StarCapital Winbonds plus-Fonds: Der Chancensucher
· Börse Online Redaktion
Peter E. Huber als verantwortlicher Fondsmanager bezeichnet den bisherigen Anlageerfolg "trotz einiger signifikanter Kapitalmarktereignisse" als sehr gut. Das würde die interne Investmentphilosophie kombiniert mit der hauseigenen Kapitalmarktforschung und dem transparenten Investmentprozess widerspiegeln. Da wird klar, dass sich Huber vor besagten signifikanten Kapitalmarktereignissen keineswegs fürchtet. Vielmehr nutzt er sie, um in aussichtsreiche Wertpapiere zu extrem günstigen Kursen einzusteigen. So geschehen beispielsweise während der Lehman-Pleite 2008 - wenn auch unter größerer Nervenanspannung.
Mitte 2008 wiesen Unternehmensanleihen nach Hubers Erinnerung "selektiv bereits sehr attraktive Risikoaufschläge auf". Daher hat er systematisch begonnen, Staatsanleihen zu verkaufen und in Unternehmensanleihen umzutauschen. Allerdings etwas früh, denn als im Herbst 2008 die Wellen um die Lehmann-Pleite hochschlugen, musste der Fonds vorübergehend drastische Kursverluste hinnehmen. Huber und sein Team verkauften indes nicht in Panik, sondern stockten ihre Bestände im Gegenteil auf dem stark erniedrigten Kursniveau weiter auf, was ihnen 2009 enorme Kursgewinne einbrachte.
Ähnlich ging das Winbond-Team während der Euro-Krise 2011 vor, als es die Aktienbestände bei einem DAX-Stand von 5000 Punkten deutlich anhob. Und auch die Rohstoff-Baisse 2015 wurde genutzt, um sowohl Aktien als auch Anleihen von Unternehmen aus dem Öl- und Minensektor getreu dem Motto "Das Ganze sehen, die Chancen nutzen" günstig zu erwerben. Klar ist aber auch, dass Huber bei seinen Transaktionen nicht immer die niedrigsten Einstiegskurse erwischt. Er wie auch seine Anleger müssen daher gegebenenfalls "temporäre Rückschläge im Anteilswert in Kauf nehmen". Unter dem Strich hätten sich die antizyklischen Engagements im Zeitablauf aber immer ausgezahlt.
Nach der Devise "No Pain, no Gain" müssten Anleger beim Winbond plus immer mit größeren Schwankungen im Anteilswert rechnen, betont Fondsmanager Huber, und sollten von daher einen längerfristigen Anlagehorizont mitbringen. Gleichzeitig steht bei der "ganzheitlichen und sicherheitsorientierten Anlagestrategie" der Kapitalerhalt im Vordergrund. "Berücksichtigt man dies, so ist der Fonds auch für konservative Investoren gut geeignet", sagt Huber.
Aufgrund der aktuellen Zinspolitik, die bewirkt, dass inzwischen auch die ersten Unternehmensanleihen mit negativer Rendite ausgegeben werden, muss jedem Anleger klar sein, dass man ohne Risiko keine akzeptable Rendite mehr für sein Geld bekommt, betont Fondsmanager Huber. Deshalb sieht er einen defensiven Mischfonds wie den StarCapital Winbond plus als "gute Lösung für langfristige Investitionen". Insbesondere im gegenwärtigen Marktumfeld, dass von vielen Unsicherheiten geprägt sei und eine hohe Volatilität aufweise. Er sieht Volatilität im Gegensatz dazu als Chance, die er antizyklisch nutzt und so das Risiko möglichst klein hält. "Wir definieren Risiko als die Gefahr dauerhafter und substanzieller Vermögensverluste", erklärt Huber. "Dieses Risiko ist bei einer antizyklischen, langfristig ausgerichteten Investitionsstrategie gering."
Zurzeit ist der StarCapital Winbond plus zu gut 42 Prozent in Unternehmensanleihen und zu 17 Prozent in Staatsanleihen investiert. Der Aktienanteil macht 18 und die Cash-Position 21,5 Prozent aus. Mit seiner Strategie hat der Fonds in den ersten acht Monaten 2016 schon rund neun Prozent zugelegt. Der maximale Ausgabeaufschlag liegt bei 3,0 Prozent, die Gesamtkostenquote (TER) wird mit 1,22 Prozent beziffert, ein zusätzliches Erfolgshonorar fällt nicht an. Der mit €uro-FondsNote 3 bewertete Fonds schüttet seine ordentlichen Erträge regelmäßig an die Anleger aus.
Fazit: Der StarCapital Winbond konnte in den vergangenen zehn Jahren von der langjährigen Erfahrung von Fondsmanager Peter E. Huber profitieren. Mit der antizyklischen Anlagestrategie, die sich auch in volatilen Börsenphasen bewährt hat, wurde ein attraktiver Wertzuwachs erzielt, was bei Beibehaltung der Strategie auch künftig möglich sein sollte.
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