ProSieben-Sat.1: Werbung war gestern, die Zukunft ist digital

Es kam zwar nicht völlig überraschend und doch zeigt es, auf welchem dynamischen Wachstumskurs sich ProSieben-Sat.1 derzeit befindet. Die Rede ist von der Anhebung der mittelfristigen Ziele des Fernsehsenders. Umsatz und Gewinn sollen bis zum Jahr 2018 deutlich stärker steigen, als bisher veranschlagt. Die Erlöse werden bei 4,2 anstatt 3,4 Milliarden Euro erwartet. Beim Betriebsgewinn satteln die Münchner noch 100 Millionen auf 1,1 Milliarden Euro drauf. Daneben möchte das Medienunternehmen 2018 nur noch jeden zweiten Euro mit Fernsehwerbung erlösen. Unabhängiger von den schwankenden Reklamebudgets machen den Konzern die schnell wachsenden Geschäfte im Onlinehandel und bei der Produktion von Sendungen. Aufgrund der guten operativen Aussichten bekräftigen wir unsere Kaufempfehlung für die Aktie. Zudem gilt ProSieben-Sat.1 weiterhin als heißer Anwärter für einen DAX-Aufstieg.

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Zalando: Einstiegschance beim Internetmodekonzern

Der Onlinemodekonzern hat Zahlen zum dritten Quartal gemeldet. Der Umsatz legte um über 40 Prozent zu. Weil Zalando aber einen Verlust verzeichnen musste, korrigierte die Aktie. Das bietet eine Einstiegsgelegenheit bei dem Wachstumswert. Alle Internetgeschäftsmodelle, vor allem diejenigen, die sich auf Handel spezialisiert haben, zielen erst einmal auf Marktwachstum ab. Das ist auch bei Zalando der Fall. Das Unternehmen will sich in Europa ausbreiten. Die hohen Zuwachsraten belegen, dass noch reichlich Potenzial vorhanden ist. Dass dabei die Erträge erst einmal auf der Strecke bleiben, ist nicht besorgniserregend. Insbesondere auch deshalb nicht, weil der Modekonzern mit geringeren Investitionen in das Marktwachstum sofort sehr profitabel ist und über ein dickes Liquiditätspolster verfügt. Wir rechnen damit, dass Zalando seine Profitabilität im vierten Quartal zeigen wird und die Aktie neue Höhen erreicht.

LA





Zeal Network: Eine Aktie für Dividendenjäger

Zeal Network musste im September die Gewinnprognose senken, weil ein Lottojackpot ausgezahlt werden musste. Die Aktie des britischen Anbieters von Internetlotto korrigiert deshalb. Bei 40 Euro sollte sie einen Boden finden. Die Gesellschaft, die früher unter Tipp24 firmierte, wird immer wieder hohe Gewinne an ihre Spieler auszahlen müssen. Die Statistik besagt aber auch, dass der Löwenanteil der Spielgelder im Unternehmen bleibt. Dabei hilft auch die britische Steuergesetzgebung. Die befreit das Unternehmen für deutsche Spieler von der Glücksspielsteuer. Weil die Onlinedurchdringung noch gering ist und Zeal Network seinen Nutzern immer neue Spiele anbietet, dürfte das Geschäftsvolumen weiter wachsen. Das Unternehmen generiert hohe Bargeldüberschüsse, die auch an die Aktionäre weitergereicht werden. Die Dividendenrendite auf die erwartete Ausschüttung für 2015 beträgt sechs Prozent.

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Geox: Wieder Rendite unter den Sohlen

Die Aktie des italienischen Schuhher­stellers hat zuletzt leichtfüßig ein neues Jahreshoch erklommen. Die Investoren honorieren das erfolgreiche Sanierungs­programm und die wieder steigende Profitabilität. Geox hat eine patentierte Technologie für Schuhsohlen mit fein­porigen Membranen entwickelt, die Schweiß hinauslassen, gleichzeitig aber wasserdicht bleiben. Nach der schnellen Expansion in den Jahren vor der Finanz­krise wurde die Marke ein Opfer ihres schnellen Wachstums. Das Unternehmen erzielt ein Drittel der Erlöse auf dem kri­selnden Heimatmarkt Italien. Geox hat daraufhin begonnen, unrentable Läden zu schließen und die Vertriebskanäle zu optimieren. Dieser Kurswechsel zahlt sich aus: Im ersten Halbjahr 2015 schrieb Geox wieder schwarze Zahlen. Bis 2016 soll die operative Marge von zuletzt 1,7 auf sieben Prozent stei­gen. Gelingt das, hat die Aktie noch jede Menge Luft nach oben.

SRI





Jupiter European Growth: Klare Kante, dennoch gut diversifiziert

Mit dem von Alexander Darwall seit April 2007 gemanagten Jupiter European Growth können Anleger ganz Europa mit Ausnahme der osteuropäischen Schwel­lenländer abdecken. Nur 34 Positionen umfasst das Portfolio zurzeit - trotz der relativ geringen Aktienzahl ist der Fonds gut diversifiziert. Mit Ausnahme von Ver­sorgern, Öl­ und Gaskonzernen haben alle Sektoren ein Gewicht von mindes­tens fünf Prozent. Auch bei den Ländern wird breit gestreut, je rund 20 Prozent des Vermögens stecken in deutschen und britischen Aktien, zudem haben Werte aus Dänemark, Schweiz und Norwegen größere Anteile. Darwall konzentriert sich auf Unternehmen mit hoher Markt­kapitalisierung. Sie sollen unverwechsel­bare Produkte oder Dienstleistungen an­ bieten, die weltweit hohes Wachstum er­möglichen. Dabei stehen Firmenstrategie und ­-kennzahlen im Vorder­ grund, makroökonomi­sche Prognosen interes­ sieren ihn weniger.

CP





Market Vectors Gold Miners ETF: Heiße Wette auf den Turnaround

Goldminenaktien gehören zu den großen Verlierern der vergangenen Jahre. Titel wie Barrick Gold büßten im Zuge des Verfalls des Goldpreises 75 Prozent in drei Jahren ein. Selbst Goldbullen warfen die Aktien aus dem Depot. Doch jüngst schossen die Kurse wieder nach oben. Gold erreichte ein Dreimonatshoch und übersprang die wichtige 200-Tage­Linie. Dem Edelmetall helfen Spekulationen über eine Verschiebung der US-Zins­ wende auf 2016. Bleiben die Zinsen am Boden, wird Gold, das keine Erträge ab­ wirft, attraktiver. Vom Aufschwung profi­tiert der Market Vectors Gold Miners ETF, der Minenbetreiber wie Goldcorp, Newmont und Randgold bündelt und Silberminen auf 20 Prozent im Portfolio be­schränkt. Im Sektor ist die Bereinigung vorangeschritten: Minenbetreiber haben Kosten gesenkt und die Bilanzen aufge­räumt. Kommt es nun bei Gold zu Anschlusskäufen, dürften Goldminenak­tien weiter zulegen.

AS