16.45 Uhr - Die Klage zahlreicher US-Bundesstaaten wegen angeblich wettbewerbswidrigen Verhaltens setzt der Google-Mutter Alphabet zu. Die Aktien des Internet-Konzerns fallen um knapp zwei Prozent. Den Klägern zufolge hat das Unternehmen Konkurrenten aufgekauft und versuche mit restriktiven Verträgen, ein Monopol beim App-Store für sein Smartphone-Betriebssystem Android zu bewahren.

16.33 Uhr - Die Furcht vor Gewinneinbußen schickt US-Eisenbahnbetreiber auf Talfahrt. Die Aktien von Kansas City Southern, CSX und Norfolk Southern fallen um bis zu 8,6 Prozent. US-Präsident Joe Biden will einem Insider zufolge die Branchenaufsicht STB beauftragen, bestehende Monopole aufzubrechen und den Wettbewerb zu verbessern. Hierzu sollen Betreiber unter anderem gezwungen werden, ihre Schienennetze für Konkurrenten zu öffnen.

15.41 Uhr - Konjunktursorgen wegen der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus bereiten der Rekordjagd an der Wall Street ein vorläufiges Ende. Der breit gefasste Index S&P 500 und der technologielastige Nasdaq fallen zur Eröffnung des US-Handels um 1,4 beziehungsweise 1,7 Prozent. Das ist jeweils der größte Kursrutsch seit knapp zwei Monaten.

12.30 Uhr - Bitcoin fällt um mehr als fünf Prozent auf 32.656 Dollar. Die Furcht vor einer verschärften Regulierung und Umweltdebatten im Zusammenhang mit dem energieintensiven Schürfen der digitalen Währungen lasteten weiterhin auf dem Markt, sagte Analyst Timo Emden von Emden Research. "Dass sämtliche vermeintliche Befreiungsschläge bislang im Keim erstickt sind, spricht für eine anhaltenden negativen Trend." Ein Rutsch unter die Marke von 30.000 Dollar bleibe weiterhin möglich.

09.45 Uhr - Pandemie-Sorgen angesichts steigender Infektionen in vielen Teilen der Welt lassen die Anleger zu den als sicherer Hafen geltenden Staatsanleihen greifen. Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen fallen um drei Basispunkte auf minus 0,328 Prozent. Die Verzinsung der US-Treasuries rutscht auf 1,285 von zuvor 1,321 Prozent. Investoren, die auf steigende Renditen gesetzt hatten, hätten nach dem Fall unter die Marke von 1,40 Prozent begonnen sich neu zu positionieren, sagten Händer.

08.40 Uhr - Schwache Quartalszahlen und vorsichtigere Töne zum Gesamtjahr haben am Donnerstag Teamviewer vorbörslich stark belastet. Auf Tradegate sackten die Aktien des Software-Unternehmens um 6,8 Prozent auf 30,09 Euro im Vergleich zum Haupthandelsschluss am Mittwoch ab. Entscheidend sei nun, dass die Aktie sich über 30 Euro halten könne, sonst sehe es finster aus, hieß es von Chartexperten.

"Alles in allem enttäuschend", sagte ein Händler. Dank einer sehr starken Handelsdynamik im Juni sei immerhin der Ausblick für die Billings (in Rechnung gestellte Umsätze) und beim Umsatz selbst nur an das untere Ende der avisierten Spannen konkretisiert und damit bestätigt worden.

rtr/dpa-AFX