Das Geothermie-Beschleunigungsgesetz (GeoBG) und neue KfW-Absicherungen machen Projekte schneller und kalkulierbarer. Welche Unternehmen jetzt besonders spannend sind – und worauf Anleger achten sollten.
Die Wärmewende bekommt eine neue Dynamik – und damit rücken Unternehmen in den Fokus, die bisher oft unter dem Radar liefen. Denn bei der (Tiefen-)Geothermie hat sich Ende 2025 spürbar etwas verändert: Seit der Bundestag das Geothermie-Beschleunigungsgesetz (GeoBG) verabschiedet hat, sollen Genehmigungen schneller laufen und Priorisierungen sind festgeschrieben. Binnen zwölf Monaten müssen berg- und wasserrechtliche Genehmigungen für Tiefengeothermieanlagen erteilt werden – früher dauerte das teils Jahre.
Gleichzeitig ist Erdwärme Wind und Solar gleichgestellt, Förderbanken wie die KfW begrüßen Geothermie explizit – und das bislang größte Hemmnis, das Fündigkeitsrisiko, ist nun abgesichert. Kommunen und Betreiber können das Risiko „trockener Bohrungen“ nahezu komplett über Versicherungen und KfW-Garantien abfedern. Das macht Projekte kalkulierbarer, beschleunigt Entscheidungen – und erhöht die Nachfrage.
Genau hier wird ein Unternehmen besonders interessant: Daldrup & Söhne. Das Unternehmen ist als Spezialist für Tiefenbohrungen positioniert, profitiert von der neuen Planbarkeit am Markt – und liefert zugleich konkrete Referenzen: Für den DAX-Konzern MTU führte Daldrup in München zwei rund 3.300 Meter tiefe Geothermie-Bohrungen durch und errichtete die nötige Infrastruktur. Die Anlage liefert mittlerweile einen Großteil der Prozess- und Raumwärme, der Auftrag lag bei rund 17 Millionen Euro.
Noch wichtiger für die Börse ist der nächste Schritt: In Pullach Süd und Baierbrunn stehen sieben Tiefengeothermie-Bohrungen an, mit der Option auf bis zu drei weitere. Über rund zweieinhalb Jahre plant Daldrup Bohrungen bis 5.100 Meter, erwartet werden 122 bis 142 Grad Celsius warme Wässer. Für Daldrup ist es das größte Einzelprojekt der Unternehmensgeschichte, der Auftragswert soll im oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen. Das ist nicht nur Wachstum, sondern auch ein Signal, dass Projekte größer und effizienter werden.Auch operativ untermauert Daldrup die Story: In der ersten Jahreshälfte 2025 stieg die
Ebit-Marge von 10,2 auf 12,8 Prozent, der Auftragsbestand lag Ende August 2025 bei 140 Millionen Euro – Rekordniveau. CEO Andreas Tönies erwartet zudem bis 2030 eine deutlich steigende Nachfrage nach Geothermie-Projekten in einer Größenordnung von 100 bis 200 Prozent.
Letztlich ist das Unternehmen sehr gut aufgestellt und mit einer EK-Quote von knapp 70 Prozent solide finanziert. Damit ist die Aktie von Daldrup & Söhne derzeit eine der spannendsten Geothermie-Wetten am Markt.
Wenn Sie wissen wollen, welche 2 Aktien neben Daldrup & Söhne jetzt ebenfalls ein Kauf sind, lesen Sie das in der aktuellen Ausgabe von BÖRSE ONLINE.
Mehr Fokus, mehr Strategie, mehr Börsenwissen: Mit dem BÖRSE ONLINE Aktionsabo profitieren Sie drei Wochen lang von klaren Analysen, verständlicher Charttechnik und ausgewogenen Empfehlungen – zum Vorteilspreis von nur 9,90 €.
Über 50 % sparen und ab sofort gut informiert investieren.