Ausgangssituation und Signal



Der Eurokurs präsentiert sich gegenüber dem US-Dollar sehr stark und bewegt sich seit März/April in einem intakten Trendkanal nach oben (blau schraffiert im Wochenchart). Dabei stieg der Euro von 1,05 bis auf zuletzt 1,19 US-Dollar: Ein Anstieg um 13 Prozent in nur fünf Monaten - ein beachtliches Plus für den ansonsten eher schläfrigen Währungsbereich. Und wie heißt es doch in der Charttechnik? "The trend is your friend …". Will heißen: Eine etablierte Kursrichtung setzt sich aller Wahrscheinlichkeit nach fort.

Mit Kursen um 1,1927 US-Dollar notiert der Euro derzeit so hoch wie letztmalig im Januar 2015. Dabei überzeugt das Chartbild im kurzfristigen Zeitfenster mit einem intakten Aufwärtstrend. Hiervon zeugt, neben dem bestehenden Trendkanal, nicht zuletzt die steigende 21-Tagelinie (grüne Kurve im Tageschart). Dieser gleitende Durchschnitt verläuft bei 1,18 US-Dollar. Von diesem gleitenden Durchschnitt ausgehend kam es am Freitag zu einem kräftigen Kurssprung über das bisherige Jahreshoch hinaus.

"The trend is your friend …". Derzeit deutet nichts auf eine bevorstehende Trendwende nach unten hin. Mittelfristig betrachtet erscheint der Eurokurs jedoch als etwas überhitzt; davon spricht die prozentuale Differenz zwischen Kurs und 200-Tagelinie (siehe Grafik unterhalb des Wochencharts). Zudem könnte der Bereich um 1,20 US-Dollar eine Hürde nach oben darstellen. Andererseits jedoch hat der Euro mit der jüngsten Konsolidierung genug Kraft gesammelt für den nächsten Aufwärtsschub. Zudem könnte eine Seitwärtsbewegung ausreichen, die überkaufte Marktsituation zu neutralisieren.

Langfristig betrachtet hat der Eurokurs Potenzial bis an die obere Begrenzung seines langfristigen Abwärtstrendkanals - siehe Monatschart. Diese liegt im Bereich um 1,25 / 1,30 US-Dollar. Käme es dort zu einem Ausbruch nach oben, wäre dies als starkes Kaufsignal zu werten mit einem langfristigen Kursziel von dann 1,40 US-Dollar, dem Höchstkurs aus dem Jahre 2014. Auf der Unterseite bietet der Verlauf der 200-Tagelinie - bei derzeit 1,10 US-Dollar verlaufend - Halt.

Tageschart





Wochenchart





Monatschart





Auf Seite 2: Empfehlung der Redaktion





Empfehlung der Redaktion



Der kurzfristige Aufwärtstrend ist intakt und die jüngste Kursstärke überzeugt. Wer von weiter anziehenden Notierungen beim Eurokurs ausgeht, kann mit einem Hebelzertifikat darauf spekulieren. Nachfolgend präsentieren wir ein entsprechendes Long-Papier. Dieses hat einen spekulativen Hebel von knapp neun bei einer offenen Laufzeit. Basis- und Knockoutpreis liegen gleichauf bei 1,061 US-Dollar und damit noch unterhalb der 200-Tagelinie.

Käme es zu einem Kursanstieg bis auf 1,28 US-Dollar, so würde sich ein Gewinn von knapp 65 Prozent einstellen. Eurokurse um 1,40 US-Dollar brächten einen rechnerischen Profit von rund 150 Prozent hervor. Anleger sollten einen individuellen Stop-Losskurs platzieren und diesen zügig nach oben hin anpassen.





Produktidee



Trading-Idee
Produkt OE Turbo Bull Opt.schein
Basiswert EURUSD
WKN HW2VDF
Emittent UniCredit
Laufzeit Open End
Basispreis 1,0610 USD
Knock-Out-Schwelle 1,0610 USD
Hebel 8,977
Kurs Zertifikat 11,07 EUR
Kurs Zertifikat an Stopp 1 ca. 2,81 EUR
Kurs Zertifikat an Stopp 2 ca. 1,47 EUR
Kurs Zertifikat an Ziel 1 ca. 18,30 EUR
Kurs Zertifikat an Ziel 2 ca. 28,24 EUR
Kursmarken Basiswert
Kurs Basiswert 1,1931 USD
Kaufen bei max. -
Stoppkurs 1 1,0940 USD
Stoppkurs 2 1,0780 USD
Zielkurs 1 1,2800 USD
Zielkurs 2 1,3994 USD


Manfred Ries vom Index Radar-Magazin ist ausgebildeter Bankkaufmann mit Studium der Volkswirtschaftslehre. Über viele Jahre arbeitete er in den Bereichen Vermögensanlage und Devisenhandel bei Großbanken. Seit mehr als 15 Jahren ist Manfred Ries als Wirtschaftsjournalist tätig. Für Börse Online analysierte er bereits 1999 die Märkte aus charttechnischer Sicht.

www.index-radar.de