Hoffnung auf Happy End in Hellas - Dax über 11.000
· Börse Online Redaktion
"Wir waren schon immer der Ansicht, dass eine Lösung gefunden wird", sagte Analyst Takis Christodoulopoulos vom Vermögensverwalter Toscafund. Das Problem sei offenbar ein Wortlaut für die Vereinbarung, der beide Seiten das Gesicht wahren lässt. Die Athener Regierung und die internationalen Geldgeber beteuerten am Freitag ihren Willen zu einer baldigen Einigung.
Denn Griechenland läuft die Zeit davon: Spätestens am kommenden Montag muss das Land die Verlängerung des Ende Februar auslaufenden Hilfsprogramms beantragen. Sonst droht die Staatspleite und der "Grexit" - das Ausscheiden des Landes aus der Euro-Zone. "Montag ist aber nicht das Ende der Fahnenstange", betonte Analyst Jan von Gerich von der Nordea Bank. "Die Verhandlungen werden sicher weitergehen, so lange es Hoffnung auf eine Einigung gibt."
DAX-ANLEGER SEIT JAHRESBEGINN IM HÖHENRAUSCH
Seit Jahresbeginn hat der Dax rund zwölf Prozent zugelegt und steuert damit auf den stärksten Jahresauftakt seiner Geschichte zu. Getrieben wird diese Rally vor allem vom sogenannten Quantitative Easing (QE) der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie will mit Anleihekäufen im Volumen von rund einer Billion Euro die schwächelnde Konjunktur der Euro-Zone ankurbeln und die drohende Deflation, eine Spirale fallender Preise und rückläufiger Investitionen, abwenden.
Darüber hinaus schürt die Einigung auf eine Waffenruhe in der Ukraine Hoffnung auf ein baldiges Ende der Sanktionen gegen Russland. Dies und der erneute Anstieg des wichtigen Exportguts Rohöl hievte den russischen Leitindex RTS zeitweise auf ein Zweieinhalb-Monats-Hoch. Der Rubel legte ebenfalls zu. Der Preis für die weltweit richtungsweisende Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee stieg wegen Spekulationen auf rückläufige Fördermengen um bis zu 4,2 Prozent und lag mit 61,77 Dollar je Barrel (159 Liter) so hoch wie noch nie im laufenden Jahr.
COMMERZBANK AUF ERHOLUNGSKURS
Bei den Unternehmen gehörten die Finanzwerte, die üblicherweise besonders sensibel auf Nachrichten rund um die Schuldenkrise reagieren, zu den Favoriten. Die französische Societe Generale (SocGen), die italienische Unicredit und die spanische BBVA lagen mit Kursgewinnen zwischen 3,1 und 4,1 Prozent auf den vorderen Plätzen des EuroStoxx50. Die Commerzbank und Deutsche Bank schlossen jeweils rund drei Prozent fester. Der Index für die Banken der Euro-Zone gewann 3,2 Prozent.
ThyssenKrupp rutschten dagegen nach Vorlage der Bilanz um 2,6 Prozent ab. Analyst Seth Rosenfeld von der Investmentbank Jefferies verwies auf den Rückgang der frei verfügbaren Barmittel um 651 Millionen Euro. Außerdem hätten einige Anleger auf eine Anhebung der Ergebnisziele gehofft.
An der Wall Street gaben Kraft sogar bis zu 4,1 Prozent nach. Der Anbieter von "Philadelphia"-Frischkäse und anderen Lebensmitteln baut nach einem Quartalsverlust das Management um.
Buchtipp: Magier der Märkte: Die nächste Generation
Die legendäre „Market Wizards“-Reihe kehrt zurück und richtet den Fokus auf eine neue Generation von Ausnahme-Tradern. Jack D. Schwager, die Legende in Sachen Trading-Interviews, entschlüsselt zusammen mit seinem Co-Autor George Coyle die Geheimnisse der Akteure, die in den komplexen Märkten der Gegenwart astronomische Renditen erzielen. Vom ehemaligen Sicherheitsdienst-Mitarbeiter, der 5.000 Dollar in über 100 Millionen verwandelte, bis hin zu algorithmischen Strategen – dieses Buch zeigt, dass Erfolg an der Börse kein Zufall, sondern das Ergebnis von Methode und mentaler Stärke ist. Es liefert tiefe Einblicke in individuelle Handelsstrategien, hocheffizientes Risikomanagement und die unverzichtbare psychologische Disziplin. Genau das Richtige für alle, die das Handwerk des Tradings von den Besten der Welt lernen wollen.
Autoren: Schwager, Jack D.
Coyle, George F.
Seitenanzahl: 496
Erscheinungstermin: 17.09.2026
Format: Klappenbroschur
ISBN: 978-3-68932-118-5