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FUSIONSKARUSSEL

Vonovia-Deutsche-Wohnen-Deal erhöht Druck: Welche Wettbewerber jetzt fusionieren könnten

Vonovia-Deutsche-Wohnen-Deal erhöht Druck: Welche Wettbewerber jetzt fusionieren könnten
27.05.2021 06:40:07

Die geplante Fusion der beiden größten börsennotierten Wohnkonzerne in Deutschland, Vonovia und Deutsche Wohnen, hat nicht nur europaweit die Börsenkurse beflügelt, sondern könnte auch die Konsolidierung der gesamten Branche weiter antreiben. Von Wolfgang Ehrensberger

Als mögliche Kandidaten gelten die Düsseldorfer LEG Immobilien, die Luxemburger Adler Group, sowie der Hamburger Konzern TAG Immobilien. "Durch den Zusammenschluss können Deutsche Wohnen und Vonovia entscheidende Größenvorteile realisieren. Das erhöht den Druck auf die Wettbewerber, ihrerseits Synergien zu heben und Zusammenschlüsse anzustreben", hieß es am Dienstag in Branchenkreisen.

Die Adler Group war selbst erst im vergangenen Jahr aus einer Fusion der Berliner Wohnungsfirmen Ado Properties, Adler Real Estate und des Projektentwicklers Consus Real Estate hervorgegangen ist. LEG Immobilien, die in ihrem Wohnungsbestand vor allem auf NRW konzentriert sind, sieht sich für Zukäufe gerüstet. Die LEG verfüge "über hinreichend Spielraum für die Finanzierung zukünftigen Wachstums", sagte Finanzchefin Susanne Schröter-Crossan kürzlich. Eine geplante Fusion von LEG und TAG Immobilien war erst im Mai vergangenen Jahres gescheitert. Die Fusionsparteien konnten sich nicht auf ein Umtauschverhältnis einigen. Allerdings zeigt das Beispiel Vonovia und Deutsche Wohnen, dass dies weitere Anläufe für eine Fusion nicht ausschließt.

Vonovia und Deutsche Wohnen, die Nummer 1 und 2 am deutschen Markt, hatten am Montag ihren 18 Milliarden Euro schweren Zusammenschluss angekündigt. Beide DAX-Konzerne besitzen 550 000 Wohnungen und kommen auf 48 Milliarden Euro Börsenwert.

Vor fünf Jahren war ein Anlauf der Konzerne für einen Zusammenschluss noch am Widerstand der Aktionäre gescheitert. Diesmal zeigten sich die beiden Vorstands-chefs Rolf Buch (Vonovia) und Michael Zahn (Deutsche Wohnen) zuversichtlich, dass die Transaktion gelingt und mindestens 50 Prozent der Aktionäre dem Deal zustimmen. Vonovia bietet 52 Euro je Deutsche-Wohnen-Aktie. Das Übernahmeangebot läuft von Mitte Juni bis Mitte Juli, im August soll die Transaktion unter Dach und Fach sein. Vonovia plant eine acht Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung, um die Übernahme teilweise zu refinanzieren.

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Zu den größten Aktionären der beiden Wohnkonzerne gehören der US-Vermögensverwalter Blackrock und der norwegische Staatsfonds, die jeweils rund zehn Prozent der Anteile halten. Die sich anbahnende Großfusion trieb am Dienstag den DAX auf ein neues Rekordhoch. Deutsche-Wohnen-Aktien legten um über 16 Prozent zu, Vonovia-Aktien gaben dagegen bis zu 6,8 Prozent nach. Auch die Kurse von LEG, Adler und TAG zogen zum Teil deutlich an.

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