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Die Zukunft gehört den Rohstoffen: Wie Anleger vom Boom profitieren

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21.05.2019 - 19:54
24.01.2018 05:30:00

Rohstoffe: Am Siegeszug der Elektromobilität bestehen kaum noch Zweifel. Mit weitreichenden Folgen für viele Branchen. So macht der zunehmende Bedarf an Batterien einige Rohstoffe zur heißen Ware. Von Sven Heckle



Geht es nach den Plänen der Autohersteller, gewinnt die Vision vom emissionsfreien Autofahren immer deutlicher an Konturen. Bereits im vergangenen Herbst verkündete etwa BMW auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt, das Angebot an reinen BMW-Elektroautos und Plug-in-Hybriden solle rasch vergrößert werden. Dabei gab BMW-Chef Harald Krüger das Ziel aus‚ den Anteil der E-Autos am Gesamtabsatz bis 2025 auf mindestens 15 Prozent zu verdreifachen. Der Batterieantrieb soll in alle wichtigen Baureihen kommen.



Das Modell iVisionDynamic vermittelt bereits einen guten Eindruck davon, wie sich BMW die Zukunft der Elektromobilität zwischen seinen bisherigen Modellen i3 und i8 vorstellt: als dynamisches viertüriges Gran Coupé. Mit einer Reichweite von 600 Kilometern, über 200 Stundenkilometer Spitzengeschwindigkeit und einer Beschleunigung von null auf 100 Kilometer pro Stunde innerhalb von vier Sekunden.


Modelloffensive der Automobilbranche



Mit ihren ehrgeizigen Plänen stehen die Münchner nicht allein da. Auch Volkswagen hat angekündigt, man werde bis 2030 sämtliche Modelle mit elektrischem Antrieb anbieten. Bis zum Jahr 2025 steht laut VW-Chef Matthias Müller die Markteinführung von 80 E-Modellen an, von denen mehr als die Hälfte reine Elektrofahrzeuge sein sollen. Jedes vierte verkaufte Auto der Wolfsburger würde dann elektrisch fahren. Bei Daimler wiederum soll der Absatzanteil der über eine Batterie elektrisch betriebenen Fahrzeuge im Jahr 2025 bei 15 bis 25 Prozent liegen.

Der Umstieg auf die Elektromobilität bildet laut Matthias Wissmann, Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), derzeit den Schwerpunkt der Forschungs- und Entwicklungsausgaben der deutschen Automobilhersteller. Wie diese Investitionen Früchte tragen, lässt sich an der Zahl der weltweiten Patente ablesen, die im Bereich der Elektromobilität zu einem Drittel aus Deutschland kommen. Den Schalter umgelegt haben aber nicht nur die deutschen Hersteller. Ähnliche Pläne verfolgen asiatische Autobauer schon länger, und auch die US-Konzerne, bei denen der Umweltgedanke traditionell nicht an erster Stelle steht, sind auf diese Strategie eingeschwenkt. General Motors will bis 2023 immerhin 20 neue E-Modelle präsentieren. Und Toyota möchte die Verkäufe von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben auf 5,5 Millionen, also auf etwa 50 Prozent des Gesamtabsatzes steigern.

Das Umdenken der Automobilindustrie ist auch zwingend notwendig, sind die politischen Entwicklungen doch ziemlich eindeutig: In Norwegen und den Niederlanden sollen bereits ab 2025 nur noch Elektrofahrzeuge zugelassen werden, Deutschland und Indien peilen hierfür das Jahr 2030 an, Schottland das Jahr 2032, Großbritannien und Frankreich wollen sich bis zum Jahr 2040 Zeit lassen. Auch China, bereits heute größter Absatzmarkt für Elektrofahrzeuge, will - ohne bislang ein konkretes Datum zu nennen - künftig nur noch E-Autos auf den Straßen sehen, um den Smog in den Ballungsgebieten zu verringern und der heimischen Automobilbranche unter die Arme zu greifen.

Einem noch schnelleren Durchbruch der Elektromobilität standen bislang in erster Linie zwei Hindernisse im Weg. Zum einen die Reichweite, die bei vielen derzeit verfügbaren Modellen nicht über 300 Kilometer hinauskommt. Zum anderen der vergleichsweise hohe Preis der Stromer, bei denen die Batterien wesentlicher Kostentreiber sind. Immer häufiger nehmen die Automobilkonzerne deshalb die Entwicklung von kostengünstigeren und effizienteren Batterien selbst in die Hand. So stellte Branchenprimus Tesla für den Bau seiner Gigafactory, die das Unternehmen zusammen mit dem japanischen Elektronikkonzern Panasonic betreibt, fünf Milliarden US-Dollar bereit. 200 Millionen Euro steckt BMW in ein neues Forschungszentrum in München, das ab 2019 die Akkus von morgen entwickeln soll.

Auf Seite 2: Batteriebedarf treibt Rohstoffnachfrage



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Bildquelle: Shamil Zhumatov/Reuters, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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