Die getrennt ermittelte Arbeitslosenquote verharrte im April auf dem Vormonatswert von 3,6 Prozent - ein Niveau, das der von der Notenbank Fed angestrebten Vollbeschäftigung entsprechen dürfte. "Der Job-Motor in den USA läuft und läuft. Seit Anfang 2021 setzt sich damit der kräftige Beschäftigungsaufbau nahtlos fort. Der Arbeitskräftemangel ist trotzdem immer noch groß", so Ökonom Bastian Hepperle von der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe.

Angesichts der guten Lage am Arbeitsmarkt und der zugleich sehr hohen Inflation hat die Fed jüngst den größten Zinsschritt nach oben seit 22 Jahren vollzogen. Fed-Chef Jerome Powell räumte danach ein, dass die hohen Preissteigerungen an den Löhnen nagten. Diese stiegen so stark wie seit Jahren nicht mehr. Daher sei es wichtig, die Inflation zu bekämpfen, um die Stärke des Arbeitsmarktes zu bewahren. Die Stundenlöhne stiegen im April zum Vorjahresmonat um 5,5 Prozent und damit nicht mehr ganz so stark wie im März mit damals 5,6 Prozent.

Nach den etwas besser ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten ziehen sich einige Anleger aus der Weltweitwährung Dollar zurück. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, baute am Freitag seine Verluste aus und fiel um 0,3 Prozent auf 103,28 Punkte. Im Gegenzug verteuerte sich der EuroEUR= auf 1,0588 Dollar.

rtr