Die Börsen stehen aktuell unter Druck, sind aber noch nah an ihren Allzeithochs. Doch der Abverkauf an den Märkten dürfte noch viel schlimmer werden, zumindest wenn man der Statistik glaubt.
An den Märkten geht es alle paar Jahre nach unten - interessanterweise haben diese Schwächephasen häufig eine Gemeinsamkeit: Sie liegen in Abständen von 4 Jahren.
So waren 2018 und 2022 schwache Aktienjahre und zudem gleichzeitig die Zeiträume, in denen in den USA Zwischenwahlen abgehalten wurden. Die Statistik zeigt hier einen eindeutigen Zusammenhang.
Darum wird der Abverkauf an der Börse noch viel schlimmer
So sind Zwischenwahljahre historisch tatsächlich die schlechtesten Zeiträume an den Märkten. In einer Studie der Investmentbank RBC heißt es dazu: “In den 22 untersuchten Zeiträumen seit 1934 korrigierte der S&P 500 typischerweise im Laufe der zwölf Monate vor den Zwischenwahlen. Der Index fiel im Durchschnitt um 20,6 Prozent.”
Doch warum fallen die Kurse in diesem Zeitraum? Mehrheitlich werden die Verluste auf politische Unsicherheit und zuvor stark gelaufene Börsen geschoben. Was aber auch immer wirklich der Grund sein mag, glaubt man der Statistik, so könnte 2026 ein sehr schwaches Aktienjahr werden und die Verluste dürften sich noch ausweiten.
Keine guten Aussichten für die Börsen, dennoch ist das aber kein Grund, Aktien zu verkaufen.
Erholung an der Börse kommt schnell
Die Experten von RBC fanden in ihrer Studie nämlich ebenfalls heraus: “Historisch gesehen wurden Kursverluste häufig durch nachfolgende Kursanstiege mehr als wettgemacht. In den 22 Fällen seit 1934 lag der Markt im Jahr nach den Zwischenwahlen im Durchschnitt um fast 47 Prozent höher. Interessanterweise erreichte er seinen Höchststand meist in der zweiten Jahreshälfte – oft im vierten Quartal. In 77 Prozent der 22 Fälle konnte der Markt sein vorheriges Hoch übertreffen.”
2026 könnte also laut Statistik herausfordernd werden, doch spätestens danach könnten sich wieder Chancen für Anleger ergeben.
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Häufig gestellte Fragen
Warum gelten US-Zwischenwahljahre historisch als schwierig für den Aktienmarkt?
Statistische Auswertungen seit 1934 zeigen, dass der S&P 500 in den zwölf Monaten vor den US-Zwischenwahlen häufig unter Druck gerät und im Durchschnitt um 20,6 Prozent korrigiert. Experten führen diese Schwächephasen primär auf die politische Unsicherheit und die Zurückhaltung institutioneller Anleger zurück, da die Märkte in diesen Zeiträumen empfindlich auf mögliche Machtverschiebungen im Kongress reagieren.
Welches Kursmuster prognostiziert die Statistik für das Börsenjahr 2026?
Basierend auf dem historischen Vier-Jahres-Zyklus (2018, 2022, 2026) könnte das aktuelle Jahr 2026 durch eine Ausweitung der Kursverluste geprägt sein. Da Zwischenwahljahre statistisch zu den schwächsten Zeiträumen an den Märkten zählen, sollten Anleger laut der RBC-Studie mit erhöhter Volatilität rechnen, bevor sich im Vorfeld der Wahlen im November eine Bodenbildung abzeichnet.
Wie entwickeln sich die Aktienkurse üblicherweise nach den US-Zwischenwahlen?
Historisch gesehen folgt auf die Korrektur in Zwischenwahljahren eine massive Erholungsphase: Im Jahr nach den Wahlen stieg der Markt in den untersuchten 22 Fällen seit 1934 im Durchschnitt um fast 47 Prozent. In 77 Prozent dieser Zeiträume konnte der S&P 500 sein vorheriges Allzeithoch sogar übertreffen, wobei die stärksten Kursgewinne meist in der zweiten Jahreshälfte des Folgejahres verzeichnet wurden.