Die türkische Währung steht seit Wochen unter Druck, seit Jahresanfang verlor sie zum Dollar fast 40 Prozent an Wert. Um die Liquidität der Banken zu sichern, hat die Notenbank Mitte August die Geldschleusen geöffnet und den Instituten eine ausreichende Liquiditätsversorgung zugesichert. Ab Mittwoch soll nun eine neue Grenze für Übernachtkredite gelten, die doppelt so hoch ist wie vor dem 13. August, als die Notfallmaßnahmen in Kraft gesetzt wurden, wie die Notenbank mitteilte.

Einer der Gründe für den Lira-Verfall ist ein Streit zwischen den Regierungen in Ankara und Washington, der wegen der Inhaftierung eines US-Pastors in der Türkei vor ein paar Wochen eskaliert war. Die USA setzten daraufhin Sanktionen gegen die Türkei und höhere Zölle für bestimmte Waren in Kraft.

rtr