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Impfstoffe: Welche Aktien Potenzial haben, was Anleger wissen müssen

Impfstoffe: Welche Aktien Potenzial haben, was Anleger wissen müssen
10.06.2019 07:00:00

Die Diskussion um Masern und Impfpflicht rückt auch Impfstoffhersteller in den Fokus. Was Anleger ­wissen müssen, welche Titel Potenzial haben. Von Julia Groß, Euro am Sonntag

Kontrolle vor dem Schuleingang: Ende März überprüfte das Gesundheitsamt an der Dahlmannschule in Bad Segeberg die Impfpässe von über 700 Schülern und Lehrern. Wer keine zwei ­Masernimpfungen nachweisen konnte, musste wieder nach Hause gehen. Auf diese Weise hofften die Verantwortlichen nach einem Krankheitsfall die Ausbreitung der extrem ansteckenden Viren zu verhindern.

341 Masernerkrankungen hat das ­Robert-Koch-Institut im laufenden Jahr bereits registriert, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es lediglich 156. Aufgrund der Häufung der Fälle will Gesundheitsminister Jens Spahn sogar die Einführung einer Impfpflicht prüfen. Deutschland steht mit dem Anstieg nicht allein: Die USA ächzen unter mehr als 700 Masernfällen, so viele wie seit 1994 nicht mehr. Die Stadt New York reagiert inzwischen mit Strafbefehlen von bis zu 1.000 Dollar, wenn Bürger mit Infizierten in Kontakt gekommen sind und sich nicht impfen lassen.

Ungeliebte Sparte


Auch weltweit zeigt die Kurve der Fallzahlen aktuell steil nach oben. Die Gründe: Häufig gibt es Impflücken, weil zum Beispiel die zweite Masernimpfung vergessen wurde oder bei heute Erwachsenen noch nicht vorgesehen war. Aber natürlich spielt auch die Impfskepsis vieler Eltern eine wichtige Rolle.

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Ein beliebtes Argument der Impfgegner: Von vielen Impfempfehlungen profitiere nur die Pharmaindustrie. Tatsächlich handelt es sich in der Branche um ein eher ungeliebtes Geschäft. "Die Kosten für das Testen und Herstellen vieler Impfstoffe wird durch die begrenzte Nachfrage nicht getragen", erklärte Novartis-CEO Vas Narasimhan erst vergangene Woche in Washington.

Denn die Entwicklung von Impfstoffen ist aufwendig. Da sie gesunden Menschen verabreicht werden, sind die Anforderungen an Sicherheit und Wirksamkeit besonders hoch. Teilweise ist die Produktion kostspielig. Krankenkassen drücken die Preise. Im Vergleich etwa zu Krebsmedikamenten bedeutet das viel geringere Margen.

Doch es gibt Ausnahmen. Mit Innovationen lässt sich auch in diesem Feld sehr gut Geld verdienen. Ein Musterbeispiel, das dem ganzen Sektor neuen Schwung brachte, ist die HPV-Impfung. Die Vakzine gegen humane Papillom­viren kann die Entstehung bestimmter Krebsarten verhindern und war damit bei der Zulassung 2006 die erste und bisher einzige Impfung gegen Krebs. Das schlägt sich auch im Preis von rund 150 Euro pro Einzeldosis nieder. Heute macht der amerikanische Pharmariese Merck & Co. mit dem Impfstoff Gardasil einen Umsatz von 3,1 Milliarden Dollar pro Jahr, und die Einnahmen wachsen dank der Einführung in Schwellenländern und der Ausweitung der Impfempfehlungen weiterhin stark.

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