11.18 Uhr - Ein Rückgang der Preise für Industriemetalle schickt Norsk Hydro auf Talfahrt. Die Aktien der Aluminiumhütte fallen in Oslo um 6,1 Prozent auf ein Drei-Monats-Tief von 73,04 Kronen. Wegen Spekulationen auf eine sinkende Nachfrage verbilligt sich das im Automobil- und Flugzeugbau Aluminium um zwei Prozent auf 2987 Dollar je Tonne.

10.09 Uhr - Im Sog des Ausverkaufs bei den US-Staatsanleihen fliegen auch Bundestitel aus den Investorendepots. Dies treibt die Rendite der zehnjährigen Papiere erstmals seit knapp sieben Jahren über die Marke von einem Prozent auf 1,016 Prozent. Wegen der Aussicht auf kräftige Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed rentieren die US-Papiere wie am Montag bei 3,01 Prozent, dem höchsten Stand seit dreieinhalb Jahren. "Eine derart dynamische Aufwärtsentwicklung der Staatsanleiherenditen gab es zuletzt in den Jahren 1999 und 1994", sagt LBBW-Analyst Elmar Völker. Es spreche viel für einen weiteren Anstieg der Renditen.

10.00 Uhr - In Erwartung einer sinkenden Nachfrage ziehen sich Anleger aus Industriemetallen zurück. Kupfer verbilligt sich um 1,7 Prozent auf 9605 Dollar je Tonne. "Die US-Notenbank steht vor dem Beginn aggressiver Zinserhöhungen, während die Konjunktur in China und der EU schwächelt", sagt Stephen Innes, Geschäftsführer beim Vermögensverwalter SPI. Sorgen bereiteten Investoren vor allem die Corona-Lockdowns in China.

09.54 Uhr - Von einem rund 20 Milliarden Dollar schweren Netto-Quartalsverlust bei BP lassen sich Anleger nicht beirren. Die Aktien des Ölkonzerns steigen in London um 3,7 Prozent. Das Kernergebnis liege mit plus 6,25 Milliarden Dollar aber über den Erwartungen, wirft Analyst Giacomo Romeo von der Investmentbank Jefferies ein. Gleiches gelte für das Volumen des Aktienrückkaufs.

09.37 Uhr - Ein operativer Quartalsgewinn unter Markterwartungen schickt Telenor auf Talfahrt. Die Aktien der Telekomfirma fallen in Oslo um fünf Prozent. Das Unternehmen habe die Prognosen das dritte Quartal in Folge verfehlt, moniert Analyst Ulrich Rathe von der Investmentbank Jefferies.

09.32 Uhr - Aus Furcht vor einer sinkenden Nachfrage aus China ziehen sich Anleger aus dem Ölmarkt zurück. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 0,4 Prozent auf 107,15 Dollar je Barrel (159 Liter). Die Lockdowns in China dämpften die dortige Wirtschaft, sagte Analyst Vivek Dhar von der Commonwealth Bank of Australia. Das erwartete EU-Embargo russischer Öllieferungen verhindere allerdings größere Kursverluste.

09.25 Uhr - Ein Umsatz- und Gewinnplus gibt BNP Paribas Auftrieb. Die Aktien der Bank steigen in Paris um 2,6 Prozent. Das Quartalsergebnis habe die Erwartungen deutlich übertroffen, lobt Analystin Flora Bocahut von der Investmentbank Jefferies. Sämtliche Geschäftsbereiche hätten hierzu beigetragen. Lediglich die Kernkapitalquote enttäusche etwas.

09.23 Uhr - Anleger nutzen den jüngsten Rekord-Tagesverlust der Aktien von Adler Group zum Einstieg bei dem Immobilien-Investor. Die Titel steigen um 22 Prozent, nachdem sie in Reaktion auf ein verweigertes Testat für die Bilanz zu Wochenbeginn um rund 29 Prozent eingebrochen waren.

07.38 Uhr - Spekulationen um eine Aufspaltung gibt den in Hongkong notierten Aktien der Großbank HSBC Auftrieb. Sie steigen um 2,5 Prozent. Der Versicherer Ping An, der größte chinesische Aktionär des Geldhauses, fordert eine Abspaltung des wichtigen Asien-Geschäfts. Bis es soweit sei, könne es aber noch eine ganze Weile dauern, gibt Finanzmarkt-Experte Steven Leung vom Brokerhaus UOB-Kay Hian zu bedenken.

rtr/dpa-AFX