Der starke Anstieg bei Öl und Gas hat der Frage der Energiesicherheit eine neue Qualität verliehen. Diese 16 Aktien dürften davon überproportional profitieren.
Seit mehr als vier Wochen hält der amerikanisch-israelische Angriff auf den Iran und die damit einhergehenden Gegenattacken des Landes auf Ziele in der Region, inklusive der Sperrung der Straße von Hormus, nun an. Die Folgen sind weltweit in Form von erheblich gestiegenen Öl- und Gaspreisen spürbar. Analysten gehen derweil zunehmend davon aus, dass auch für den Rest des Jahres mit einem erhöhten Niveau zu rechnen ist. Im Mittel liegen die Prognosen aktuell bei 85 US-Dollar pro Barrel der Sorte Brent. In einzelnen Szenarien werden sogar 93 Dollar ausgerufen.
Der Konflikt hat damit auch ein Schlaglicht auf die nach wie vor hohe Abhängigkeit der Weltwirtschaft von fossilen Energieträgern gelegt. Rund um den Globus werden nun die Rufe lauter, stärker auf alternative Energiequellen wie Solar, Wind, aber auch Kernkraft zu setzen. So forderte beispielsweise EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen im März in einem Schreiben an die Mitgliedstaaten neue Anstrengungen, um „die Integration von kohlenstoffarmer, selbst erzeugter Energie zu beschleunigen“. Das Ziel müsse sein, die Anfälligkeit gegenüber Preisschocks bei Öl und Gas zu verringern. Für die EU ist es bereits das zweite Mal binnen vier Jahren, dass ihre Abhängigkeit von fossilen Energieträgern schonungslos offengelegt wird. Zuletzt war dies erst 2022 geschehen, als das billige Gas aus Russland nicht mehr floss.
Von der Leyen ist mit ihrem Appell aber keineswegs allein. Südkoreas Präsident Lee Jae-myung sagte Mitte März bei einer Kabinettssitzung, sein Land solle „diese Gelegenheit nutzen, um den Übergang zu erneuerbaren Energien schneller und in großem Umfang voranzutreiben“. In der Vorwoche hatten sich bereits die Wirtschaftsminister der Region bei einem Treffen der Association of Southeast Asian Nations darauf verständigt, stärker auf erneuerbare Energien zu setzen, um die eigene Energiesicherheit sowie die Widerstandsfähigkeit gegen steigende Öl- und Gaspreise zu erhöhen. Auch vom afrikanischen Kontinent werden Forderungen in diese Richtung laut, zuletzt durch Kenias Außenminister Musalia Mudavadi.
Der Krieg im Iran dürfte damit alternativen Energiequellen weiteren Vorschub leisten — auch mit Blick auf den ohnehin gestiegenen Bedarf durch den massiven Ausbau von Data-Center-Kapazitäten. Die Redaktion von BÖRSE ONLINE hat in der neuen Ausgabe insgesamt 16 Unternehmen aus den Bereichen Solar, Wind und Kernkraft sowie Netzbetreiber identifiziert, die in dieser Gesamtgemengelage besonders aussichtsreich positioniert sind und bei denen Anlegern entsprechende elektrisierende Kurschancen winken.
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