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Was wir aus 2000 Start-up- Bewerbungen gelernt haben

Was wir aus 2000 Start-up- Bewerbungen gelernt haben

WKN: A2AJ0M ISIN: US34634E1029 FORM Holdings Corp

10.09.2019 13:44:51

Unternehmensbeteiligungen: Kapitalsuche ist die mitunter größte Hürde im Start-up-Dasein. Hat man einmal einen Investor an der Angel, gilt es zu überzeugen und Fehler zu vermeiden.In Deutschland haben rund 332 Start-ups im ersten Halbjahr 2019 diese Herausforderung gemeistert. Worauf es bei Finanzierungsrunden ankommt? Ein Branchenexperte schildert seine Erfahrungen.

Die Investorenakquise ist oft schwer, weshalb viele Gründer auf die Unterstützung und Erfahrung von Investorennetzwerken wie primeCROWD zurückgreifen. Um diesen Service nutzen zu können, durchlaufen Start-ups einen Bewerbungsprozess. Seit 2016 wurden über 2000 Gründungsprojekte von primeCROWD bewertet und analysiert, doch nur 19 davon in Kampagnen aufgenommen. Wie kommt es zu dieser Differenz? Rückblickend zeigt sich, dass oft dieselben Faktoren den Ausschlag geben, ob ein Start-up aufgenommen wird oder nicht. "Häufiger Ablehnungsgrund ist ein unpassendes Verhältnis zwischen gesuchtem Finanzierungsbetrag und der genannten Bewertung. Diese ist oftmals viel zu hoch und nicht nachvollziehbar. Wie bei jeder anderen Investitionsform suchen Geldgeber aber realistische Deals zu fairen Konditionen", sagt primeCROWD-Gründer Markus Kainz. Für Entrepreneure heißt es, mit marktüblichen Vorstellungen aufzutreten, denn nur so können starke Beziehungen zu Investoren aufgebaut werden. Eine zu hohe (Selbst-)Einschätzung des Firmenwerts schreckt nicht nur ab, sondern limitiert auch das Potenzial in kommenden Finanzierungsrunden. Denn je teurer die Anteile zu Beginn, desto höher müssen sie in den nächsten Jahren steigen - und werden damit weniger attraktiv für neue Anleger. Auch ein unstrukturierter Captable, die Aufstellung der Besitzverhältnisse im Unternehmen, ist ein Hindernis, wenn es darum geht, neues Kapital in späteren Runden aufzunehmen. "Anfangs beteiligen sich hauptsächlich Business Angels bei Gründungsvorhaben. Sobald die Idee erfolgreich ist, die Firma Umsätze abwirft und stark wächst, beginnen sich Venture Capital Fonds (VC) für das Projekt zu interessieren. Hier ist die Grundvoraussetzung, dass möglichst wenig Personen im Handelsregister stehen, denn mit jedem Einzelnen müsste der VC später Vertragsverhandlungen führen", so Kainz. Ein Aufwand, den viele nicht auf sich nehmen wollen. Wichtig ist auch, dass die Gründer vor der ersten Finanzierung noch 60 bis 70 Prozent des Unternehmens halten, um ihre Einsatzbereitschaft zu untermauern und in Sachen Risikoexponiertheit mit den Investoren im gleichen Boot zu sitzen.

Brancheninsights helfen


Auch auf Investorenseite ergeben sich lehrreiche Rückschlüsse aus den abgeschlossenen Kampagnen. Erstanleger wollen häufig ihr gesamtes Kapital von Beginn an in ein einzelnes Start-up ein- bringen. Doch steht ihnen dann für Diversifikation sowie Anschlussfinanzierungen kein Geld mehr zur Verfügung.

Zudem hilft es, wenn Investoren sich in der Branche des Start-ups gut auskennen. "So können sie Markt, Produkt und Lösung vor der Investition besser analysieren. Hier unterstützen Netzwerke wie primeCROWD, weil sie die gesamte Prüfung übernehmen. Und auch junge Teams suchen vermehrt nach Know-how und Kontakten in ihrem jeweiligen Wirkungsfeld", weiß CEO Markus Kainz. Damit können sich Erstinvestoren gegenüber erfahrenen Geldgebern abheben, denn Wissen ist oft wichtiger als die reine Investitionssumme. Zusammenfassend profitieren Start-ups wie Investoren von durchdachter Dealstruktur, vorausschauender Planung und gutem Erwartungsmanagement.

primeCROWD ist eines der größten Startup-Investoren-Netzwerke im DACH-Raum und umfasst über 1.000 Investoren, inklusive Inkubatoren, Acceleratoren, VC‘s und Family Offices. Das Unternehmen agiert als Schnittstelle zwischen Startups und Kapitalgebern, vermittelt Investments für Frühphasen- und Wachstumsfinanzierungen und begleitet Startups während des gesamten Investitionsprozesses und darüber hinaus. Im Gegensatz zu Crowdfunding-Plattformen finanzieren sich Startups in Form von Eigenkapitalbeteiligungen. Investoren können ihr Portfolio um eine neue Assetklasse erweitern. Seit der Gründung 2015 wurden 18 Startups mit Kapital ausgestattet und betreut sowie Investments in der Höhe von EUR 8 Mio. vermittelt. Die Finanzierungsvolumina liegen zwischen EUR 100.000 und EUR 1.500.000, wobei Anleger ab einer Summe von EUR 10.000 einsteigen können. Mitglieder haben außerdem die Möglichkeit, die Gründer der Startups und andere Investoren aus dem Netzwerk persönlich kennenzulernen. Weitere Informationen unter: www.prime-crowd.com


Bildquelle: rawpixel/123RF

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