamtmarkt. Der Name dieser Kunst: „Stock-Picking“ – die Auswahl der Gewinner von morgen. Joel Tillinghast ist einer der erfolgreichsten Stock-Picker überhaupt. In diesem Buch teilt er seine Gedanken, seine Methoden und seine Strategien mit dem Leser. Er zeigt, welche Fehler die Masse macht, welche Nischen man ausnutzen kann, wie man denken sollte und vieles mehr. Unter dem Strich ein Lehrbuch, das seine Leser zu erfolgreicheren Anlegern machen wird.
Autoren: Tillinghast, Joel
Seitenanzahl: 384
Erscheinungstermin: 24.07.2025
Format: Taschenbuch
ISBN: 978-3-68932-065-2