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Kraft Heinz wird für Buffett zum Albtraum: Aktie verliert, Anleihe droht jetzt Schrott-Status

Kraft Heinz wird für Buffett zum Albtraum: Aktie verliert, Anleihe droht jetzt Schrott-Status
17.08.2019 08:30:00

US-Starinvestor Warren Buffett hat mit der Aktie von Kraft Heinz viel Geld verloren. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Von Matthias Fischer

US-Starinvestor Warren Buffet hat viele gute Investitionen gemacht. Aber der im Jahr 2015 von ihm eingefädelte Zusammenschluss zwischen dem Lebensmittelriesen Kraft und dem Ketchupgiganten Heinz wird für ihn immer zu einem Albtraum: Kürzlich hat der Konzern mit Sitz in Chicago und in Pittsburgh seine Zahlen für das erste Halbjahr veröffentlich - und die sind erneut nicht gut gewesen: Der Konzern muss 1,2 Milliarden US-Dollar an Wert berichtigen, der Umsatz ist gesunken, der Gewinn um die Hälfte eingebrochen und die Dividende soll gekürzt werden.

Zudem wirkt Unternehmenschef Miguel Patricio nicht unbedingt so, als ob er einen Plan hätte, wie er den Konzern wieder in bessere Zeiten führen kann: "Wir haben erhebliche Arbeit vor uns, um unsere strategischen Prioritäten festzulegen und die Richtung unseres Geschäfts zu verändern", zitiert ihn die "Börsen-Zeitung. In der Folge der schlechten Nachrichten verlor die Aktie massiv an Wert und sank auf ein Allzeittief. Das kommt Warren Buffett teuer zu stehen: Seine Investment-Gesellschaft Berkshire Hathaway hält 27 Prozent an dem Lebensmittelkonzern. Ende des zweiten Quartals bezifferte die Holding den Wert mit 13,5 Milliarden Dollar. Nach der jüngsten Talfahrt der Aktie ist der Anteil jetzt noch 8,5 Milliarden Dollar wert. Damit hat Buffett innerhalb von sechs Wochen fünf Milliarden Dollar mit Kraft Heinz eingebüßt, pro Tag also rund 120 Millionen Dollar.

Und auch die Ratingagenturen werden zunehmend unruhig: So hat Fitch den Ausblick für sein Rating auf "negativ" gestellt und begründet den Schritt unter andemen mit der Unsicherheit über die künftige Strategie des Unternehmens sowie der hohen Verschuldung. Eine Herabstufung würde den Konzern aber arg treffen, weil das Ratiung schon jetzt mit "BBB-" am untersten Ende des erstklassigen Investment Grade-Bereichs ist. Mit einer Herabstufung würde Kraft Heinz in den zweitklassigen Junk Bond -Bereich rutschen. Das würde den schuldengeplagten Konzern zusätzlich belasten, weil er dann für seine Schulden höhere Zinsen zahlen müsste.

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Bildquelle: Francis Joseph Dean/Deanpictures/123RF

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