Hintergrund der Turbulenzen ist, dass die Schweizer Regierung Anfang Juli den Handel mit Schweizer Aktien über offizielle Börsen in der EU verboten hat. Zuvor hatte es Streit mit der EU über Börsenfragen gegeben. Das betrifft manche sehr beliebte Werte, beispielsweise die Stoxx-50-Mitglieder Nestlé und Novartis.

Einige Direktbanken umgehen seitdem dieses Hindernis, indem sie den Handel über außerbörsliche Plattformen stattfinden lassen. Bei Comdirect handelt es sich um die Commerzbank und Lang & Schwarz, bei der Consorsbank um Lang & Schwarz und die Baader Bank. Ausgerechnet Marktführer ING offerierte bislang keine solche Plattform.

Das hat sich nun geändert, wie eine ING-Sprechern mitteilt. Ab sofort seien die meisten Schweizer Aktien über die Commerzbank handelbar. Wie bei anderen Konkurrenten auch, seien allerdings "wenige eidgenössische Wertpapiere sowie Sparpläne weiterhin vom Handel ausgeschlossen".