Ausgangssituation und Signal



Was für eine potenzielle Turnaround-Chance! Der Aktienkurs der TUI AG geht am Mittwoch, nach Vorlage von Geschäftszahlen, schwächer in den Handel und notiert im Morgenhandel um 4,85 Euro (-2,2%). Die Konsolidierung der jüngsten Vergangenheit geht damit in die nächste Runde; die roten Kerzen im Tageschart zeugen davon. Der Tageschart ist interessant für die kurzfristige Trendbetrachtung. Zu erkennen: die 21-Tagelinie (grüne Kurve). Diese verläuft bei aktuell 4,80 Euro und visualisiert mit ihrem steigenden Verlauf den derzeit intakten, kurzfristigen Aufwärtstrend. Gleichzeitig dient dieser gleitende Durchschnitt den Kursen als kurzzeitige Unterstützung. Am Mittwochmorgen glitten die Notierungen bereits zeitweilig darunter, konnten sich aber im weiteren Verlauf aber wieder oberhalb ihrer 21-Tagelinie festigen.

Zum Hintergrund: Die TUI AG hat am Mittwochmorgen Zahlen für das abgelaufene 2. Quartal ihres laufenden Geschäftsjahres präsentiert. Diese fielen erwartet schlecht aus. Doch die Tourismusbranche wird wieder anlaufen, sobald sich die Situation rund um die Corona-Pandemie beruhigt. Die TUI AG sollte klar mit zu den Gewinnern von Lockdown-Lockerungen zählen.

Die Charts im Detail



Was die längerfristige Aussicht anbelangt, so hilft ein Blick auf den Wochen- / Monatschart weiter. Gerade der Blick auf den Monatschart kann sehr interessant sein. Dieser nämlich offenbart das mittelfristige Trendverhalten eines Basiswertes. Im Monatschart (Chart 3) zu sehen: Die 200-Tagelinie (blaue Kurve). Im Wochenchart entspricht sie der 40-Wochenlinie; im Monatschart in etwa der 9-Monatslinie. Mit ihrem steigenden Verlauf spricht sie grundsätzlich von einem intakten, ansteigendem Trendverhalten in der mittelfristigen Zeitbetrachtung. Dieser gleitende Durchschnitt verläuft bei derzeit 3,37 Euro. Eine TUI-Aktie kostet derzeit also mehr als im Durchschnitt ihrer vergangenen 200-Handelstage - ein Zeichen von Stärke. Gleichzeitig dient dieser gleitende Durchschnitt den Kursen als Unterstützung im Falle etwaiger Kursverwerfungen.

Die schlechten Zahlen liegen auf dem Tisch. Dennoch präsentieren sich die Kurse der TUI-Aktie aktuell in einer charttechnisch gefestigten Ausgangslage. Käme es zu einem signifikanten Ausbruch über den nächsten relevanten Widerstand bei 5,47 Euro (siehe Monatschart), so bestünde die Chance auf ein kraftvolles Comeback bis in den Bereich um 8 Euro heran; dort fand sich im Herbst 2020 ein markantes Hoch. Andererseits lässt sich aktuell mit relativ engmaschigen Stop-Losskursen agieren. Diese könnten sich knapp unterhalb signifikanter Unterstützungslinien platziert finden - siehe abgebildete Tabelle. Damit überzeugt die TUI-Aktie gegenwärtig auf der Long-Seite.

Tageschart





Wochenchart




Monatschart





Empfehlung der Redaktion



Nachfolgendes Long-Derivat zielt auf weiter steigende Kurse bei den Aktien der TUI AG ab. Etwaige Buchgewinne sollten zeitnah durch ein Anpassen des Stop-Losskurses abgesichert werden. Das Produkt ist mit gleichem Basispreis und Knockoutschwelle ausgestattet - nachfolgende Tabelle zeigt die Ausstattungsmerkmale auf, die beim Kauf nochmals abgecheckt werden sollten, insbesondere Basispreis / Knockoutschwelle und der aktuelle Hebel.



Unterstützungen und Widerstände

Chartmarken Niveau
Oberes Ziel 2 7,98
Oberes Ziel 1 5,47
Unteres Ziel 1 4,08
Unteres Ziel 2 3,37


Trading-Ideen

Trading-Idee
Basiswert
Produktvorstellung Turbo
WKN MC9ZL7
Emittent Morgan Stanley
Laufzeit endlos
Basispreis 4,26
Knock-Out-Schwelle 4,26
Hebel 3,98
Kurs in EUR 1,23


Den Basisprospekt sowie die endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die jeweilige WKN: MC9ZL7. Beachten Sie auch die weiteren Hinweise* zu dieser Werbung.


Empfehlungen auf Basis charttechnischer Signale. In Einzelfällen sind Abweichungen zur fundamentalen Einschätzung möglich.


AUTOR Manfred Ries vom Index Radar-Magazin ist ausgebildeter Bankkaufmann. Nach seinem Studium der Volkswirtschaftslehre arbeitete er über viele Jahre hinweg in den Bereichen Vermögensanlage und Devisenhandel bei Großbanken. Seit mehr als 15 Jahren ist Manfred Ries als Wirtschaftsjournalist tätig. Für Börse Online analysierte er bereits 1999 die Märkte aus charttechnischer Sicht. www.index-radar.de