Hensoldt, Rheinmetall und Renk legten zuletzt kräftig zu. Bonus-Cap-Zertifikate bieten derzeit hohe Risikopuffer und dennoch die Chance auf bis zu 24,1 Prozent bis Dezember.

Die Anteilscheine von deutschen Rüstungstiteln wie Hensoldt, Renk und Rheinmetall stehen auch in diesem Jahr auf der Einkaufsliste vieler Anleger weit oben. Um 20 bis 30 Prozent legten die Papiere seit Jahresbeginn zu. Katalysator war die Vergabe teils größerer Aufträge, die im ganzen Sektor für eine positive Stimmung sorgten. Zudem schüren die jüngsten geopolitischen Entwicklungen zusätzliche Fantasien bei den Investoren. „Die Spannungen zwischen der EU und den USA in Bezug auf Grönland veranlassen europäische Institutionen dazu, neu zu prüfen, wie Souveränität und Einheit verteidigt werden können“, erklärte beispielsweise Mediobanca-Analyst Alessandro Pozzi auf Bloomberg. Der internationale Verteidigungsbedarf wächst. Dies beflügelt die Aktien.

Aus charttechnischer Sicht ist der Aufwärtstrend der drei Titel intakt. Die Mehrheit der Analysten ist nach Angaben von Bloomberg mittelfristig weiterhin zuversichtlich gestimmt. Die Kursziele der Analysten liegen jedoch teils weit auseinander. Diese Diskrepanz basiert in erster Linie auf der teils recht ambitionierten Bewertung. Rücksetzer sind somit nicht ausgeschlossen. Bonus-Cap-Zertifikate auf die drei ausgewählten Aktien bieten aktuell sehr attraktive Konditionen. Die Wertpapiere weisen jeweils einen Puffer von deutlich mehr als 30 Prozent auf und eröffnen dennoch die Chance auf bis zu 30,8 Prozent Rendite bis Jahresende.

Balance aus Renditechance und Risiko

Bei Hensoldt sind Analysten äußerst gespalten. Die Kursziele der Experten liegen derzeit zwischen dem Dezember-Tief von 65 Euro und 101 Euro. Der Grund: Mit einem KGV von 40,7 ist die Aktie kein Schnäppchen. Mit dem Bonus-Cap-Zertifikat wurde ein Papier ausgewählt, dessen Barriere bei 60 Euro und damit unterhalb des jüngsten Tiefs liegt. Wird diese Marke bis zum Laufzeitende im Dezember 2026 nicht berührt, erhalten Anleger 120 Euro. Daraus ergibt sich eine Renditechance von 27,0 Prozent. Wird die Barriere hingegen berührt, ist die Chance auf den Bonus weg. Es droht ein Verlust.

Die Bonus-Cap-Zertifikate auf Renk und Rheinmetall haben vergleichbare Abstände zu ihren Barrieren und Laufzeiten bis Dezember 2026. Die festgelegten Barrieren von 42 Euro bei Renk und 1200 Euro bei Rheinmetall verletzten die Aktien zuletzt im April vergangenen Jahres. Trotz des außerordentlich hohen Puffers von 30,6 beziehungsweise 37,2 Prozent bieten die Wertpapiere eine Gewinnchance von 30,8 beziehungsweise 18,5 Prozent. Aktionäre von Rheinmetall schneiden erst dann besser ab, wenn die Aktie bis dahin bei rund 2282 Euro notiert. 

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BO Data/smallcharts

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