Der DAX musste in der Vorwoche gleich einen Rückschlag von fast fünf Prozent hinnehmen. Der deutsche Leitindex steckt dadurch weiter in einem übergeordneten mittelfristigen Seitwärtstrend fest. Die Hoffnung, das im Februar bei 13.789 Punkten markierten Schlussrekordhoch zurückzuerobern hat sich dadurch zunächst erst einmal zerschlagen.

Angesicht der in diesem Jahr sehr hoher Kursvolatilität in beide Richtungen am deutschen Aktienmarkt ist die Commerzbank nach eigener Aussage gut mit dem hausintern verfolgten Ansatz gefahren, eher auf eine konsistente Alpha-Generierung zu setzen statt auf wilde Marktwetten. Wie es in einer aktuellen Studie heißt, hat man bei der Top-Aktienideen-Liste jüngst vier Veränderungen vorgenommen, die zur Sektor-strategischen Sichtweise passen.

Was deutsche Aktien angehe, so erfreuten sich diese generell eines kräftigen Rückenwindes durch eine beeindruckende Geldmauer mit einem jährlichen M1-Geldmengenwachstum von 13 Prozent in der Eurozone, 40 Prozent in den USA und acht Prozent in China. Die DAX-Gewinnerwartungen für 2021 hätten sich dank der sehr expansiven Geld- und Fiskalpolitik bei 850 Indexpunkten stabilisiert. Anleger zahlten daher derzeit ein KGV von 14,7 für die geschätzten Gewinne des Jahres 2021. Das vergleicht sich mit einem Zehnjahresdurchschnitt von 12,5.

Kurzfristig gesehen geht man bei der Commerzbank davon aus, dass sich der Seitwärtstrend des DAX bis zur US-Wahl im November fortsetzen wird, da Präsidentschaftskandidat Joe Biden für steigende Steuern, mehr Regulierung und weniger Aktienrückkäufe steht. Der anhaltend positive Nachrichtenfluss über die Entwicklung von COVID-19-Impfstoffen dürfte in den kommenden Wochen als wichtiger positiver Katalysator wirken.

Den ausgewählten Einzelaktien, die den Sprung in die Liste mit den Top-Aktienideen geschafft haben, traut man spätestens mittel- bis langfristig deutliche Kursgewinne zu. Wir stellen daraus nachfolgend fünf deutsche Top-Aktien-Favoriten des Commerzbank-Analystenteams vor.

Morphosys-Aktie



Zu den derzeitigen Top-Titeln der Commerzbank gehören die Aktien der Morphosys AG. Eine Kaufempfehlung für das Biotech-Unternehmen ist mit einem Kursziel von 160,00 Euro verstehen. Das ist eine Vorgabe, die sich um immerhin rund 49 Prozent über der aktuellen Notiz von 107,40 Euro bewegt.

Der zuständige Analyst Daniel Wendorff verweist zur Begründung für sein positives Anlageurteil unter anderem auf starke Fundamentaldaten und nur begrenzte Coronvirus-Folgen auf das Geschäft.

Der wichtigste Wirkstoff des Unternehmens aus der firmeneigenen Pipeline, Monjuvi (Tabasitamab), sei jetzt in Kombination mit Lenalidomid zur Behandlung von rezidivierten oder refraktären grosszelligen B-Zell-Lymphomen (DLBCL) bei erwachsenen Patienten zugelassen, die für eine autologe Stammzelltherapie nicht in Frage kommen. Es sei jetzt auch eine Einreichung bei der EMA erfolgt.

Darüber hinaus erwartet man für Tremfya (Johnson & Johnson) ein gutes Geschäftsjahr 2020, da das Medikament jetzt auch bei Psoriasis-Arthritis FDA-zugelassen ist. Wendorff geht nicht davon aus, dass die Coronavirus-Krise einen nennenswerten Einfluss auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens haben wird. Otilimab (MOR103), das an GloxoSmithKLine auslizenziert wurde, werde in schweren Formen von COVID-19 (Phase II) untersucht, wobei die Daten noch im Jahr 2020 vorliegen dürften.

Wendorff setzt darauf, dass die Markteinführung von Monjuvi gut verlaufen wird und er sieht die Otilimab-Daten bei COVID-19 als potenziell positiv an. Auch wenn sich die Notiz teilweise von ihren Tiefstständen während der Coronavirus-Baisse erholt habe, sei der Abstand zum ermittelten Kursziel von 160 Euro nach wie vor beträchtlich.

Die Schätzreihe zum Umsatz für die Jahre 2020 bis 2022 sieht wie folgt aus: 288 Millionen, 136 Millionen und 235 Millionen Euro, nach 72 Millionen Euro im Vorjahr. Nach einem Verlust in 2019 von 3,26 Euro soll gemäß den Prognosen in diesem Jahr ein Gewinn von 0,47 Euro je Anteilsschein anfallen. Für die beiden nächsten Jahre sehen die Vorhersagen aber wieder Verluste von 3,45 Euro bzw. von 0,72 Euro je Aktie vor.

Charttechnik



Wenn man einmal das heftige Auf und Ab in den Jahren 2000 bis 2002 ausklammert, dann ist die Kursentwicklung bei Morphsys geprägt von einem deutlichen Anstieg von 1,59 Euro auf 136,20 Euro, der von Dezember 2002 bis Januar 2020 zu verzeichnen war. Das letztgenannte Rekordhoch konnte der Titel aber nicht mehr ausbauen und so steckt der Wert unter dem Strich momentan seit Mitte 2018 in einem Seitwärtstrend. Die obere Begrenzung stellt die genannte Bestmarke dar, die untere Begrenzung das Coronavirus-Baisse-Tief von 70,20 Euro.



Profil



Die Morphosys AG ist ein Biotech-Unternehmen, das auf die Entwicklung von Antikörper-basierten Produkten für die pharmazeutische Industrie spezialisiert ist. Die firmeneigene HuCAL® Technologie (Human Combinatorial Antibody Library) wird eingesetzt, um neue Arzneimittel für die Behandlung von Krankheiten wie Krebs, Autoimmunkrankheiten, Infektionen, verschiedene Entzündungen und anderen Erkrankungen herzustellen.

Die Technologie-Plattform ist eine rein humane kombinatorische Antikörperbibliothek, die für Partner auf Lizenzbasis erhältlich ist und in deren Forschungsstätten eingesetzt werden kann. Die Technologie gilt bereits jetzt als Gold Standard für die Produktion von menschlichen Antikörpern. HuCAL® ermöglicht es exakt maßgeschneiderte Antikörper für bestimmte Therapien zu generieren. Sie stellt eine reiche Quelle für viele potenzieller Antikörper-Medikamente dar. Mit Ylanthia hat das Unternehmen zudem die nächste Generation der Antikörpertechnologie entwickelt, die über 100 Milliarden unterschiedliche, vollständig humane Antikörper enthält.

RWE-Aktie



Ebenfalls Top-Chancen wittert die Commerzbank bei den Aktien von DAX-Vertreter RWE. Die Kaufempfehlung zugunsten des Versorgers ist mit einem Kursziel von 40,00 Euro versehen. Das verspricht gemessen an der aktuellen Notiz von 31,38 Euro im Falle einer Zielerreichung einen Anstieg von 27,5 Prozent.

Wie die zuständige Analystin Tanja Markloff erklärt, ist RWE mit der Integration der Erneuerbare-Energien-Aktivitäten von EON/Innogy nach einem Asset-Tausch (Abschluss 18. September 2019) zum zweitgrößten Betreiber von Offshore-Windparks und zu einem der größten Anbieter von erneuerbaren Energien geworden.

Die Erweiterung des Portfolios an erneuerbaren Energien und die geplanten/bestehenden Kohleausstiegsprogramme in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien würden die CO2-Intensität von RWE verringern und dem Unternehmen helfen, seinem Ziel, bis 2040 klimaneutral zu werden, näher zu kommen.

Das genannte Kursziel ergibt sich basierend auf der Summe der Einzelteile sowie einem Vergleich mit der Bewertung der Branchenkonkurrenten. Die Kaufempfehlung sei auch vor dem Hintergrund der Annahme zu sehen, dass man die überwiegend regulierten/kontrahierten Aktivitäten von RWE im Bereich erneuerbare Energien für vergleichsweise robust halte.

Die Bereiche Offshore-Wind und Onshore-Wind/Solar dürften im Jahr 2020 rund 55 Prozent des EBITDA von RWE ausmachen. Der neu geschaffene Unternehmensbereich Wasserkraft/Biomasse/Gas dürfte rund 18 Prozent beitragen, ebenso viel wie der Bereich Kernenergie/Kohle, dessen Beitrag aufgrund des Ausbaus des RWE-Bestands an erneuerbaren Energien, des deutschen Atomausstiegs bis Ende 2022 und der staatlich induzierten Abschaltung von Braunkohle-/Kohlekraftwerken aber auf rund ein Prozent im Jahr 2023 zurückgehen dürfte.

Die Prognose der Commerzbank zum bereinigten EBITDA und dem bereinigten Nettoergebnis in den Jahren 2020-2022 sehen ein durchschnittliches jährliches Wachstums von sechs Prozent bzw. von dreizehn Prozent auf 3,3 Milliarden Euro bzw. auf 1,3 Milliarden Euro vor. Für das Jahr 2020 bewegt sich die Vorhersage dabei trotz der Coronavirus-Krise am oberen Ende der RWE-Prognosebandbreite, was auf die guten Ergebnisse des ersten Halbjahres zurückzuführen sei. In Sachen Dividende rechnet man für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 mit folgender Zahlungsreihe je Aktie: 0,85 Euro, 0.90 Euro und 0,95 Euro.

Charttechnik



Bei RWE schloss sich an einen langen Abstieg, der von Januar 2008 bis September 2015 dauerte, in den Jahren danach ein gemäßigter Wiederanstieg an. Am 13. August reichte es dabei mit 34,54 Euro zu einem neuen Zwischenhoch auf Schlusskursbasis. Allerdings lag das nur ganz knapp über dem vorher gültigen Jahreshoch und da die Notiz seitdem wieder etwas zurückgefallen ist, lässt der nachhaltige Ausbruch nach oben weiter auf sich warten. Neue charttechnische Kaufsignale ergeben sich aber erst bei einem Erfolg in dieser Hinsicht, während ansonsten im Bereich des genannten Zwischenhochs eine negativ zu interpretierende Top-Bildung droht.



Profil



RWE ist auf allen Wertschöpfungsstufen der Energieversorgung tätig. Dazu gehören Öl, Gas und Braunkohle, der Bau und Betrieb von konventionellen und erneuerbaren Kraftwerken, der Handel mit Rohstoffen sowie der Transport und die Vermarktung von Strom und Gas. RWE fokussiert sich auf den europäischen Markt. Dabei gehört der Energieversorger in Deutschland, den Niederlanden und in Großbritannien zu den Marktführern.

Der Konzern ist heute ein auf die Stromerzeugung und den Energiehandel spezialisiertes Unternehmen. Mit dem Erneuerbare-Energien-Geschäft von EON und Innogy unter dem Dach von RWE ist das Unternehmen ein international führender Stromerzeuger aus regenerativen Quellen geworden. Geografisch wird sich RWE auf Märkte in Europa, in Amerika und im asiatisch-pazifischen Raum konzentrieren. Bis 2040 hat RWE das Ziel, die Stromproduktion des Konzerns so weit umgestellt zu haben, dass der Anspruch der Klimaneutralität erfüllt wird.

SAP-Aktie



Als Top stuft die Commerzbank auch die Aussichten bei den SAP-Aktien ein. Eine Kaufempfehlung zugunsten des Dax-Mitglieds ist mit einem Kursziel von 170,00 Euro garniert. Das heißt, man traut dem Software-Konzern einen Anstieg von fast 31 Prozent zu, wenn man als Ausgangsbasis den aktuellen Kurs von 129,96 Euro heranzieht.

Für den zuständigen Analysten Florian Treisch ist SAP zwar nicht immun gegen Covid-19, aber die Größenordnung der anfänglichen Schätzrevisionen nach unten sei zu extrem ausgefallen. Der starke Ausbau des Cloud-Bereichs habe den Anteil der besser vorhersagbaren Umsätze von rund 50 Prozent vor nur fünf Jahren auf 73 Prozent im zweiten Quartal erhöht.

Nach Erachten von Treisch spiegelt sich dies in der aktualisierten Jahresprognose für 2020 wider, die selbst in einem schwierigen Markt ein anhaltendes Wachstum impliziere. Die Commerzbank geht dabei beispielsweise von einem Anstieg von fünf Prozent beim EBIT auf Nicht-IFRS-Basis aus.

Vor diesem Hintergrund hält man einen anhaltenden Ausbau der Bewertungsrelationen für angemessen, die man am Markt diesem Titel zubilligt. Dafür spreche auch, dass sich der Trend mit dem ERP-Cloud-Push von SAP in den kommenden Jahren fortsetzen wird und sich der potenzielle Börsengang von Qualtrics zusätzlich als wertsteigernd erweisen könnte. Die bevorstehende Aktualisierung der mittelfristigen Ziele im 4. Quartal könnte die Diskussion über das richtige Gleichgewicht zwischen Cloud-Wachstum und Margen erneuern. Folglich bleibe SAP die bevorzugte Wahl im Software-Aktiensegment.

Den Umsatz sieht Treisch von 2019 bis 2022 von 27,553 Milliarden Euro auf 33,337 Milliarden Euro steigen. Mit dem Gewinn je Aktie soll es gleichzeitig von 5,11 Euro auf 6,61 Euro nach oben gehen. Bei der Dividende rechnet man für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 mit folgender Zahlungsreihe: 1,60 Euro, 1,90 Euro und 2,10 Euro je Aktie.

Charttechnik



Bei SAP ist der Aktienkurs von Oktober 2002 bis August 2020 von 10,41 Euro auf 142,26 Euro gestiegen. Ein Bilanz, die sich insgesamt sehen lassen kann. Zuletzt ist die Notiz ausgehend von einem Rekordhoch zwar etwas abgebröckelt, der langfristige Aufwärtstrend ist aber intakt. Das heißt, charttechnisch betrachtet ist das Bild hier auf mittel- bis langfristige Sicht nach wie vor als vorteilhaft zu bezeichnen.



Profil



Die SAP SE zählt weltweit zu den führenden Anbietern von Unternehmenssoftwarelösungen, die die verschiedenen Prozesse innerhalb der Unternehmen und über Unternehmensgrenzen hinweg organisieren. Das Portfolio umfasst Geschäftsanwendungen für große und mittelständische Betriebe sowie Standardlösungen für kleine und mittelgroße Firmen. Darüber hinaus unterstützt SAP mit branchenspezifischen Lösungen Kernprozesse in den Industriezweigen Handel, Finanzen, High-Tech, im Gesundheitswesen und öffentlichen Verwaltungen.

Das Flaggschiff des Konzerns stellt dabei die SAP Business-Suite dar, die auf die jeweiligen Anforderungen und Geschäftsziele exakt zugeschnitten werden kann. Basis dieser Anwendung ist die von SAP entwickelte Datenbanktechnik Hana, bei der Daten nicht mehr auf der Festplatte, sondern im Arbeitsspeicher abgelegt werden und so schneller zur Verfügung stehen.

Volkswagen-Aktie



Eine weitere Top-Aktie sieht die Commerzbank in den Valoren von Volkswagen. Bei den im DAX enthaltenen Vorzugsaktien kann man sich einen Anstieg bis auf 160,00 Euro vorstellen. Für den Fall, dass diese Rechnung aufgeht, birgt das bei dem Autobauer gemessen an der aktuellen Notiz von 133,30 Euro rund 20 Prozent Luft nach oben.

Der zuständige Analyst Demian Flowers sieht die VW-Aktien gestützt durch eine Erholung der Nachfrage, staatlichen Kaufanreizen in Deutschland und Frankreich sowie von einer wiederauflebenden Nachfrage aus China. Allerdings war und sei trotzdem nicht alles einfach. So habe sich das Unternehmen selbst mit M&A-Aktivitäten unter Liquiditätsdruck gesetzt, weil gleichzeitig das Betriebskapital geschrumpft sei. Eine im zweiten Quartal begebene Hybridanleihe in Höhe von drei Milliarden Euro habe aber dazu beigetragen, den hohen kurzfristigen Liquiditätsbedarf zu verringern.

Es gebe ansonsten auch anhaltende Spekulationen, dass ein Wechsel des Vorstandsvorsitzenden bevorstehen könnte. Trotzdem sei kein etablierter Autobauer weltweit so gut positioniert, um den notwendigen Übergang zum batterieelektrischen Antrieb zu vollziehen wie Volkswagen. Die Bewertung sei überzeugend und der Cashflow werde im nächsten Jahr stark steigen.

Auch die Fähigkeit zur Geldschöpfung sei konkurrenzlos - insbesondere im Vergleich zu den deutschen Konkurrenten. Auf der Grundlage der Gewinnschätzungen für 2021 werde der Titel mit einem KGV von 6,7 gehandelt und das bei einer freien Cashflow-Rendite (ex M&A) von 12,8 Prozent.

Die erwartete Gewinnreihe gestaltet sich nach den im Vorjahr verdienten 31,32 Euro für die Geschäftsjahre 2020 bis 2022 wie folgt: 8,45 Euro, 20,78 Euro und 24,04 Euro je Aktie. Bei der Dividende kalkuliert die Commerzbank von 2020 bis 2022 mit folgenden Zahlungen: 2,06 Euro, 5,26 Euro und 6,56 Euro je Anteilsschein.

Charttechnik



Bei Volkswagen ist das langfristige Chartbild geprägt von etlichen heftigen Ausschlägen nach unten als auch nach oben. Mindestens seit Ende 2010 hat sich aber unter dem Strich ein Seitwärtstrend breit gemacht. In diesem Jahr war das Kursgeschehen ziemlich volatil, wie eine Handelsspanne belegt, die von 87,20 Euro bis 185,52 Euro reicht. Derzeit bewegt sich die Notiz in etwa in der Mitte dieser Range und nachhaltig Chartsignale sind als Folge davon momentan Fehlanzeige.



Profil



Die Volkswagen AG ist der größte Automobilhersteller in Europa und einer der führenden weltweit. Volkswagen konzentriert seine Tätigkeit auf das Automobilgeschäft und bietet entlang der gesamten Wertschöpfungskette einschließlich der Segmente Finanzdienstleistungen und Finanzierung ein breites und vollständiges Dienstleistungsspektrum an.

Der Konzern ist in die Bereiche Automobile und Finanzdienstleistungen strukturiert. Es gehören die Marken Volkswagen, Audi, SEAT, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN zum Portfolio. Dabei hat jede Marke ihren eigenen Charakter und operiert selbständig am Markt. Das Angebot reicht von verbrauchsarmen Kleinwagen wie dem VW Up! bis zu Luxusautos.

Im Bereich Nutzfahrzeuge reicht die Produktpalette von Pick-ups bis zu Bussen und Schwertransportern. In weiteren Segmenten produziert Volkswagen Großdieselmotoren, Turbolader, Turbomaschinen und Kompressoren sowie chemische Reaktoren. Auch Spezialgetriebe für Fahrzeuge und Windräder sowie Gleitlager und Kupplungen gehören zum Sortiment.

HelloFresh-Aktie



Bei HelloFresh hat die Commerzbank eine Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 54,00 Euro verbunden. Das heißt, man billigt den Anteilsscheinen des Kochboxen-Versenders ein Kurspotenzial von knapp 20 Prozent zu, da sich der Kurs am Freitag zum Handelsschluss bei 45,06 Euro bewegte.

Der verantwortliche Analyst Andreas Riemann hat die Abdeckung des Titels erst Mitte September aufgenommen, als er eine Kaufempfehlung aussprach und das Kursziel auf die zuvor genannten 54 Euro festzurrte. Aus seiner Sicht bot der zwischenzeitliche Kursrückgang von 25 Prozent Hellofresh eine attraktive Kaufgelegenheit.

Denn das Unternehmen sei auf dem Gebiet der Kochboxen weltweit marktführend und werde voraussichtlich weiter von einer steigenden Nachfrage profitieren. Eine Analyse habe gezeigt, dass sich das Momentum nicht verlangsame und dass Hellofresh seine starke Wettbewerbsposition behaupten dürfte.

Nach einer bereits herausragenden Jahresentwicklung 2020 seien für die Geschäftsjahre 2021/2022 ein Umsatzwachstum von 16 Prozent sowie prozentual zweistellige EBITDA-Margen zu erwarten. Würden die Konsensprognosen erreicht, dürfte schon das den Aktienkurs stützen. Hellofresh sei mit dem 2,4-fachen der Umsatzprognosen 2022 und einem KGV von 13 billiger bewertet als die Konkurrenten, hieß es in der Erststudie, die zu Kursen von 40,30 Euro erschien.

Das Unternehmen profitiere von der sozialen Distanzierung und dem Trend hin zum Home Office. Nach einem Umsatzwachstum von 66 Prozent im Jahresvergleich im ersten Quartal 2020 habe sich die Dynamik im zweiten Quartal mit einem Umsatzwachstum von über 120 Prozent sogar noch beschleunigt. Daten von Google Trends deuteten darauf hin, dass die Dynamik nicht nachlasse. Daher ist Riemann zuversichtlich, dass ein fast 100-prozentiges Umsatzwachstum im 3. Quartal in Reichweite ist.

Den Gewinn je Aktie sieht die Commerzbank in diesem Jahr bei 1,45 Euro, nach 0,13 Euro im Vorjahr. 2021 sollen daraus dann 1,39 Euro je Anteilsschein werden und 1,71 Euro im Geschäftsjahr 2022.

Charttechnik



Die Aktien von HelloFresh sind erst seit November 2017 börsennotiert. Die Chart-Historie ist folglich noch begrenzt. Gemessen am Ausgabepreis von 10,25 Euro ergab sich beim Rekordtief von 5,97 Euro am 20. Dezember 2018 zwar noch ein deutliches Minus. Anschließend startete der Wert aber durch und das bisherige Rekordhoch betrug am 06. Juli 52,00 Euro. Danach kam es zwar zu einer Korrekturbewegung, momentan ist das aber noch als ein Verschnaufen im Rahmen eines intakten mittelfristigen Aufwärtstrends einzustufen.



Profil

HelloFresh SE ist ein Lieferservice für Lebensmittel. Das Unternehmen liefert die passenden Zutaten und die Rezepte für Gerichte zum selber Kochen an die Haustür. Die Lieferungen können individuell abgestimmt werden und die Essensplanung mit wöchentlich neuen Gerichtideen wird von HelloFresh übernommen.

Abonnenten des Services können jede Woche aus abwechslungsreichen Gerichten auswählen und sparen sich den Weg zum Supermarkt. Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und ist in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Australien und Kanada aktiv. Der Unternehmenssitz befindet sich in Berlin und HelloFresh unterhält weitere Büros in New York, London, Amsterdam, Zürich, Sydney und Toronto.