Die Zukunft ist offen – doch manche verdienen trotzdem ziemlich sicher. Unternehmen, die ganze Branchen ausrüsten, reduzieren das Risiko für Anleger deutlich – ganz nach dem Prinzip der „Schaufelhersteller“. Warum Konzerne wie ASML zu den großen Profiteuren der neuen Technologiebooms zählen.

Manchmal lohnt ein Blick in die Geschichte, um aktuelle Börsentrends besser zu verstehen. Als 1896 der große Goldrausch in Alaska begann, machten sich Tausende Glücksritter auf den Weg in den Norden. Wer am Ende tatsächlich Gold finden würde, war völlig offen. Sicher war dagegen etwas anderes: Besonders gut verdienten diejenigen, die den Goldsuchern Schaufeln, Spitzhacken und Ausrüstung verkauften.
Dieses Prinzip gilt bis heute – auch an der Börse. Anleger suchen seit Jahrzehnten nach genau diesen „Schaufelherstellern“ moderner Wachstumsbranchen. Unternehmen also, die nicht selbst im Rampenlicht stehen, aber die Infrastruktur liefern, ohne die große Trends gar nicht möglich wären.

Ein aktuelles Beispiel ist der Boom rund um Elektromobilität, erneuerbare Energien oder Künstliche Intelligenz. Wer am Ende das Rennen im Elektroautomarkt gewinnt, ist noch offen. Deutlich stabiler positioniert sind dagegen Unternehmen, die zentrale Komponenten liefern – etwa Batterien, Rohstoffe oder industrielle Ausrüstung für Minen und Produktionsanlagen. Auch viele Batterie-ETFs setzen deshalb nicht nur auf Fahrzeughersteller, sondern auf Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von Lithium-Lieferanten bis zu Spezialausrüstern für den Rohstoffabbau.

Ein Schlüsselunternehmen für den KI-Boom

Ein besonders eindrucksvolles Beispiel für einen solchen „Ermöglicher“ der großen Technologietrends ist der niederländische Konzern ASML. Das Unternehmen baut hochkomplexe Lithografie-Anlagen für die Halbleiterindustrie – also jene Schlüsselmaschinen, mit denen winzige Chipstrukturen auf Siliziumwafer projiziert werden.

Gerade im High-End-Bereich der sogenannten EUV-Lithografie hat ASML praktisch eine Monopolstellung. Ohne diese Technologie wären moderne Hochleistungschips kaum herstellbar – genau jene Chips, die für KI-Rechenzentren, Cloud-Infrastruktur und viele Zukunftstechnologien benötigt werden.

Die Maschinen selbst sind gigantisch: Sie können die Größe eines Busses erreichen und kosten je nach Ausführung mehrere Hundert Millionen Euro. Gleichzeitig sind sie unverzichtbar für die nächste Generation leistungsfähiger Halbleiter.

Der Technologietrend geht bereits weiter. Mit der neuen Generation der sogenannten High-NA-EUV-Anlagen sollen künftig noch feinere Strukturen möglich werden – ein entscheidender Schritt für die Entwicklung noch leistungsfähigerer KI-Chips. Große Chiphersteller bereiten den Einsatz bereits vor, erste Installationen werden in den kommenden Jahren erwartet.

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Foto: Boersenmedien AG

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