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European Safe Bonds: EU-Überlegungen zu gemeinsamen Euro-Schuldenpapieren

European Safe Bonds: EU-Überlegungen zu gemeinsamen Euro-Schuldenpapieren
27.01.2017 08:54:22

In der EU-Kommission und unter Notenbankern im Euro-Raum gibt es dem Handelsblatt" zufolge Überlegungen für gemeinsame Schuldenpapiere im Währungsraum. In einem Weißbuch wolle die Kommission die Einführung von "European Safe Bonds" (ESB) vorschlagen, berichtete die Zeitung am Freitag. Geprüft werde das neue Finanzierungsinstrument danach auch von einer Arbeitsgruppe des Ausschusses für Finanzstabilität (ESRB), in der Notenbanker und Bankenaufseher sitzen.



Bei den neuen Papieren handelt es sich im Kern um eine Verbriefung von Staatsanleihen der einzelnen Euro-Ländern, also der Bündelung solcher Bonds zu neuen Schuldenpapieren.



In dem Zeitungsbericht werden die neuen Papiere als "Euro-Bonds light" bezeichnet. Euro-Bonds, also gemeinsame Anleihen der Euro-Zone, werde allerdings von der Bundesregierung seit langem als Instrument der Schulden-Vergemeinschaftung abgelehnt, jedenfalls für die nahe Zukunft. Die Bundesregierung habe der EU-Kommission daher dem Handelsblatt-Bericht zufolge laut EU-Diplomaten schon signalisiert, dass sie von der Idee nichts halte. Auch der Wissenschaftliche Beirat des Finanzministeriums habe bereits vor "Euro-Bonds durch die Hintertür" gewarnt und das neue Instrument für sehr anfällig für politische Einflussnahmen erklärt.


Ziel der neuen ESB-Papiere soll der Zeitung zufolge nach Lesart der Kommission sein, die Ansteckungsgefahren bei Banken- und Staatspleiten zu mindern.


Bildquelle: Robert Metsch/EZB

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