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Top-30-Unternehmen: Techrally ohne Ende - die Rangliste zum Jahresende 2020

Top-30-Unternehmen: Techrally ohne Ende - die Rangliste zum Jahresende 2020

WKN: 906866 ISIN: US0231351067 Amazon

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22.01.2021 - 19:55
22.01.2021 06:37:00

Das wertvollste Unternehmen der Erde ist und bleibt Apple. Nur kurz konnte der saudische Ölkonzern Aramco den Überflieger von der Spitze verdrängen. Auch insgesamt dominieren Techwerte. Von Jens Castner, Roland Frank, Christian Ingerl, Sven Heckle und Christof von Wenzl

Das Gastspiel des saudischen Ölkonzerns Aramco an der Spitze dauerte weniger als ein Jahr. Nach einer eindrucksvollen Kursrally steht Apple wieder ganz oben in der Rangliste der wertvollsten Firmen der Welt, die BÖRSE ONLINE traditionell zum Jahreswechsel erstellt. Zudem hat der Hersteller von iPhones und iPads als erstes Unternehmen überhaupt die Marke von zwei Billionen US-Dollar Börsenwert überschritten.

Auch ansonsten hält die Dominanz der Technologiewerte an, die sich in den Vorjahren bereits angekündigt hatte. Mit Microsoft und Amazon stehen zwei Kandidaten bereits kurz davor, Aramco ebenfalls zu überholen. In den Top 10 bietet aus der sogenannten Old Economy neben den Saudis allein Berkshire Hathaway, die Beteiligungsgesellschaft von Börsenlegende Warren Buffett, den Vertretern der Techbranche die Stirn. Jedenfalls, wenn man den Zehntplatzierten Tesla nicht als Autohersteller, sondern ebenfalls als Technologiekonzern ansieht. Die Bewertung legt diese Sichtweise nahe. Tesla ist inzwischen beinahe so viel wert wie der Rest der weltweiten Automobilindustrie.

Mit Nvidia, Paypal und Adobe haben drei weitere Techüberflieger den Neueinstieg in die Rangliste geschafft. Mit dem französischen Luxusgüterkonzern LVMH ist endlich auch wieder ein Vertreter aus der EU dabei. Trotzdem sieht es für Europa bescheiden aus. Da der Pharmakonzern Novartis nach unten durchgereicht wurde, sind weiterhin nur drei Vertreter des sogenannten alten Kontinents unter den 30 wertvollsten Unternehmen der Welt zu finden: neben LVMH die Schweizer Megakonzerne Nestlé und Roche.

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Aus regionaler Sicht dominieren die USA und China die Rangliste klar, Taiwan Semiconductor auf Platz 12 kann fast als Exot angesehen werden. Nur fünf Plätze dahinter rangiert mit Kweichow Moutai der zweithöchste Neueinsteiger nach Tesla. Da die Aktie - ähnlich wie Aramco in Riad - nur an der Heimatbörse in Shanghai notiert ist, drängt sich der Verdacht staatlich gewollter oder zumindest tolerierter Kurspflege auf. Ausländern bleibt in beiden Fällen - mangels Handelbarkeit - ohnehin nur die Beobachterrolle.

Gleichwohl ist das Unternehmen selbst nicht uninteressant. Benannt nach einem chinesischen Branntwein, der bereits seit Jahrzehnten an offizielle Regierungsgäste ausgeschenkt wird, ist Kweichow Moutai, gemessen am Börsenwert, der größte Getränkehersteller der Welt. Der Geschmack des auch als "Staatsschnaps" bezeichneten Destillats gilt als "schwer definierbar", der Abgang wird als "höllisch scharf" beschrieben. US-Präsident Richard Nixon soll bei einem Staatsbesuch in China von seinem damaligen Sicherheitsberater Henry Kissinger gewarnt worden sein: "Dieses tödliche Gebräu wird nur deshalb nicht als Flugzeugbenzin verwendet, weil es so leicht entzündlich ist."

Ähnlich heiß - und in der Redaktion auch heiß umstritten - sind Alibaba und Tencent, die beiden chinesischen Vertreter in den Top 10. Grund sind die undurchsichtigen Holdingstrukturen, die geschaffen wurden, um die Aktien international handelbar zu machen. Auf der anderen Seite stehen die herausragenden Wachstumsaussichten im bevölkerungsreichsten Land der Erde und die Vorreiterrolle in Sachen künstlicher Intelligenz. Daher empfiehlt ein Redaktionsmitglied die Alibaba-Aktie sogar als persönlichen Jahrestipp für 2021 - losgelöst von der Hausmeinung, versteht sich. Weitere acht Unternehmen aus der Rangliste stellen wir Ihnen auf den folgenden Seiten näher vor.

Adobe Systems: Ein Deierpack Zukunftschancen


Das Jahr 2020 hat aufgezeigt, dass am Thema Digitalisierung kein Weg mehr vorbeiführt. Nur Unternehmen mit einer schnellen Wandlungsfähigkeit gelang es, in der Pandemie gut abzuschneiden. Ein Schlüssel zu diesem Erfolg kommt von Adobe. Der US-Softwarekonzern bietet unter anderem mit seinen webbasierten PDF-Services die perfekte Lösung in der vielerorts präferierten Stay-at-Home-Politik. Das ist aber längst nicht alles, Adobe unterteilt sein Geschäft in drei Segmente mit jeweils großen Zukunftschancen. In der Digital-Media-Sparte findet sich der Wachstumstreiber Creative Cloud. Mit diesem Abodienst können Kunden bequem auf alle Kreativprodukte von Adobe zugreifen. Im Bereich Digital Experience steckt alles, was Unternehmen zur Optimierung von digitaler Werbung und Marketing benötigen. Und last but not least finden sich im Publishing-Segment Lösungen für das Trendthema E-Learning. Um bei der Digitalisierung weiterhin vorn mitzuspielen, hat sich Adobe kürzlich mit C3.ai und Microsoft verbündet, um eine neue CRM-Software mit künstlicher Intelligenz zu entwickeln. Die Zahlen fürs abgelaufene Geschäftsjahr 2019/20 (27. November) spiegeln den Erfolg der Strategie wider. Adobe erzielte einen Rekordumsatz von 12,9 Milliarden Dollar, was ein Wachstum um 15 Prozent bedeutet. Das Nettoergebnis legte sogar um 78 Prozent zu. Darüber hinaus erzielte der Photoshop-Hersteller einen Rekordcashflow von 5,7 Milliarden Dollar. Das Wachstum soll auch im neuen Jahr anhalten. Adobe rechnet mit Erlösen von 15,15 Milliarden Dollar, das entspricht einem Plus von 17 Prozent. Positiv kommt hinzu, dass der Vorstand ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 15 Milliarden Dollar angekündigt hat.

Amazon: Die Pandemie als Beschleuniger


1994 als reine Onlinebuchhandlung gegründet, hat sich Amazon in den zurückliegenden Jahren nicht nur zum größten E-Commerce-Einzelhändler Nordamerikas entwickelt - gemessen am Börsenwert zählt der Konzern heute zu den vier wertvollsten Unternehmen der Welt. Die Corona-Pandemie verhalf Amazon zu einem spektakulären Jahr 2020, in den ersten drei Quartalen verzeichnete der Onlineriese jeweils Umsatzzuwächse um 25 bis 40 Prozent. Nicht nur das E-Commerce-Business profitierte, dank Homeoffice stieg auch die Nachfrage nach Speicher- und Cloud-Lösungen der Amazon-Sparte AWS deutlich an. Um das Wachstum auch künftig fortschreiben zu können, weitet der Konzern seine Aktivitäten kontinuierlich aus. Erst im vergangenen November etwa kündigte das in Seattle ansässige Unternehmen den Einstieg in das Apothekengeschäft an. Die vor eineinhalb Jahren übernommene Online-Apotheke Pillpack dient nun als Basis für den neuen Amazon-Pharmacy-Dienst, über den sich Kunden in den USA künftig verschreibungspflichtige Arzneimittel nach Hause liefern lassen können. Nutzer des neuen Angebots können ihr Profil zudem mit Krankenkassen und Arztpraxen verknüpfen lassen, sodass Rezepteinlösung und Abrechnung nahezu automatisiert erfolgen. Die Zukunft im Blick hat Amazon auch im Bereich der Energieversorgung, wo der Konzern allein im vergangenen Jahr insgesamt 35 Solar- und Windkraftprojekte mit einer Kapazität von vier Gigawatt anstieß. Analysten sind von so viel Weitblick begeistert: Thompson Reuters meldet derzeit 47 Kaufempfehlungen durch Researchhäuser, drei Analysten stufen die Aktie mit "Halten" ein, kein einziger rät zum Verkauf.

Facebook: Branchenprimus auf Wachstumskurs


Der Social-Media-Gigant Facebook scheint längst kein Selbstläufer mehr zu sein. Die einst in der Harvard-Universität entstandene Plattform kämpft derzeit an vielen Fronten. Die Corona-Pandemie sorgt ebenso für Unsicherheit wie Datenskandale und ein zunehmender regulatorischer Gegenwind. Darüber hinaus ging zuletzt die Zahl der aktiven Nutzer in den USA und Kanada leicht zurück. Dass damit aber längst nicht das Ende der seit 2004 fortwährenden Erfolgsgeschichte erreicht ist, zeigt ein Blick in den jüngsten Zwischenbericht. Trotz des Einbruchs der Weltwirtschaft legte Facebook im dritten Quartal im zweistelligen Prozentbereich zu und konnte sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn die Analystenerwartungen deutlich übertreffen. Insbesondere der Trend zu vermehrter Onlinewerbung füllte dem vom Gründer Mark Zuckerberg geführten Konzern die Kassen. Zudem zeigt die weltweit gemessene Nutzerkurve weiter nach oben. Aktuell zählt das Netzwerk monatlich 2,74 Milliarden aktive User, das entspricht einem Plus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Damit surft mehr als jeder dritte Bewohner der Welt auf der Social-Media-Plattform. Um das Online-Netzwerk weniger abhängig von Werbeerlösen zu machen, setzt der Konzern auf unterschiedliche Produkte. Dazu zählen unter anderem das Smart Display namens Portal sowie die Virtual-Reality-Produkte von Oculus. Zudem werden Facebooks Anstrengungen bei Krypto- währungen allmählich Realität. Selbst wenn Zuckerberg von seinen einst ehrgeizigen Plänen nur noch eine abgespeckte Variante verfolgt, soll die digitale Devise bereits Anfang 2021 an den Start gehen. Anleger können die aktuelle Schwächephase der Aktie zum Einstieg nutzen.

LVMH: Luxus geht fast immer, auch in der Krise


Hinter der gängigen Firmenbezeichnung LVMH verbergen sich die Anfänge des heute weltweit größten Anbieters für Luxusgüter. Die vier Buchstaben stehen für die Luxuslabels Louis Vuitton, Moët und Hennessy, mit denen der Konzern ursprünglich aus der Taufe gehoben wurde. Aus diesem Quartett ist bis heute ein Portfolio von insgesamt 75 Topmarken entstanden - darunter einige der bekanntesten Modelabels, aber auch hochwertige Wein- und Spirituosenmarken, Schmuck- und Uhrenlabels sowie Hersteller von Parfüm und Kosmetik. Unter Investoren gilt die Luxusgüterindustrie als stabile und sichere Branche. Selbst in konjunkturellen Schwächephasen bleiben Luxusgüter in aller Regel gefragt, die Krisen der vergangenen beiden Jahrzehnte wurden stets mit Bravour gemeistert. Die Corona-Pandemie hinterließ aber auch in der erfolgsverwöhnten Branche vor allem in der ersten Jahreshälfte 2020 Spuren. Weil der internationale Tourismus praktisch zum Erliegen kam, dazu Geschäfte geschlossen und Lieferketten in weiten Teilen der Erde für Monate unterbrochen waren, werden Umsatz und Gewinn auch bei LVMH für 2020 deutlich unter den Vorjahreswerten erwartet. Analysten zufolge dürfte die Wachstumsdelle aber schon im nächsten Jahr ausgebügelt sein, Umsätze und Gewinne dürften wieder das Vorkrisenniveau erreichen und der Konzern sollte auf den gewohnten Wachstumspfad zurückkehren. Dazu beitragen soll auch die Übernahme der US-Juwelierkette Tiffany, auf deren Konditionen sich beide Konzerne nach zwischenzeitlichen Streitereien im vergangenen Herbst letztlich einigen konnten. Trotz der anspruchsvollen Bewertung bietet die Aktie langfristig Potenzial.

Paypal:Bitcoin und Onlinehandel


700 Milliarden US-Dollar jährlich. Dabei handelt es sich nicht um das neueste Anti-Corona-Konjunkturpaket eines Industrielandes, sondern um das jährlich vom Onlinebezahlkönig Paypal verarbeitete Transaktionsvolumen. Das in Kalifornien ansässige Unternehmen bringt Käufer und Händler beim Bezahlvorgang zusammen und verfügt mit dem Zugang zu Daten von beiden Parteien über die Möglichkeit, Onlinebetrügereien frühzeitig zu erkennen. Ein einfaches Geschäftsmodell, das aufgrund der inzwischen erreichten Größe von Paypal aber nicht mehr so ohne Weiteres zu kopieren ist, wenngleich der Techkonzern Apple mit Apple Pay in Zukunft für steigenden Konkurrenzdruck sorgen wird. Über 360 Millionen aktive Nutzer sowie mehr als 26 Millionen Händler nutzen die Lösungen von Paypal. Der Konzern macht neben der Vorherrschaft beim Bezahlwesen im Onlinehandel auch zusehends konventionellen Banken Konkurrenz. Schließlich sind Geldtransfers zwischen Paypal-Konten bereits einfach und kostengünstig möglich. Zudem macht sich das Unternehmen mit der Möglichkeit, über seine Plattform Bitcoin und weitere virtuelle Währungen zu handeln, zu einem seriösen Partner in der Kryptowährungswelt. Auch bereite man sich im Management auf digitale Währungen von Unternehmen und Zentralbanken vor. Neben der Kryptowährungsfantasie bietet der Bezahldienstleister eine nettoschuldenfreie Bilanz, ansehnliche Margen sowie eine mit über 14 Milliarden Dollar prall gefüllte Kriegskasse, die dank des laufend erwirtschafteten Cashflows weiter ausgebaut wird. Paypal hat eine fulminante Rally aufs Parkett gelegt, was leider auch die Bewertung aufgeblasen hat. Vorsichtige Anleger sollten daher Kursrücksetzer abwarten!

Roche: Zeit, einen Gang höher zu schalten


Ein munteres Auf und Ab zeigt sich im 2020er-Chartbild von Roche, was am Ende aber keine Gewinne hervorbrachte. Nach Jahren starker Performance gönnte sich das SMI-Schwergewicht also eine Verschnaufpause. Die Chancen stehen aber gut, dass sich die Konsolidierung im neuen Jahr nach oben auflöst, denn der weltgrößte Pharmakonzern könnte im operativen Geschäft wieder auf die Überholspur wechseln. Zuletzt machten dem Eidgenossen Nachahmerprodukte seiner Kassenschlager Herceptin, Rituxan und Avastin zu schaffen. Doch die neuen Wachstumstreiber wie Ocrevus gegen Multiple Sklerose, Hemlibra gegen die Bluterkrankheit und Tecentriq gegen Krebs nehmen immer mehr Fahrt auf. Zudem erzielte der Konzern jüngst Forschungserfolge wie bei der Lungenkrebstherapie Rozlytrek, die in der Schweiz zugelassen wurde. Aktuell befinden sich allein in der Onkologiepipeline 29 Medikamente in der klinischen Phase III. Darüber hinaus sind die Aussichten für die Diagnostiksparte weiterhin positiv, das Segment erzielte zuletzt wegen der Corona-Tests rekordhohe Umsätze. Anfang Dezember brachte Roche einen neuen Antigentest zur automatisierten Diagnose des SARS-Cov2-Virus auf den europäischen Markt. Ab Anfang 2021 wird monatlich eine zweistellige Millionenzahl des Tests produziert. Auch bei der Impfstoffsuche ist Roche mit von der Partie und arbeitet dabei mit Moderna zusammen. Neben den robusten Wachstumsaussichten könnte sich eine mögliche Sonderdividende, die das Analysehaus Jefferies zuletzt ins Gespräch brachte, positiv auf die Kursentwicklung auswirken. Achtung: Anleger können den Titel hierzulande nur außerbörslich handeln.

Taiwan Semiconductor: Weltweit Chipschmiede Nummer1


Vom Smartphone bis zum Kühlschrank - nichts geht mehr ohne Chiptechnologie. Waren es früher noch einfache Schaltkreise, die simple Berechnungen durchführten, sind die Anforderungen an moderne Chips heute ungleich höher. Diese müssen inzwischen immer größere Datensätze immer schneller und im Idealfall mit geringerem Stromverbrauch verarbeiten können als ihre Vorgänger, um die Zukunftsfelder künstliche Intelligenz, Big Data und Internet der Dinge überhaupt zu ermöglichen. Für Taiwan Semiconductor sind die steigenden Anforderungen offenbar kein Problem. Die Taiwanesen entwickeln und bauen ihre High-End-Chips in Eigenregie und beherrschen über die Hälfte des Marktes mit Samsung, als dem einzigen verbliebenen ernst zu nehmenden Konkurrenten. Zum erlesenen Kundenkreis gehört das Who is Who der Techszene. So zählen dazu als treue Kunden Apple, Nvidia, AMD und Qualcomm, die für die satten Umsatzanstiege in den vergangenen Jahren sorgten. Weder Handelskrieg noch Corona-Pandemie konnten der regen Nachfrage etwas anhaben. So vermeldete der Konzern fürs dritte Quartal einen Umsatzanstieg um über 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, trotz Pandemie und des Lieferstopps an Huawei. Die hochinnovativen Produkte ermöglichen es, dass vom Umsatz auch ein ordentlicher Batzen Gewinn bei der asiatischen Chipschmiede hängen bleibt. Dadurch ist das für die Branche bemerkenswert margenstarke Unternehmen nettoschuldenfrei und verfügt mit einer Eigenkapitalquote von 68 Prozent über eine grundsolide Bilanz. Dank der vielen Qualitäten ist der Titel mit einem für 2021 geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 37 trotz Kursrally immer noch relativ günstig bewertet.

Tesla: Eine neue Dimension in der Autoindustrie


Langweile kam bei Tesla seit der Gründung im Jahr 2008 zwar nie auf, doch ein derart ereignisreiches Jahr wie das vergangene war trotzdem überraschend. Der E-Auto-Pionier gibt nun operativ wie auch an der Börse den Takt vor. Beide Entwicklungen gehen dabei Hand in Hand, denn während die Corona-Pandemie bei den klassischen Autokonzernen deutliche Spuren hinterließ, drückte Tesla aufs Gas. Nach drei Quartalen hatte Tesla bereits nahezu so viele Fahrzeuge ausgeliefert wie im ganzen Jahr zuvor und dabei auch durchgängig schwarze Zahlen geschrieben. Dank einer neuen Produktion in China sowie einer hohen Nachfrage nach den Stromern dürfte der Konzern 2020 rund eine halbe Million Autos verkauft haben, ein Plus von einem Drittel. Die fortschreitende Transformation des Automarkts in Richtung E-Antrieb wird an der Börse belohnt. Ein Plus von 600 Prozent steht auf Sicht von 52 Wochen bei Tesla zu Buche. Die damit verbundene Marktkapitalisierung von 550 ?Milliarden Euro übertrifft alle europäischen, amerikanischen und viele japanische Autohersteller zusammen. Darüber hinaus ist Tesla in die Top 10 der wertvollsten börsennotierten Unternehmen der USA aufgestiegen. Gekrönt wurde die Kursentwicklung Ende Dezember dann noch mit dem Aufstieg in den S & P 500. Bei der aktuellen Bewertung scheiden sich aber die Geister. Die einen sehen die Kalifornier als Hightechkonzern und halten Notierungen von bis zu 800 Dollar für möglich, andere wiederum erwarten deutliche Rückschläge in Richtung 40 Dollar. Das durchschnittliche Kursziel beträgt aktuell 440 ?Dollar. Wir trauen der Kursrally nicht und raten Anlegern, bis auf Weiteres die Finger von der Aktie zu lassen.


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