Software AG-Aktie: Unternehmen hält Gewinn dank Sparkurs stabil
· Börse Online Redaktion
Der schwindende Bedarf der Unternehmen an Datenbank-Technik macht der Software AG seit Jahren zu schaffen. Der Umsatz ist seit 2010 auf Talfahrt, der operative Gewinn seit zwei Jahren geschrumpft. Im dritten Quartal sanken die Erlöse um sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 205,6 Millionen Euro.
Das TecDax-Unternehmen versucht seit zwei Jahren, das Ruder mit einem Umbau seines Produktportfolios herumzureißen. So setzt der Anbieter von Firmensoftware auf Lösungen zur Integration des Wusts aus Programmen zur Unternehmenssteuerung. Doch die Sparte Business Process Excellence (BPE) wächst trotz hoher Investitionen in Marketing und Vertrieb bisher nicht wie erhofft, während das angestammte Datenbank-Geschäft (ETS) abbröckelt.
Im abgelaufenen Quartal kehrte sich die Entwicklung der Geschäftsfelder sogar um: Der BPE-Umsatz lag 15 Prozent unter dem Vorjahresquartal, was allerdings an Großaufträgen vor einem Jahr lag. Mit Datenbank-Programmen erlöste das Unternehmen dagegen vier Prozent mehr.
Im Juli hatte die Software-AG ihre Gewinnprognose gekippt. An diesem Ausblick hält der Vorstand fest. Der BPE-Umsatz soll mit 423 Millionen Euro auf Vorjahresniveau liegen, der von ETS um bis zu 16 Prozent sinken. Vom Gesamtumsatz sollen 26 bis 28 Prozent operativer Gewinn erwirtschaftet werden - nach neun Monaten betrug die Marge 25 Prozent.
Reuters
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