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Satelliten-Aktien: Rendite aus dem Weltall

Satelliten-Aktien: Rendite aus dem Weltall

WKN: 908189 ISIN: US92552V1008 ViaSat Inc.

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22.06.2018 - 16:48
04.01.2018 03:00:00

Das Geschäft hat Zukunft, da die Menge an Daten, die um den Globus geschickt wird, immer mehr zunimmt. Doch obwohl nur wenige Anbieter sich den Markt teilen, ist der Margendruck derzeit hoch. Von Andreas Meyer



Jeden Tag senden wir eine kaum messbare Menge von Informationen in die Welt hinaus: Das Smartphone sendet Nachrichten, das GPS identifiziert Standorte oder wir telefonieren, der Smart-TV läuft, und egal es ob Fernsehen oder Streaming-Dienste sind, der Daten-Zähler - wenn es denn einen gäbe - dreht sich munter weiter. Und was für private Haushalte gilt, findet natürlich auch zwischen und in Unternehmen und Ländern statt. Big Data, Globalisierung und Digitalisierung sind treibende Faktoren für diesen Trend.



Eine Branche, die eine wichtige Rolle in diesem Prozess einnimmt, sind die Satellitenbetreiber. Diese agieren als stille Vermittler zwischen den Erzeugern der Datenmengen und deren Empfängern. Das Geschäftsmodell ist simpel: Große Telekommunikationsanbieter, TV-Sender oder auch Regierungen sind die wichtigsten Kundengruppen. Diese nutzen Satelliten im All um ihre Informationen rund um den Globus zu schicken. Man spricht also von einem klassischen Business-to-Business(B2B)-Geschäftsmodell, zu dem der Endverbraucher keinerlei Kontakt hat.


Der Burggraben schützt vor Konkurrenz



Das Geschäft scheint sich zu lohnen: Die Nettomargen liegen im Schnitt bei bemerkenswerten 20 bis 30 Prozent. Zudem sorgt der fließende und wiederkehrende Datentransfer für kontinuierliche Cashflows. Beides erlaubt den Unternehmen, an immer effektiveren und schnelleren Datentransferlösungen zu arbeiten - schließlich soll ja immer alles unverzüglich passieren, und das unabhängig davon, ob eine Nachricht ans andere Ende der Welt oder nur nach nebenan soll.

Diese Tatsache erzeugt bereits einen ersten "Burggraben". Als Burggraben beschreibt der berühmte Großinvestor Warren Buffett einen Mechanismus, der ein Geschäftsmodell vor Eindringlingen schützt - wie früher der König in seiner Burg vom Graben beschützt wurde.

Der Burggraben ist im Fall der Satellitenbetreiber besonders schwer zu überwinden. So sind etwa die enorm wichtigen Kundenbeziehungen - man könnte sicherlich auch von Lobby sprechen - zu Telekommunikations-Riesen oder auch Regierungen für Newcomer nur schwer zu etablieren. Dies erfordert viel Zeit und somit auch Geld. Auch das Betreiben von Satelliten im Weltall ist kein alltägliches Geschäft wie der Handel mit Lebensmitteln oder das Anbieten von Dienstleistungen. Die Markteintrittshürden sind also hoch und der Burggraben somit tief.

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Bildquelle: Eutelsat, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE, BÖRSE ONLINE

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