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TeamViewer-Aktie nach Crash: Warum der Titel kritisch bleibt

TeamViewer-Aktie nach Crash: Warum der Titel kritisch bleibt

WKN: A2YN90 ISIN: DE000A2YN900 TeamViewer

26,65 EUR
-0,60 EUR -2,20 %
22.09.2021 - 10:28
13.07.2021 06:51:00

Die TeamViewer-Aktie hat am Donnerstag 14,3 Prozent an Wert verloren - ein Crash! Und die kritische Ausgangslage im Chartbild lebt fort. Dies umso mehr, als am Donnerstag eine wichtige Schlüsselmarke nach unten hin verletzt wurde. Anleger werteten dies als Verkaufssignal. Mit einer weiteren Kursschwäche ist zu rechnen. Was Anleger wissen müssen und welche Strategie zum Wochenschluss hin überzeugt. Von Manfred Ries

Ausgangssituation und Signal



Der Aktienkurs der TeamViewer AG geht am Freitag gut behauptet in den Handel und liegt kurz nach neun Uhr bei 27,95 Euro (+0,9%). Damit präsentiert sich das Papier stärker als der Gesamtmarkt, gemessen am TecDAX-Index, der mit einem Zugewinn von 0,3 Prozent aufwartet. Dennoch: Die begonnene Kursschwäche der vergangenen Tage scheint bei der TeamViewer-Aktie noch nicht beendet. Rückblick: Am Donnerstag verlieren die Titel knapp 14,3 Prozent an Wert - der Name Crash erscheint angezeigt.

Die kräftige Schwäche des Vortags drückte die Notierungen der TeamViewer AG erneut unter die signifikante Kursmarke von 28,62 Euro. Damit kostet eine TeamViewer-Aktie am Donnerstag wieder so viel / so wenig wie letztmalig im März 2020. Das bisherige Allzeithoch fand sich im Juli 2020 bei 54,86 Euro. Das bisherige Allzeittief lag im Oktober 2019 bei 21,38 Euro. Die bisherige Kursentwicklung zeigt, dass die TeamViewer-Aktie insbesondere während der Zeit des Corona-Lockdowns ihre Stärke ausspielte.

Zum Hintergrund: die Umsatzgenerierung bei der TeamViewer AG im 2. Quartal 2021 fiel mit +15 Prozent Zuwachs geringer aus, als von Analysten erwartet. Die Enttäuschung hierüber wiegt schwer.


Die Charts im Detail



Im kurzfristigen Bereich zeigt sich die bereits leicht fallende 21-Tagelinie bei 31,86 Euro (grüne Linie) als Hürde nach oben. Zuvor aber gilt es, die 30er-Kurslinie nach oben zu durchdringen. Zum Verständnis: Die 21-Tagelinie ist eine gleitende Durchschnittslinie, welche die Durchschnittskurse der vergangenen 21 Handelstage widerspiegelt. Liegen die Kurse des Basiswertes unterhalb ihrer 21-Tagelinie - wie derzeit bei der TeamViewer-Aktie der Fall -, so ist das ein Zeichen von kurzfristiger Schwäche seitens der Anleger.

Was die längerfristige Aussicht anbelangt, so hilft ein Blick auf den Wochen- / Monatschart weiter. Gerade der Blick auf den Wochenchart kann sehr interessant sein. Dieser nämlich offenbart das mittelfristige Trendverhalten eines Basiswertes. Denn beim Wochenchart basiert die Betrachtungsweise auf wöchentlichen Kursdaten. Im Falle von Kerzencharts etwa bildet jede Kerze (engl.: "Candle") das Kursverhalten einer Handelswoche ab: Montagseröffnungs- und Freitagsschlusskurs; Wochenhoch und -tief. Im Wochenchart (Chart 2) zu sehen: Die Kursmarke um 28,62 Euro. Diese Preismarke bewerten wir als bisherige - signifikante - Unterstützung, die am Donnerstag nach unten durchbrochen wurde. Dabei endeten der Handelstag relativ nahe seines Tagestiefs - ein großes Zeichen von Schwäche.


Tageschart





Wochenchart




Monatschart





Empfehlung der Redaktion



TeamViewer AG: Ein charttechnisch stark angeschlagener Wert mit weiterem Abschlagspotenzial. Käme es nicht schnell wieder zu einer Stabilisierung der Kurse und zu einer Rückeroberung der 28,62er-Preismarke, so würde ein weiteres Abgleiten der Notierungen in Richtung 25 / 22 Euro drohen. Long-Investments drängen sich in der aktuellen Ausgangssituation allenfalls unter Trading-Gesichtspunkten auf.



Unterstützungen und Widerstände

Chartmarken Niveau
Oberes Ziel 2 31,89
Oberes Ziel 1 28,62
Unteres Ziel 1 26,00
Unteres Ziel 2 22,30


Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.


AUTOR Manfred Ries vom Index Radar-Magazin ist ausgebildeter Bankkaufmann. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre arbeitete er über viele Jahre hinweg in den Bereichen Vermögensanlage und Devisenhandel bei Großbanken. Seit mehr als 15 Jahren ist Manfred Ries als Wirtschaftsjournalist tätig. Für Börse Online analysierte er bereits 1999 die Märkte aus charttechnischer Sicht. www.index-radar.de

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07.09.21 TeamViewer Outperform RBC Capital Markets
06.08.21 TeamViewer Buy UBS AG
04.08.21 TeamViewer Overweight JP Morgan Chase & Co.
04.08.21 TeamViewer Equal Weight Barclays Capital
03.08.21 TeamViewer Neutral Goldman Sachs Group Inc.
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