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Jason Karp: Spectrum Brands Holdings-Aktie - Fusion als Schmetterball

Jason Karp: Spectrum Brands Holdings-Aktie - Fusion als Schmetterball
18.06.2017 13:00:00

Während seiner Studienzeit galt Jason Karp als einer der besten Squashspieler an der Uni. Ausdauer, Schnelligkeit sowie die Fähigkeit zu antizipieren, wohin der Ball fliegen könnte, zahlen sich für ihn auch in der Investmentbranche aus. Karp arbeitet seit 2013 mit der Investmentboutique Tourbillon Capital auf eigene Rechnung. Mit Erfolg. Relativ schnell konnte die Firma das Anfangskapital von umgerechnet 200 Millionen Euro auf mehr als drei Milliarden ausbauen. Von Jörg Lang



Und Squashspieler Karp erkennt schnell, wenn ein Ball geflogen kommt, der zum Schmettern einlädt. So eine Gelegenheit scheint die Aktie von Spectrum Brands Holdings zu sein. Der Investor hat sich in einem Brief an den Verwaltungsrat gewandt. Die Aktie, schreibt Karp, könnte erheblich gewinnen, wenn das Unternehmen mit der Beteiligungsfirma HRG Group fusionieren würde. Eine Transaktion zu fairen Bedingungen könnte den Wert um bis zu 90 Prozent anheben.



Spectrum Brands ist eine Konsumgüterfirma mit breiter Produktpalette. Unter einem Dach sind Marken wie beispielsweise Black & Decker, Varta oder Remington verpackt. Das Unternehmen setzt rund fünf Milliarden Dollar um, erwirtschaftete 2016 ein Betriebsergebnis von 640 Dollar und wird an der Börse mit umgerechnet 7,2 Milliarden Euro bewertet.


Umtauschverhältnis entscheidet



Der zweite Protagonist, die HRG Group, hat gerade die Beteiligung am Lebensversicherer Fidelity & Guaranty Life für 1,8 Milliarden US-Dollar verkauft. Was der Holding bleibt, ist ein Anteil von rund 58 Prozent an Spectrum Brands. Karp schlägt vor, dass sich beide Firmen zusammenschließen. Bei so einer Transaktion, die offenbar hinter den Kulissen diskutiert wird, bietet Spectrum eigene Aktien für Anteile der HRG Group. Dabei würde ein Teil der von HRG gehaltenen Spectrum-Aktien untergehen. Das hätte einen sofortigen Anstieg des Gewinns pro Aktie zur Folge. Angenehmer Nebeneffekt wäre zudem: Der Streubesitz würde sich erhöhen, was günstig für Index-berechnungen wäre. Spannend dabei ist, dass wegen eines großen Interessenkonflikts die freien Aktionäre mehrheitlich zustimmen müssten. "Spectrum könnte sein Geschäft allein weiterentwickeln und braucht den Deal nicht", kalkuliert Karp.

Anders sei das bei der HRG Group. In deren Börsenwert sei eine Prämie für Spectrum enthalten. Käme der Deal nicht, könnte die Aktie 30 Prozent verlieren. Das muss sich im Umtauschverhältnis widerspiegeln. Karp würde ein Umtauschverhältnis ablehnen, das höher ist als 0,123 Spectrum-Aktien: "Ich denke auch, dass das andere Anteilseigner ebenso sehen." Setzt sich Karps Meinung durch, hat die Aktie sicherlich Potenzial. Dafür sorgt allein die Aktienverdichtung, die eine Gewinnsteigerung pro Aktie von einem Drittel bringen würde.


Bildquelle: BÖRSE ONLINE

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