Es sind nicht die zaghaften Prognosen, die auffallen, sondern die kraftvollen. Ob sie sich später als wahr erweisen werden oder als Übertreibung, ist zum Zeitpunkt ihres Entstehens ungewiss. Sicher ist dagegen, dass sie viel Aufmerksamkeit erhalten. Dies ist der Bank of America mit ihrer Vorhersage, der Goldpreis werde in den kommenden 18 Monaten auf 3.000 US-Dollar pro Feinunze (31,1 Gramm) emporschnellen, zweifellos gelungen. Das Finanzinstitut veröffentlichte seine Prognose vor zwei Wochen in einer Studie mit dem Titel "The Fed can’t print gold" - die US-Notenbank kann zwar Geld drucken, als gäbe es kein Morgen, doch Gold drucken kann sie nicht.

Das Verhalten der Notenbanken rund um den Globus ist ein Grund, warum Goldoptimisten zurzeit Oberwasser haben. Die Währungshüter weltweit haben sich in den vergangenen Wochen mit Notprogrammen überboten, um den wirtschaftlichen Einbruch durch die Corona-Krise zu mildern und die Finanzmärkte zu stabilisieren. Die Federal Reserve hat den Leitzins kurzerhand auf null bis 0,25 Prozent gesenkt und ihre Bilanzen mächtig erweitert. Ebenso wie die Europäische Zentralbank und andere Notenbanken kauft sie Wertpapiere wie Anleihen, um Staaten und Unternehmen eine höhere Verschuldung zu ermöglichen. Selbst Papiere wenig verlässlicher Schuldner sind nicht mehr tabu. "Daneben schnüren viele Regierungen weitere Hilfspakete von Milliarden und Abermilliarden für ihre Wirtschaft, wodurch die ohnehin schon hohen Schuldenberge der Länder noch weiter steigen", sagt Daniel Briesemann, Rohstoffanalyst der Commerzbank. "Dies macht Gold als wertstabile Anlage attraktiv."

Anhaltende Hausse


Dass das Edelmetall derzeit gefragt ist, zeigt sich deutlich im Preis. Der steht bei rund 1.700 US-Dollar pro Unze, zwölf Prozent höher als zu Jahresanfang, ein Drittel höher als vor zwölf Monaten. Zum Allzeithoch fehlt nicht mehr viel: Im September 2011 markierte Gold mit 1.921 Dollar einen Rekordstand. In Euro gerechnet ist die Höchstmarke aus dem Jahr 2011 wegen Wechselkurseffekten sogar schon übertroffen worden. Vor zwei Wochen stand das Edelmetall bei 1.613 Euro - so hoch wie nie zuvor. Und schon früher im vergangenen und im laufenden Jahr hatte Gold in Euro neue Allzeithochs erklommen.

Aktuell sind es vor allem die mittel- bis langfristig orientierten Investoren, die den Goldpreis treiben. Sie kaufen Anteile von ETFs und ETCs - Anlageprodukte, die die Entwicklung der Edelmetallnotierung exakt wiedergeben. Deren Bestände steigen seit Monaten nahezu ohne Unterlass. Insgesamt verwalten die wichtigsten Produkte weltweit mittlerweile mehr als 3.300 Tonnen Gold im Gegenwert von 183 Milliarden Dollar - auch dies ein Allzeithoch. Um etwa 450 Tonnen stockten die vom Nachrichtendienst Bloomberg verfolgten ETFs ihre Bestände im laufenden Jahr auf, allein im April kamen knapp 160 Tonnen hinzu.

Kurzfristig orientierte Großanleger sind dagegen momentan nicht die treibende Kraft hinter dem Goldpreisanstieg. An den Terminmärkten, wo mit Futures auf Preisveränderungen gewettet wird, sind die Spekulanten, die steigende Notierungen erwarten, nur moderat in der Überzahl. Investoren mit längerem Anlagehorizont werden das gern hören. Denn die Gefahr, dass die sprunghaften Anleger die Rally befeuert haben und ihr anschließend durch schnelle Verkäufe den Garaus machen, ist überschaubar.

Etwas nachgelassen im Vergleich zum Vorjahr hat die Nachfrage vonseiten der Notenbanken. Sie kauften nach den vor wenigen Tagen veröffentlichten Zahlen des World Gold Council im ersten Quartal 145 Tonnen des Edelmetalls.

Keinerlei Unterstützung erhält der Goldpreis aktuell durch Schmuckkäufer. Sie sind normalerweise eine bedeutende Größe im globalen Goldmarkt. Doch während die Corona-Krise im Westen die Anleger in Gold-ETFs treibt, bremst sie in Asien die Nachfrage gewaltig. So sind im April die indischen Goldimporte fast vollständig zum Erliegen gekommen. "Einer Person aus dem Umfeld der Regierung zufolge beliefen sich die Importe nur noch auf 50 Kilogramm, was einem Rückgang um 99,9 Prozent entspricht", sagt Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch. Im Vorjahresmonat hatten die Einfuhren bei 110 Tonnen gelegen.

Seit Ende März sind die Goldgeschäfte geschlossen, Lieferketten aufgrund der Einschränkung des Flugverkehrs unterbrochen. Ähnliches gilt für China, den zweiten großen Abnehmer von Goldschmuck in Asien. Zu den bestehenden Hemmnissen kommt hinzu, dass Gold in den lokalen Währungen extrem teuer ist. Denn diese haben zuletzt gegenüber dem US-Dollar abgewertet. Das dämpft die Lust der Asiaten auf Gold zusätzlich.

Anstieg als Konsens


Zu den weiteren Aussichten für das Edelmetall gibt es verschiedene Einschätzungen. Die Vorhersage der Bank of America halten viele Experten für übertrieben. Doch die Mehrheit rechnet mittel- bis langfristig mit einem steigenden Goldpreis. Die Commerzbank erwartet 1.800 Dollar zum Jahresende, die DZ Bank 1.750 Dollar in zwölf Monaten. Einen Angriff auf das bisherige Allzeithoch von rund 1.900 Dollar prognostiziert die dänische Saxo Bank für das kommende Jahr. Für den Fall, dass sich die Wirtschaft nur langsam von der Corona-Krise erholt, rechnet der ETF-Anbieter WisdomTree mit einem Goldpreis von 2.200 Dollar im ersten Quartal 2021.

Der Einschätzung der Bank of America kommt die Privatbank Merck Finck näher. Sie hält eine Verdoppelung der aktuellen Notierung für möglich, sieht dies aber als langfristiges Ziel binnen fünf bis zehn Jahren. Fondsmanager Max Otte erwartet ebenfalls ein deutliches Plus. "Einen Goldpreis von 3.000 Dollar in drei Jahren halte ich für absolut realistisch", sagt er. Auch aus charttechnischer Sicht erscheint diese Marke überwindbar.

Für einen Anstieg der Notierung gibt es mehrere Gründe. "Die Geldpolitik der Notenbanken wird für mehrere Jahre locker bleiben", sagt Gabor Vogel, Rohstoffanalyst der DZ Bank. "Es geht hier nicht nur um ein, zwei Jahre, sondern mindestens um drei bis vier." Das sorgt dafür, dass Gold im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren nicht an Attraktivität einbüßt. Sind die Zinsen hoch, hat Gold einen strukturellen Nachteil, weil es keine Erträge abwirft. Fachleute sprechen von Opportunitätskosten - und die gehen momentan gegen null. "In früheren Perioden hat Gold profitiert, solange die Notenbanken das Gaspedal voll durchgedrückt haben", hebt Vogel hervor.

Nicht nur die niedrigen Opportunitätskosten werden die Nachfrage nach dem Edelmetall hoch halten. Auch die Sorgen um die Schwäche der Wirtschaft und die wachsende Verschuldung als Folgen der Corona-Krise treiben die Anleger in Gold. Der Bedarf an Gold-ETFs sowie an Münzen und Barren dürfte also hoch bleiben.

Insbesondere amerikanische Anleger könnten hier eine wichtige Rolle spielen. Bislang haben vergleichsweise viele Investoren in Europa in Gold-ETFs investiert, weil hier das Zinsniveau extrem niedrig war. "Jetzt, wo der Leitzins in den USA ebenfalls nahe null liegt, könnten Amerikaner nachziehen", meint Daniel Rauch, Fondsmanager bei der LBBW Asset Management.

Bremsklötze dürften dagegen in der näheren Zukunft Notenbanken und Schmuckkäufer sein. "Für die nächsten Monate sehe ich strukturelle Änderungen am Goldmarkt", sagt Rauch. Der Fondsmanager rechnet zum einen damit, dass sich die Währungshüter als Investoren zurückhalten werden. "In der Vergangenheit haben die Zentralbanken viel gekauft - oft aus totalitären Staaten wie Russland, China, Ungarn oder der Türkei", sagt er. Doch nun wird das Geld für Hilfsmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie benötigt. "Das fehlt dann, um Gold aufzustocken", so Rauch. Bei Rohstoffnationen wie Russland kommt der Ölpreisverfall hinzu, der die finanziellen Möglichkeiten einschränkt.

Zum anderen dürfte die Nachfrage der Schmuckkäufer vorerst gering bleiben. Selbst wenn die Juweliere in den Hauptabnehmerländern öffnen, wird das Geld knapp sein, die Kauflust gebremst. "Irgendwann werden beide Käufergruppen wieder zurückkommen, doch das dauert", meint Rauch.

Unter dem Strich rechnen viele deshalb in den kommenden Monaten mit einem schwankungsanfälligen Goldpreis. Neben den genannten Gründen für oder gegen steigende Notierungen spielen weitere Faktoren eine Rolle. Einer davon ist die Risikobereitschaft der Anleger. "Wenn bald in mehreren Ländern die Einschränkungen gelockert werden, könnten Anleger sich fragen, ob der Aktienmarkt wieder interessant ist", sagt DZ-Bank-Analyst Vogel. Diese Stimmungsänderung könnte den Goldpreis zumindest kurzfristig belasten.

Kein Schutz vor Panik


Selbst wenn es mit den Aktienmärkten erneut bergab geht, könnte sich das negativ auf den Goldpreis auswirken. Als im März die Kurse einbrachen, geriet auch Gold unter die Räder, die Notierung sank bis auf 1.467 Dollar. Schuld war eine Verkaufswelle der Anleger, die ihre Verluste am Aktienmarkt durch Gewinnmitnahmen beim zuvor gut gelaufenen Edelmetall kompensieren wollten oder mussten. "Falls es zu weiteren Infektionswellen kommt und die Aktienkurse wieder fallen, könnte Gold erneut als Liquiditätsspender genutzt werden und unter Druck geraten", sagt Vogel. "Gold profitiert von Unsicherheiten, aber nicht von Panik."

Die ungewisse Gemengelage zeigt, dass Gold weniger als Spekulationsobjekt genutzt werden sollte denn als Baustein im Rahmen eines ausgewogenen Depots. Als Faustregel gilt, dass das Edelmetall einen Anteil von fünf bis zehn Prozent des Vermögens haben kann. Anleger sollten stets im Blick behalten, dass Gold keine Erträge wie Zinsen oder Dividenden abwirft.

"Gold hat immer den Charakter einer Versicherung", sagt Christian Brenner, Geschäftsführer bei Philoro Edelmetalle. Er rät, beim Kaufentschluss weniger auf den aktuellen Preis zu achten, sondern Gold regelmäßig zu erwerben, um das Vermögen zu diversifizieren und sich abzusichern. Der Edelmetallhändler verweist auf die aktuelle Studie von Philoro und der Universität St. Gallen. "Früher war das Hauptmotiv für den Goldkauf der Vermögensaufbau", sagt er. "Heute werden die Begriffe Stabilität, Verlässlichkeit und Krisenvorsorge am häufigsten von Anlegern als Erwerbsgrund genannt."

Anleger, die in das Edelmetall investieren möchten, haben mehrere Möglichkeiten. Sie können einerseits physisches Gold in Form von Münzen oder Barren kaufen. Daneben kommen Wertpapiere, die dem Goldpreis folgen, oder Aktien von Minenunternehmen in Betracht.

Auch andere Edelmetalle können für das Ziel eingesetzt werden, sich breiter aufzustellen. Als Ersatz für Gold als klassischer Stabilisator sollten sie aber nicht dienen. Denn sie werden in weitaus größerem Ausmaß in der Industrie genutzt und sind deshalb stärker von der konjunkturellen Entwicklung abhängig. Investitionschancen bieten sie gleichwohl.

Goldpreis-Chartanalyse
Neuer Rekord wahrscheinlich


Während sich die Aktienmärkte weiterhin volatil und anfällig für neuerliche Abwärtswellen zeigen, befindet sich der Goldpreis in einer stabilen Phase, zu der naturgemäß ebenso temporäre Verschnaufer zählen. Im Chartverlauf ist gut zu erkennen, dass sich bereits Ende 2018 ein Aufwärtstrend etabliert hat, der durch den Fortbestand zunehmend gefestigt wird. Dies geschieht vor allem dann, wenn der Kurs zur Aufwärtstrendlinie läuft und an dieser wieder mustergültig nach oben dreht.

Um eine präzisere Analyse für die weitere Preisentwicklung zu erhalten, ist ein Blick auf den langfristigen Kursverlauf von Nutzen. Hier offenbart sich auf Basis eines Quartals-, Monats- oder auch Wochencharts, eine eindeutige Aussage: Demnach stellt der Bereich um 1.800 US-Dollar die nächste massive Widerstandszone dar, die den Kurs des Edelmetalls noch an der Rückkehr zu seiner Bestmarke hindert.

Bis 3.000 Dollar möglich


Wird die 1.800-Dollar-Hürde signifikant nach oben durchbrochen, dann winkt mittelfristig nicht nur das bisherige Allzeithoch bei 1.921 Dollar aus dem Jahr 2011, sondern vielmehr langfristig eine weitere Kletterpartie bis in die 3.000er-Region hinein. Dieses übergeordnete Kursziel lässt sich aus der oberen Parallele des beschriebenen Aufwärtstrends ableiten. Bleibt diese Primärlinie intakt, wird der Goldpreis in den nächsten Monaten über 1.800 Dollar steigen können. Dem sollte mit zeitlicher Verzögerung der Ausbruch auf das 2011er-Hoch folgen. Notierungen bis auf 3.000 Dollar wären dann auf Sicht der kommenden anderthalb bis zwei Jahre möglich.

Kurzfristig deutet sich noch eine Fortsetzung der Konsolidierung an. Solange die Bewegung über 1.550 Dollar verläuft, bleibt die Aussicht glänzend.

Investor-Info

Münzen und Barren
Wissenswertes


Für Anleger, die sich vor Extremrisiken schützen wollen, empfiehlt sich der Erwerb von physischem Gold. Münzen haben den Vorteil, dass sie besser als Zahlungsmittel geeignet sind. Barren sind dagegen preiswerter, weil aufwendige Prägearbeiten entfallen. Aus Kostengründen sollten die Münzen oder Barren möglichst schwer sein: Je geringer das Gewicht, desto höher der Aufschlag auf den Goldpreis pro Unze. Eine kleinere Stückelung erhöht dagegen die Flexibilität. Gegenüber anderen Edelmetallen wie Silber oder Platin hat Gold den Vorteil, dass beim Erwerb zu Anlagezwecken keine Umsatzsteuer anfällt. Bei der Veräußerung sind etwaige Gewinne steuerfrei, wenn der Kauf mehr als ein Jahr zurückliegt.

Verfügbarkeit
Verringertes Angebot


Im März und April ist es zu Engpässen bei der Verfügbarkeit von Münzen und Barren gekommen. Bedeutende Prägeanstalten standen infolge der Corona-Krise still, gleichzeitig war die Nachfrage besonders hoch. Das trieb die Preise von Münzen und Barren in die Höhe. Mittlerweile läuft der Betrieb in den Prägeanstalten wieder. "Vorerst ist bei den Produzenten keine Entspannung in Sicht, weil viel nachproduziert werden muss", berichtet Christian Brenner von Philoro Edelmetalle. "Die Lage bei den Aufgeldern hat sich aber beruhigt." Das Angebot ist indes noch nicht so breit wie vor einigen Monaten.

Erwerb
Seriöse Anbieter


Münzen und Barren sollten nur bei bekannten Edelmetallhändlern gekauft werden. Im jüngsten Vergleichstest von €uro am Sonntag erhielten die Anbieter Anlagegold24, ESG Edelmetall-Service, Philoro Edelmetalle und Pro Aurum besonders gute Noten. Bestellungen im Internet sind dort ebenso möglich wie der Kauf in der Filiale. Bis 2000 Euro erfolgt der Erwerb anonym.

Händler Telefon
Anlagegold24 08 00/200 07 70
ESG Edelmetall-Service 072 42/953 51 11
Philoro Edelmetalle 03 41/23 10 18 20
Pro Aurum 089/444 58 40

Stand: 06.05.2020; Quelle: Anbieter

Xetra-Gold
Präziser Verfolger


Möchte man lediglich das Depot breiter aufstellen und Gold beimischen, sind keine Münzen oder Barren erforderlich. Stattdessen empfiehlt sich der Kauf von Wertpapieren, die den Goldpreis abbilden. Gut geeignet sind ETCs (Exchange Traded Commodities): Inhaberschuldverschreibungen, für die der Anbieter physisches Gold hinterlegt. In anderen Ländern gibt es zusätzlich ETFs (Exchange Traded Funds), deren Wert sich ebenfalls parallel zum Goldpreis entwickelt. Sie dürfen in Deutschland aber nicht vertrieben werden, weil für Fonds ein Mindestmaß an Diversifikation gefordert wird, was bei einem einzigen Vermögensgegenstand nicht gewährleistet ist. Gängigster Gold-ETC hierzulande ist Xetra-Gold. Das Produkt verbrieft das Recht, sich das Edelmetall bei Bedarf ausliefern zu lassen. Deshalb ist es physischem Gold steuerlich gleichgestellt: Wer Xetra-Gold länger als ein Jahr besitzt, erhält etwaige Veräußerungsgewinne steuerfrei.

iShares Gold Producers
Schwungvolles Investment


Wer am Auf und Ab des Goldpreises partizipieren will, kann dies auch indirekt tun. Dazu können Anleger in Aktien von Minenunternehmen investieren. Deren Kurse bewegen sich oft in die gleiche Richtung wie die Notierung des Edelmetalls, allerdings sind die Ausschläge höher. Minenaktien ähneln demnach einem gehebelten Goldinvestment. Weil die Förderkosten im Regelfall bei weniger als 1000 Dollar pro Feinunze liegen, steigert jeder Dollar mehr beim Goldpreis unmittelbar den Unternehmensgewinn. Um die Volatilität zu verringern, sollten Anleger diesen Sektor nicht über Einzelaktien, sondern über einen Fonds ansteuern. Einen kostengünstigen Einstieg ermöglicht der iShares Gold Producers. Der ETF folgt einem Index, der die Aktien der 50 größten Goldminenunternehmen der Welt enthält. Die drei gewichtigsten Positionen - Newmont Mining, Barrick Gold und Franco Nevada - kommen zusammen auf einen Anteil von 36 Prozent.

Kurs: 50,36 €
ISIN: DE000A0S9GB0
Emittent: Deutsche Börse
Telefon: 069/21 11 16 70
Gebühr p. a. 0,36

Xtrackers Physical Silver ETC
Anlegerinteresse wächst


Das Gold-Silber-Verhältnis ist zurzeit ungewöhnlich hoch. Damit erscheint Silber günstig. In den vergangenen Wochen haben Anleger darauf reagiert und Anteile von Silber- ETFs gekauft. Erwartet wird, dass diese Nachfrage anhält und Schwächen aus der Industrie ausgleicht. Weil sich zudem der seit Jahren vorhandene Angebotsüberschuss 2020 halbieren soll, hat Silber Potenzial und könnte gegenüber Gold aufholen. Der Xtrackers-ETC folgt dem Preis des Edelmetalls.

Kurs: 133,02 €
ISIN: DE000A1E0HS6
Emittent: DB ETC
Telefon: 069/91082800
Gebühr p.a.: 0,40 %

Short-Mini-Future Palladium Überschuss erwartet


Palladium hat extreme Monate hinter sich. Das Metall, das in Katalysatoren von Benzinautos genutzt wird, war bis Ende Februar monatelang ohne Unterlass gestiegen. Dann folgten ein Einbruch und eine ebenso rasche Erholung. Seit Ende März geht es nun tendenziell abwärts. Nach ersten Prognosen könnte das Angebot auf dem Palladiummarkt in diesem Jahr höher sein als die Nachfrage. Keine guten Aussichten für das Edelmetall, weshalb Anleger auf fallende Preise setzen sollten.

Kurs: 14,28 €
ISIN: DE000GB2GY69
Emittent: Goldman Sachs
Telefon: 0800/6746367
Hebel: 1,2

WisdomTree Physical Platinum
Nachholbedarf vorhanden


Platin hat sich nach den Turbulenzen im März besser entwickelt als Palladium. Diese Erholung könnte sich fortsetzen. Das Metall war vor der Corona-Krise nur mäßig gelaufen und hat nun einen gewissen Nachholbedarf. Die Aussichten für die Automobilbranche, wo Platin zum Einsatz kommt, sind aktuell allerdings eher schlecht. Langfristig orientierte Anleger sollten dennoch auf einen steigenden Preis wetten. Wenn es zu Problemen im Hauptförderland Südafrika kommt, sind auch kurzfristige Spitzen möglich.

Kurs: 65,99 €
ISIN: DE000A0N62D7
Emittent: WisdomTree
Telefon: 0044/2074484330
Gebühr p.a.: 0,49 %