von Andreas Büchler

Ausgangssituation und Signal

Seit 2013 retteten immer wieder Käufe zwischen rund 11,80 und 12,50 Euro die E.ON-Aktie vor einem Absturz. Doch nun ist die Nachfrage auf diesem Niveau offenbar verebbt. Die Folge ist ein Einbruch auf ein neues Rekordtief. Erfahrungsgemäß ist die Breite der voran gegangenen Handelsspanne, abgetragen am Ausbruchspunkt nach unten, das nächste Kursziel (siehe senkrechte rote Markierungen im Wochenchart). Damit wäre Luft nach unten bis jenseits der 9-Euro-Marke, was auch von der Statistik bestätigt wird. Um 35 bis 40 Prozent kann der Kurs in schlechten Börsenphasen unter seinen 200-Tage-Durchschnittswert fallen. Das ergäbe einen rechnerischen Wert südlich von 8,70 Euro. Selbst kurzfristig ist trotz des jüngsten Abschwungs noch Luft nach unten: Ein Rücksetzer um 10 Prozent unter die 21-Tage-Linie ist möglich, wie der Blick auf die vergangenen Schwankungen zeigt. Damit wäre erst bei rund 10,75 Euro die nächste Atempause im Abwärtstrend zu erwarten.

Empfehlung

Anleger können beispielsweise mit einem Hebelzertifikat der Citi auf weiter fallende Notierungen setzen. Das Produkt verwandelt Verluste der Aktie in Gewinne und verstärkt diese um den Faktor 7. Damit ist eine Rendite von knapp 35 Prozent möglich, sobald das kurzfristige Kursziel erreicht wird, am langfristigen Kursziel sind sogar rund 145 Prozent möglich. Wie immer ist der Preis für diese Chance das Totalverlustrisiko des Zertifikats. Dieses Ereignis würde aber erst eintreten, wenn die Aktie sich auf 12,75 Euro erholt. Dafür müsste sie allerdings über das Juli-Zwischenhoch klettern, was in der aktuellen Trendsituation eher unwahrscheinlich ist und einer Erholung von rund 13 Prozent entspräche - genug Puffer also, um auch bei einer Erholung des Gesamtmarktes nicht gleich ausgestoppt zu werden. Dennoch ist nur der Einsatz von kleinen Summen anzuraten, deren Verlust problemlos verschmerzt werden kann.



Tageschart mit Abstand der Aktie zur 21-Tage-Linie in %



Wochenchart mit Abstand der Aktie zur 200-Tage-Linie in %



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Produktidee
























Andreas Büchler ist Herausgeber des Magazins und Vorstand der Qarat AG, einer auf Quantitative Analyse und Algorithmic Trading spezialisierten Forschungsgesellschaft für Börsenhandelssysteme.

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