Man habe die teilweise erheblichen Preissteigerungen für Material durch höhere Verkaufspreise und Effizienzmaßnahmen mehr als wettgemacht, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Stillstände in der Produktion seien "bisher weitgehend erfolgreich vermieden" worden. Der Umsatz werde mit 4,0 bis 4,2 Milliarden Euro deshalb wie geplant ausfallen, der Auftragseingang mit 4,6 bis 4,8 Milliarden Euro im Schnitt um 300 Millionen höher als bisher gedacht.

Damit dürfte auch die Umsatzrendite vor Steuern mit 8,1 bis 8,5 Prozent deutlich besser ausfallen als bisher gedacht (7,0 bis 7,9 Prozent). Die optimistischeren Erwartungen trieben die im Nebenwerteindex MDax notierte Jungheinrich-Aktie um sieben Prozent auf 43,44 Euro nach oben.

In den ersten neun Monaten stieg der Umsatz um elf Prozent auf 3,02 Milliarden Euro, das Ergebnis vor Steuern verdoppelte sich fast auf 250 (2020: 134) Millionen Euro. Damit schnellte die operative Umsatzrendite auf 8,3 (4,9) Prozent. Der Auftragseingang lag mit 3,58 Milliarden Euro sogar um 31 Prozent über Vorjahr. Die neue Prognose gelte aber nur, wenn es vor dem Jahresende nicht doch noch zu Materialengpässen vor allem bei Elektronik komme. "Die Maßnahmen zur Sicherstellung der Lieferfähigkeit werden uneingeschränkt fortgesetzt", betonte das Unternehmen. Auszuschließen seien Produktionsausfälle nicht.

rtr