Diese Aktie für die Ewigkeit bricht am Mittwoch um satte 10 Prozent ein und verkündet für Anleger auch noch echte Horrornachrichten zur sehr wichtigen Dividendenzahlung.

Dem Alkoholsektor geht es aktuell sehr schlecht, denn die Absätze brechen immer weiter ein. Die Katerstimmung scheint sich aber noch weiter zuzuspitzen, wie aktuelle Zahlen des britischen Schnaps- und Guinness-Herstellers Diageo zeigen.

Horrornachricht bei dieser Aktie für die Ewigkeit

Denn der Konzern leidet noch stärker unter einer schwachen Nachfrage in China und den USA. Unter seinem neuen Chef Dave Lewis strich das Management die Erwartungen an das neue Geschäftsjahr bis Ende Juni ein weiteres Mal zusammen. Der Umsatz dürfte auf vergleichbarer Basis um zwei bis drei Prozent sinken, teilte der Spirituosenkonzern mit Marken wie Johnnie Walker am Mittwoch in London mit.

Bisher hatte die Konzernspitze noch eine Stagnation für möglich gehalten. Um die Bilanz zu stärken, streicht der Verwaltungsrat die Ausschüttungen an die Aktionäre zusammen. Das kam an der Börse nicht gut an. Die Aktie verlor im frühen Handel um rund 6 Prozent; damit gerät die jüngste Erholung vom Mehrjahrestief Anfang des Jahres ins Wanken.

Die Dividende solle auf ein angemesseneres Niveau sinken, hieß es zur Begründung. Künftig sollen 30 bis 50 Prozent des Gewinns ausgeschüttet werden. Zudem soll es pro Jahr mindestens 50 Cent je Aktie als Dividende geben. Für das abgelaufene erste Geschäftshalbjahr bis Ende Dezember gibt es 20 Cent nach 40,5 Cent für die erste Hälfte des vorangegangenen Geschäftsjahrs.

In den Monaten Juli bis Dezember 2025 ging Diageos Umsatz auf vergleichbarer Basis um fast drei Prozent auf knapp 10,5 Milliarden US-Dollar (8,9 Mrd Euro) zurück. Eine starke Entwicklung in Europa, Lateinamerika mit der Karibik und in Afrika sei von einer schwächeren Entwicklung in Nordamerika und einer anhaltenden Schwäche in China aufgezehrt worden, sagte Konzernchef Lewis.

Der operative Gewinn sank vor Sondereffekten ebenfalls um fast drei Prozent auf knapp 3,3 Milliarden Dollar. Der Überschuss legte hingegen um knapp zwei Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar zu. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management vor Sondereffekten mindestens einen operativen Gewinn auf Vorjahresniveau.

Was sollten Anleger jetzt tun?

Schlechte Nachrichten für Diageo-Papiere, die als Aktie für die Ewigkeit gelten. Für Anleger definitiv ein harter Nackenschlag nach einigen Jahren der schwachen Performance.

In dieser angespannten Situation sollten Investoren abwarten, ob die Papiere den bisherigen Boden bei 1574 Pence halten können, der über die vergangenen Monate ausgebildet wurde und vermutlich nochmals getestet wird. Zuvor ist Zurückhaltung geboten.

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Diageo (WKN: 851247)

Enthält Material von dpa-AFX

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