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Init-Aktie und Mologen: Gerüchte, Spekulationen, Fakten

Init-Aktie und Mologen: Gerüchte, Spekulationen, Fakten

WKN: A2LQ90 ISIN: DE000A2LQ900 MOLOGEN AG

2,70 EUR
-0,03 EUR -1,10 %
22.05.2019 - 10:02
07.03.2019 19:00:00

Mit seinen vorläufigen Zahlen hat Init enttäuscht. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) verfehlte mit 6,8 Millionen Euro die Zielspanne von zehn bis zwölf Millionen Euro. Von Peer Leugermann, Euro am Sonntag




Als Ursache für den Ebit-Rückgang nennt der Spezialist für Ticket-Lösungen im Nahverkehr einmalige, nicht liquiditätswirksame Abschreibungen auf eine US-Beteiligung sowie Mehrarbeiten für neu entwickelte Ticket-Lösungen. Obwohl die Firma laut eigener Aussage ohne die Extra-Belastungen seine Ebit-Zielspanne 2018 geschafft hätte, dürfte das ursprünglich angepeilte Ebit-Niveau 2019 nicht erreicht werden.



Zwar sollen Umsatz und Ergebnis deutlich steigen, doch das meiste Geld verdient Init erst, wenn mit der eigentlichen Ausrüstung der Fahrzeuge begonnen und damit hohe Stückzahlen ausgeliefert werden. Angesichts eines um fast 15 Prozent gestiegenen Auftragseingangs aber wird Init die Arbeit nicht ausgehen. Die Profita­bilitäts-Kerbe auszugleichen scheint so mit der Zeit durchaus möglich, weshalb sich der Wert eher für langfristige Investoren eignet.


Der Machtkampf bei Mologen hat ein neues Kapitel. Am 26. Februar sollte eine außerordentliche Hauptversammlung stattfinden, die von der Aktionärin Deutsche Balaton verlangt wurde. Der Vorstand folgte zunächst dem Verlangen. Ziel von Deutsche Balaton war es, dem Aufsichtsratsvorsitzenden Oliver Krautscheid und dem Finanzvorstand Walter Miller das Vertrauen zu entziehen.

Grund: Die Mologen-Aktie ist seit Krautscheids Aufsichtsratstätigkeit im Sommer 2014 von gut zehn Euro auf unter einen Euro eingebrochen, nur ein Kapitalschnitt im Verhältnis 1:5 beendete das Pennystock-Dasein des Biopharma-Unternehmens. Die HV aber sagte der Vorstand vergangenen Sonntag, nur zwei Tage vor der Versammlung, ab und verschob die Sitzung. Grund: Die Global De­rivative Trading GmbH (GDT), die mehr als 20 Prozent des Grundkapitals hält, habe dies beantragt. Angesichts der Auseinandersetzung, der lange in Aussicht gestellten, aber kaum gelieferten Forschungserfolge sowie des Kursabsturzes lassen Anleger die Finger von der Aktie.



Bildquelle: Pawel Kopczynski/Reuters

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