Software AG-Aktie: Comeback eines deutschen Urgesteins
· Börse Online Redaktion
Nun kommen mit einer starken Zwischenbilanz auch von fundamentaler Seite positive Impulse. Von April bis Juni schafften die Darmstädter nach vier aufeinanderfolgenden Quartalen mit Rückgängen die Wende. Die Umsatzerlöse zogen um fünf Prozent, der operative Gewinn gar um ein Drittel an. "Die Zahlen waren besser als erwartet - vor allem in Bezug auf die Rentabilität", bringt es Warburg-Experte Andreas Wolf stellvertretend für das Gros der Analysten auf den Punkt.
Mit dem Ergebnis zum zweiten Quartal kann die Software AG erstmals die Früchte ihres vor zwei Jahren eingeleiteten Transformationsprozesses ernten. Der Fokus des zweitgrößten deutschen Programmierers liegt seither auf Firmensoftware und Dienstleistungen zur Integration der immer komplexeren IT-Systeme. In der Geschäftssparte Digital Business Platform legte der Umsatz um 18 Prozent zu. Auch bei den Wartungserlösen ging es aufwärts. Diese erreichten ein neues Rekordniveau und überschritten auf Quartalsbasis erstmals die 100-Millionen-Euro-Marke.
Am Ausblick für 2015 hält der Konzern fest. Demnach sollen die Erlöse im Integrationsgeschäft um sechs bis zwölf Prozent zulegen. Die Ebita-Rendite erwartet der Vorstand bei 27,5 bis 28,5 Prozent. Zum Halbjahr lag sie bei 24,2 Prozent.
Oddo-Seydler-Analyst Henning Steinbrink zieht ein positives Fazit: "In den kommenden Jahren erwarten wir, dass der Konzern sich wieder mit dem dynamischen Wachstumsmomentum der Softwareindustrie verbinden kann." Er sieht Kurspotenzial bis 32 Euro. Auch wir bekräftigen unsere Kaufempfehlung.
CI
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