Warren Buffett hat Berkshire Hathaway über Jahrzehnte hinweg zu einer der erfolgreichsten Holdinggesellschaften der Welt aufgebaut. In dieser Zeit hielt das Unternehmen einige Aktien über Jahre hinweg. Drei Werte sind für Anleger besonders spannend.

Anfang des Jahres übergab Warren Buffett den Vorsitz von Berkshire Hathaway an Greg Abel. Während die Börsenlegende nur selten in Technologieaktien investierte, kam es unter dem neuen CEO zu einer Trendwende. Mittlerweile setzt Berkshire vermehrt auf Werte wie Alphabet. Dennoch ist der Fußabdruck des Orakels von Omaha nach wie vor spürbar. Drei Aktien, die bereits unter Warren Buffett hohe Positionen im Portfolio des Unternehmens ausmachten, sind für langfristige Anleger besonders spannend.

Coca-Cola-Aktie - Von 2,50 US-Dollar auf 80 US-Dollar

Warren Buffett ist für langfristige Investments bekannt. Eine der ältesten (und größten) Positionen im Portfolio von Berkshire Hathaway ist Coca-Cola. Insgesamt 400 Millionen Anteile hält das Unternehmen. Der erste Kauf fand 1988 statt. Damaliger Preis: knapp 2,50 US-Dollar. Derzeit liegt die Coca-Cola-Aktie bei rund 80 US-Dollar. Zum Ende des ersten Quartals hatte das Aktienpaket einen Wert von 30 Milliarden US-Dollar und belegte Platz drei im gesamten Portfolio.

Der Wettbewerbsvorteil, den der Konzern innehat, ist für Buffett entscheidend. Coca-Cola hat mehr als 45 Prozent der Marktanteile für Erfrischungsgetränke auf dem US-Markt inne. Hinzu kommt eine Dividendenzahlung, die das Unternehmen seit mehr als 50 Jahren ausschüttet und regelmäßig erhöht - trotz Krisen und Bärenmärkten. Für den Star-Investor sind solche Aktien Gold wert. In einem Aktionärsbrief von 1988 schrieb er über seinen damaligen Kauf und sagte, die bevorzugte Haltedauer sei "für immer". Die Gesamtrendite, die Berkshire mit der Coca-Cola-Aktie erwirtschaften konnte, hat das Investment längst übertroffen. Wer seinem Portfolio Sicherheit verleihen möchte und von einem echten Dividendenkönig profitieren will, sollte sich den Titel also näher anschauen.

Diesen Titel finden Sie auch im "Globale Dividenden Stars"-Index mit weiteren Dividendenaktien.

Coca-Cola (WKN: 850663)

American Express - Dividendenaktie mit Wachstum

Die Aktie von American Express ist sogar noch länger auf dem Radar von Warren Buffett. Der Investor kaufte die Papiere erstmals 1964, infolge eines Kurssturzes im Jahr zuvor. Allerdings veräußerte er sie wenige Jahre später wieder, nur um 1991 Vorzugsaktien im Wert von 300 Millionen US-Dollar zu kaufen. Laut den aktuellen 13F-Filings belegt Amex Platz zwei im Berkshire-Portfolio mit einem Gesamtwert von rund 45,8 Milliarden US-Dollar. Die Holdinggesellschaft hält zudem 22,2 Prozent aller stimmberechtigten Aktien des Kreditkartenkonzerns. American Express ist außerdem eine Dividendenaktie mit einer Dividendenrendite von 1,8 Prozent und quartalsweiser Auszahlung. 

Trotz verschiedener Krisen, wie fauler Immobilienkrediten 1991, hat sich die Amex-Aktie vor allem in den vergangenen fünf Jahren deutlich entwickelt. Seit 2012 folgt sie einem Aufwärtstrend und notiert derzeit bei rund 342 US-Dollar. Die Zielgruppe von American Express sind wohlhabende Privathaushalte, wodurch das Unternehmen weniger anfällig für Konjunkturschwankungen ist. Beachtlich ist allerdings, dass der Kreditkartenkonzern diese Stärke auch in der Zukunft nutzen kann: Laut dem aktuellsten Quartalsbericht bestehen 75 Prozent der Neukunden aus Millennials und Generation Z.

Neben Coca-Cola bietet auch American Express jede Menge Sicherheit im Portfolio. Neben dem passiven Einkommen durch die Dividende zeigte American Express eine sehr gute Wertentwicklung in den vergangenen 15 Jahren, was vor allem für "Buy and hold forever"-Strategen interessant sein dürfte.

American Express (WKN: 850226)

Apple - die neue Nummer 1

Wie eingangs erwähnt, sträubte sich Warren Buffett gegen Tech-Aktien. Dennoch gab es vereinzelt Titel, die auch für den Milliardär spannend waren. Hierzu zählt beispielsweise Apple. Mittlerweile besetzt das Unternehmen aus Cupertino die Spitzenposition im Portfolio von Berkshire Hathaway mit einem Gesamtwert des Aktienpakets in Höhe von 57,84 Milliarden US-Dollar. Apple ist einer der größten KI-Profiteure und die Aktie konnte in den letzten zwölf Monaten um mehr als 45 Prozent zulegen. Der erste Apple-Zukauf erfolgte zwar erst 2016, doch ein nahender Abverkauf zeichnet sich bei einer solchen Wertentwicklung nicht ab - auch nicht unter Greg Abel, der ohnehin vermehrt auf Tech-Aktien setzt.

Der große Vorteil bei Apple liegt in den Kunden. Apple hat sich mit dem iPhone, iPad, Mac und anderen Produkten die Führungsposition in diesem Markt gesichert. Auch in Zukunft dürfte diese vorerst nicht brechen, da Apple-Kunden sich jährlich mit den neuesten Geräten eindecken, was einen wiederkehrenden Umsatz ermöglicht. Zwar gibt es hier auch Schwankungen, aber aufgrund des abflachenden Smart-Device-Marktes ist es schwer, mit Apple zu konkurrieren. Ein weiteres Standbein bietet Apple über seine Dienstleistungen, wie Unterhaltung über Apple TV oder iTunes bis hin zu Speicherlösungen.

Aktuell notiert die Apple-Aktie etwas unter 300-US-Dollar. Allerdings verfolgt sie bereits seit 2006 einen Aufwärtstrend. Anleger, die Wert auf sicheres Wachstum legen, kommen aktuell um die Apple-Aktie kaum herum.

Apple (WKN: 865985)

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Häufig gestellte Fragen

Warum setzt Warren Buffett so stark auf Qualitätsaktien?

Buffett bevorzugt Unternehmen mit einem dauerhaften Wettbewerbsvorteil, weil diese auch in schwierigen Marktphasen widerstandsfähig bleiben. Für ihn zählt nicht der schnelle Kursgewinn, sondern der langfristige Wert eines Geschäfts.

Ist eine Dividende bei Aktien besonders wichtig?

Eine Dividende ist kein Muss, aber sie ist oft ein Zeichen für ein gesundes und reifes Geschäftsmodell. Besonders bei Coca-Cola spielt die Ausschüttung für viele Anleger eine wichtige Rolle, weil sie regelmäßige Erträge mit langfristiger Stabilität verbindet.

Können private Anleger Buffetts Strategie einfach kopieren?

Man kann sich an Buffetts Grundprinzipien orientieren, aber eine 1:1-Kopie ist selten sinnvoll. Jeder Anleger hat andere Ziele, einen anderen Zeithorizont und eine andere Risikobereitschaft, deshalb sollte die Auswahl immer zum eigenen Portfolio passen.

Hinweis auf Interessenkonflikte:
Der Chefredakteur dieser Publikation, Herr Jens Castner, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Berkshire Hathaway.