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John Malone - Liberty Latin America & the Caribbean Group-Aktie: Cable & Wireless zum Zweiten

John Malone - Liberty Latin America & the Caribbean Group-Aktie:  Cable & Wireless zum Zweiten
21.10.2017 18:30:00

Es hat sich in der Vergangenheit ausgezahlt, im Windschatten von Medienunternehmer John Malone zu bleiben. Durch geschickte Deals hat er mit der Liberty-Gruppe ein Telekom- und Kabel-imperium aufgebaut. Auch in dieser Rubrik hatten wir über seinen Einstieg bei der vor allem in der Karibik und Südamerika aktiven Cable & Wireless schon vor einigen Jahren in Ausgabe 07/2015 berichtet. Von Jörg Lang



Und das hat sich gelohnt. Am Ende wurde Cable & Wireless übernommen, Malone legte das Unternehmen mit anderen Aktivitäten in der Region zusammen.



Ein Markenzeichen des Investors ist, dass er es versteht, den Holding-Abschlag mit Abspaltungen zu umgehen. So brachte Malone beispielsweise den Tracking Stock Liberty Media Braves Group an die Börse. Das Wertpapier entspricht dem ökonomischen Wert des Baseball-Clubs Atlanta Braves. Seit dem Listing legte der Wert um gut die Hälfte zu. Die gleiche Strategie wählte er auch bei den ehemaligen Aktivitäten um Cable & Wireless.


Die wurden 2015 mit drei Gattungen als Tracking Stock unter dem Namen LiLAC an die Börse gebracht. Der Name steht für Liberty Latin America & the Caribbean Group. LiLAC war allerdings bislang kein Erfolg. Gemessen an den Spitzenkursen zum Listing hat sich der Wert mehr als halbiert. Für mutige Anleger bietet das aktuell niedrige Kursniveau sicherlich eine gute Gelegenheit. Dass hier mehr drin ist, wird dadurch belegt, dass der 74-jährige Entrepreneur im Juli selbst Aktien im Gegenwert von mehr als 20 Millionen Dollar gekauft hat.

Kursrückgang zum Einstieg nutzen

Der Telekom- und Kabelmarkt in Lateinamerika ist zersplittert. LiLAC ist in rund 20 Märkten vertreten. Insgesamt hat das Unternehmen zehn Millionen vertraglich gebundene Kunden. Durch die Eingliederung von Cable & Wireless kam eines der größten Glasfasernetze in der Region hinzu, und das Angebot an größeren Bandbreiten wird dafür sorgen, dass der Kundenstamm wächst.

Das Unternehmen wird in diesem Jahr mehr als 3,5 Milliarden Dollar erlösen und einen Cashflow von gut 1,3 Milliarden Dollar erwirtschaften. Dieses Geld dient zum Schuldenabbau. Die Firma hat auch damit begonnen, eigene Aktien zurückzukaufen. Dafür stehen 240 Millionen Dollar bereit. Wachsende Cashflows sowie eine sinkende Aktienanzahl können dem Aktienkurs einen Schub geben.

Ein weiterer Katalysator ist die komplette Abspaltung von LiLAC. Als Tracking Stock haben die Anteilseigner keinen Zugriff auf das Vermögen. Gegen Jahresende will Malone nun die komplette Abspaltung durchführen. Institutionelle dürften dann mehr Aktien nachfragen. Zudem könnte Malone die Firma auch verkaufen. Die Aktie wird in Deutschland gehandelt. Der Wert ist allerdings nicht liquide, Aufträge müssen limitiert werden.


Bildquelle: Jim Urquhart/Reuters, BÖRSE ONLINE

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