Down in Down Under
· Börse Online Redaktion
Australiens Wirtschaft leidet seit dem Ende der Rohstoffhausse unter den stark gefallenen Preisen für Kohle, Erz und Industriemetalle. 2014 hatte die heimische Wirtschaft noch ein gegenüber den Vorjahren geringes Wachstum von zwei Prozent geschafft. Im zweiten Quartal legte das Bruttoinlandsprodukt um winzige 0,2 Prozent zu. Und auch das war nur deshalb möglich, weil der Staat die Ausgaben für das Militär in die Höhe schraubte - was sich negativ auf die Staatsverschuldung auswirkte. Die schwache Konjunktur in China hängt wie ein Damoklesschwert über der von Rohstoffen getriebenen australischen Wirtschaft. Um sie auf eine breitere Basis zu stellen, braucht es Zeit und Geld.
Eine ganz andere Gefahr lauert auf dem Immobilienmarkt. Während der Rohstoffhausse wurde viel Geld verdient, das in diesen Markt floss. Das niedrigste Zinsniveau seit mehr als 40 Jahren verleitete viele zum Kauf von Immobilien. Deshalb haben sich die Preise für Häuser seit 2000 nahezu verdreifacht. Experten bescheinigen Australien eine ausgewachsene Immobilienblase.
Sollte diese platzen, würde das die gesamte Wirtschaft und mit ihr die Banken nach unten ziehen. In diesem Umfeld wird die Zentralbank die Zinsen weiterhin senken. Gleichzeitig wird Geld aus dem Land abfließen, weil die Rohstoffkonzerne ihre Investitionen einfrieren. Die heute noch recht stabilen australischen Banken könnten in diesem Umfeld ins Wanken geraten.
Neben den Aktienmärkten ist vor allem die Währung ein Katalysator dieser Entwicklung. Seit Januar hat der australische Dollar bereits um rund elf Prozent gegenüber dem Euro abgewertet. Die Experten von Morgan Stanley, aber auch die der Deutschen Bank, erwarten eine weitere Abwertung. Gegenüber den historischen Tiefstkursen hat die Währung noch ein Abwertungspotenzial von 20 Prozent.
Spekulative Anleger können davon über den Call auf das Währungspaar Euro/Australischer Dollar profitieren. Wir haben uns für einen Call entschieden, der im Geld notiert. Das heißt, sein Basispreis liegt unterhalb des aktuellen Wechselkurses. Das macht den Call mit einem Aufgeld von drei Prozent vergleichsweise günstig. Sollte der Australische Dollar bis Ende der Laufzeit sein altes Tief testen, würde sich der Schein mehr als verdoppeln.
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