IAA

VW-Aktie, Daimler, BMW und Co.: Elektro-Streif am Horizont?

VW-Aktie, Daimler, BMW und Co.: Elektro-Streif am Horizont?

WKN: 922748 ISIN: US7168255005 Peugeot SA (spons. ADRs)

16.09.2017 05:20:00

Auf der Weltleitmesse der Automobilindustrie in Frankfurt probt die Branche den Befreiungsschlag. Ausgerechnet der arg gebeutelte Volkswagen-Konzern zeigt plötzlich wieder Muskeln. Was Analysten sagen, wie Autoexperte Prof. Ferdinand Dudenhöffer die Lage sieht. Von Thomas Schmidtutz



Die Eröffnung der IAA in Frankfurt ist für die heimischen Autobosse eigentlich eine tolle Sache. Ministerpräsidenten und Bundesminister stehen Schlange, n-tv überträgt live und obendrein erweist auch noch die Bundeskanzlerin dem wichtigsten deutschen Industriezweig regelmäßig ihre Referenz.



Doch in diesem Jahr dürfte die Freude über den Termin im Kanzler-Rampenlicht bei den Chefs von BMW, Daimler, Volkswagen und Co. getrübt gewesen sein. Denn statt des üblichen automobilen Hochamts gab es zum Auftakt am Donnerstag erst mal Schimpfe von Mutti. "Die Autoindustrie", ermahnte Merkel die Bosse fast auf den Tag zwei Jahre nach Ausbruch der Dieselkrise, müsse "das Vertrauen so schnell wieder möglich zurückgewinnen".


Dabei hatten sich die Autobauer zuvor so viel Mühe gegeben, das leidige Diesel-Thema samt der unerquicklichen Debatten über Fahrverbote und den Verdacht über angebliche Kartellabsprachen endlich hinter sich zu lassen. "Bis 2022 werden wir das gesamte Produktportfolio von Mercedes-Benz elektrifizieren", hatte etwa Daimler-Chef Dieter Zetsche auf einer Investoren-Konferenz am Montag angekündigt. Auch Erzrivale BMW drückt beim Ausbau seines E-Portfolios mächtig aufs Gas. Bis 2025 will der Konzern 25 E-Modelle im Portfolio haben, zwölf davon als reine Stromer, ließ BMW-Chef Harald Krüger im Vorfeld der IAA via Pressemitteilung wissen.

Am weitesten aus der Deckung wagte sich ausgerechnet der Volkswagen-Konzern, bei dem die leidige Branchenkrise ihren Anfang nahm. Bis 2025 wollen die Niedersachsen insgesamt 80 neue Elektromodelle auf den Markt bringen und dafür satte 20 Milliarden Euro lockermachen. Man werde, tönte Konzernboss Matthias Müller auf einer Presseveranstaltung am Montag Abend mit Blick auf das riesige Budget schon mal, "die Revolution in unserer Industrie anführen".

Auf Seite 2: Aus der Defensive

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Bildquelle: Ralph Orlowski/Reuters

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