* VOLKSWAGEN : Die lange erwartete Einigung mit der US-Justiz im Dieselskandal kostet rund vier Milliarden Euro. VW bekannte sich der Vereinbarung zufolge schuldig, mit Abgasangaben Behörden und Kunden betrogen, Umweltrecht verletzt und die Justiz behindert zu haben. Doch verantwortlich gemacht dafür werden Manager unterhalb des Konzernvorstands. Das Justizministerium klagte fünf weitere hochrangige Führungskräfte neben dem bereits inhaftierten früheren VW-Umweltmanager in den USA wegen Betruges an. Die fünf sollen sich in Deutschland aufhalten. Es handelt sich um einen ehemaligen VW-Entwicklungschef, zwei leitende Motorenentwickler und zwei Qualitätsmanager.

* KONJUNKTUR/BIP: Trotz Brexit-Schock und schwacher Weltkonjunktur ist die deutsche Wirtschaft 2016 voraussichtlich so kräftig gewachsen wie seit fünf Jahren nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte um 1,8 Prozent zugelegt haben, sagen von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen voraus. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht die offiziellen Daten dazu heute. 2015 war Europas größte Volkswirtschaft um 1,7 Prozent gewachsen, 2014 um 1,6 Prozent.

* TRUMP: Der künftige US-Präsident hat sich vehement gegen Berichte über angebliche kompromittierende Dossiers über ihn zur Wehr gesetzt und den eigenen Geheimdiensten Nazi-Methoden vorgeworfen. "Es ist schändlich, schändlich, dass die Geheimdienste es zugelassen haben, dass unwahre und gefälschte Informationen nach draußen gelangen", sagte er bei einer Pressekonferenz in New York. Unternehmen, die Arbeitsplätze ins Ausland verlagern, drohte er mit einer hohen Strafsteuer. Mit dem Bau einer Mauer zu Mexiko wolle er nicht warten, bis Verhandlungen mit dem Nachbarland darüber abgeschlossen seien. Trump kündigte an, sein gesamtes Firmenimperium unter die Kontrolle seiner Söhne zu stellen, um Interessenkonflikte als Präsident zu vermeiden.

* BAYER /MONSANTO : Die Chefs von Bayer und Monsanto haben einem Medienbericht zufolge mit Trump über ihre Fusionspläne gesprochen. Der TV-Sender Fox Business Network berichtete unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, bei dem Treffen in New York hätten die Manager damit geworben, dass das 66 Milliarden Dollar schwere Vorhaben Arbeitsplätze in den USA schaffen werde.

* DEUTSCHE BÖRSE /LSE : Der geplante Zusammenschluss der Deutschen Börse mit der LSE könnte eine Prüfung durch die EZB erforderlich machen, wie EZB-Chef Draghi in einem Schreiben an ein Mitglied des EU-Parlaments deutlich machte. Er verwies darauf, dass Töchter beider Konzerne Banklizenzen hätten.

* BREXIT: Die britische Finanzbranche hat ihre Bemühungen aufgegeben, nach dem Brexit einen vollständigen Zugang zur EU zu behalten. Stattdessen streben die Banken und Versicherer Großbritanniens nun eine Handelsvereinbarung an, die einige Finanzprodukte ausschließen könnte, wie aus einem Dokument der Interessenvereinigung CityUK hervorgeht.

* FIAT CHRYSLER ist Insidern zufolge zuversichtlich, seine erhöhten Gewinnziele für 2018 zu erreichen. Konzernchef Marchionne sehe die Chance hierfür bei über 50 Prozent, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

* FACEBOOK : Nach massiver Kritik wegen Verbreitung gefälschter Nachrichten über Facebook will die Konzernführung Abhilfe schaffen. Das weltweit größte soziale Netzwerk stellte ein Projekt vor, das Nutzern helfen soll, sogenannte Fake News zu erkennen. Dazu ist eine vertiefte Kooperation mit Nachrichtenanbietern geplant.

rtr