Der weltgrößte Lebensmittelhersteller wuchs im ersten Quartal aus eigener Kraft um 7,7 Prozent. Das organische Wachstum, gerechnet ohne Wechselkurseffekte und Zu-und Verkäufe, setzt sich aus einer Mengensteigerung von 6,4 Prozent und Preiserhöhungen von 1,2 Prozent zusammen. Damit haben die Schweizer das Tempo deutlich erhöht. Im letzten Quartal 2020 betrug das Plus 3,9 Prozent. Stärkster Treiber war im Auftaktquartal das Kaffeegeschäft. Alleine die Marke Nespresso, seit diesem Jahr erstmals als eigenständiges Segment ausgewiesen, beschleunigte das organische Wachstum von sieben Prozent in 2020 auf nun 17,1 Prozent. Dazu haben auch die starken Marken Nescafé und Starbucks beigetragen.

Mit dem überraschend guten Start hat Nestle die Analystenschätzungen übertrumpft. Die Branchenbeobachter hatten im Schnitt nicht einmal halb so viel Erlöszuwachs erwartet. Für das Gesamtjahr bekräftigte Nestlé sein Ziel, den Vorjahreswert von 3,6 Prozent zu toppen. Auf längere Sicht peilt Nestle ein Wachstum im mittleren einstelligen Bereich an. Dies entspricht einem Wachstum von 4 bis 6 Prozent.

Nestlé stellt für das Gesamtjahr auch weitere Verbesserungen beim Gewinn in Aussicht. So soll sich die bereinigte operative Ergebnismarge kontinuierlich moderat verbessern und sowohl der bereinigte Gewinn je Aktie zu konstanten Wechselkursen als auch die Kapitaleffizienz steigen. Erreicht werden diese Ziele über die laufende Umstrukturierung. Zuletzt haben die Schweizer das Wassergeschäft in Nordamerika versilbert. Zugekauft wird was sich mehr rentiert. Dazu zählt der jüngste Deal, der Kauf der Premiumwassermarke Essentia, einem Hersteller von ionisiertem, alkalischen Wasser, von der sich Nestle gute Margen erhofft.

Sowohl Zahlen, als auch Ausblick kamen an der Börse gut an. Der Aktienkurs legte im Tagesverlauf um gut drei Prozent zu und steht nun an einem hartnäckigen Widerstand bei 110 Franken. Die Aktie gilt, auch wegen der verlässlichen Dividende, als Basisinvestment.

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