17.28 Uhr - Der Erfolg der südkoreanischen Horror-Serie "Squid Game" ermuntert Anleger zum Einstieg bei Netflix. Die Aktien der Online-Videothek steigen um 3,3 Prozent auf ein Rekordhoch von 619 Dollar. Das Unternehmen hat außerdem den Videospiele-Entwickler Night School Studio gekauft und fünf neue, für Abonnenten kostenlose Handy-Spiele vorgestellt.

16.16 Uhr - Die Spekulationen um steigende Zinsen, eine Abkühlung der Weltwirtschaft und die Krise des Immobilienkonzerns China Evergrande machen Europas Börsen seit Wochen zu schaffen. Dax, EuroStoxx50 und der breit gefasste Stoxx600 haben daher seit Monatsbeginn jeweils etwa 3,5 Prozent verloren. Damit stehen sie vor dem größten Verlust in einem September seit sechs Jahren.

16.09 Uhr - Ein milliardenschwerer Vertrag mit Delta Air Lines zur Lieferung von Biokerosin hievt Aemetis auf ein Fünf-Monats-Hoch. Die Aktien des Anbieters von Kraftstoffen, die aus alten Speiseölen oder Tierfett gewonnen werden, steigen an der Wall Street um knapp 16 Prozent. Das Unternehmen soll der Fluggesellschaft über einen Zeitraum von zehn Jahren rund 950 Millionen Liter Biokerosin liefern.

15.00 Uhr - Bed, Bath & Beyond stürzen vorbörslich um knapp 29 Prozent in die Tiefe. Der Anbieter von Heimtextilien und mehr hat im zweiten Quartal weniger umgesetzt als erwartet und schraubte seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr auf 70 Cent bis 1,10 Dollar je Aktie zurück. Zuvor hatte die Spanne bei 1,40 bis 1,55 Dollar gelegen. Wegen der ansteckenden Delta-Variante des Coronavirus seien die Verkäufe in den wichtigen Bundesstaaten Floria, Texas und Kalifornien im August weggebrochen.

13.13 Uhr - Eine Verkaufsempfehlung setzt laut Börsianern Dürr unter Druck. Die Aktien des Anlagenbauers fallen um bis zu 6,5 Prozent auf 35,58 Euro und gehören damit zu den schwächsten MDax-Werten. Die Analysten von der Privatbank Quirin haben die Aktien auf "Sell" von "Buy" heruntergenommen. Sie rechnen mit Gegenwind für das Unternehmen unter anderem durch Automobilkunden und Stromknappheit.

11.15 Uhr - Der schwedische Anbieter von Cloud-Kommunikationsdiensten, Sinch, punktet mit einem Zukauf. Die Aktien steigen in Stockholm um mehr als fünf Prozent. Sinch erwirbt die cloudbasierte E-Mail-Lieferplattform Pathwire in einem Bar- und Aktien-Deal im Wert von etwa 1,9 Milliarden US-Dollar. Sinch, zu deren Investoren Softbank und Temasek zählen, will die Transaktion bis Ende des Jahres abschließen. Pathwire mit Sitz in Texas hat unter anderem Microsoft und Lyft als Kunden.

10.45 Uhr - Die Aussicht auf niedrigere Margen verschreckt die Anleger von Boohoo. Die Aktien des Online-Modehändlers fallen um bis zu 17,1 Prozent auf den tiefsten Stand seit Mitte Juli 2020. Steigende Frachtpreise und höhere Löhne für seine Lagerarbeiter werden die Margen im Gesamtjahr belasten, teilte das Unternehmen mit.

10.26 Uhr - Die Ablehnung der Übernahme-Offerte von Telekom-Unternehmer Patrick Drahi treibt Eutelsat auf den höchsten Stand seit eineinhalb Jahren. Die Titel des Satellitenbetreibers schossen in Paris um bis zu 18,4 Prozent auf 12,25 Euro. Auf Basis des aktuellen Angebots werde man keine Gespräche führen, teilte das Unternehmen am Mittwochabend mit.

10.09 Uhr - Ein deutliches Plus beim Vorsteuergewinn lässt Anleger bei H&M zugreifen. Die Aktien des schwedischen Modekonzerns steigen in der Spitze um 3,4 Prozent. Im Zeitraum Juni bis August schnellte der Vorsteuergewinn um 158 Prozent auf 6,09 Milliarden schwedische Kronen in die Höhe.

09.40 Uhr - Sartorius und Merck gehen auf Erholungskurs. Die Aktien stehen mit einem Plus von 3,1 und 2,2 Prozent an der Dax-Spitze. In den vergangenen fünf Handelstagen hatten sie jeweils mehr als sechs Prozent verloren, der Dax kam im selben Zeitraum auf ein Minus von knapp einem Prozent.

09.32 Uhr - Der Umsatzsprung im ersten Halbjahr verleiht Hornbach Schwung. Die Aktien des Baumarktkonzerns klettern in der Spitze um 12,6 Prozent auf einen Rekordwert von 116,30 Euro. Sie sind damit Spitzenreiter im SDax.

08.00 Uhr - Spekulationen auf eine baldige Straffung der US-Geldpolitik geben dem Dollar weiter Rückenwind. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, liegt mit 94,3620 Punkten in Reichweite seines Ein-Jahres-Hochs, das er am Vortag erreicht hatte. Der Euro notiert knapp unter 1,16 Dollar. Die Analysten der LBBW rechnen damit, dass sich der Höhenflug des Dollar fortsetzen wird. "Die dynamischere Konjunktur und die etwas früher erwartete erste Leitzinsanhebung der Fed sehen wir als Treiber", heißt es in einem Kommentar der Experten.

07.45 Uhr - Nach einer Kaufempfehlung geht es für Aroundtown nach oben. Bei Lang & Schwarz stehen die Aktien des auf Büros und Hotels spezialisierten Immobilienunternehmens mit einem Plus von 2,7 Prozent vorbörslich an der MDax-Spitze. Goldman Sachs hat die Titel auf "Buy" von "Neutral" hochgenommen.

07.44 Uhr - Der Euro hat am Donnerstag weiter in der Nähe seines tiefsten Stands seit etwa 14 Monaten notiert. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1605 US-Dollar, nachdem sie am späten Vorabend mit 1,1589 Dollar auf den tiefsten Stand seit Juli 2020 gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag noch auf 1,1654 Dollar festgesetzt. Unter Druck steht der Euro nicht erst seit gestern. Der zu vielen Währungen aufwertende US-Dollar lastet schon seit einiger Zeit auf dem Euro und anderen Währungen. Ausschlaggebend ist die Geldpolitik der US-Notenbank Fed, die auf eine erste moderate Straffung ihres extrem lockeren Kurses zusteuert. Das gibt dem Dollar Rückenwind. Am Donnerstag stehen zahlreiche Konjunkturdaten auf dem Programm. In Europa werden unter anderem Inflations- und Arbeitsmarktzahlen aus Deutschland erwartet. In den USA werden gesamtwirtschaftliche Wachstumsdaten veröffentlicht. Außerdem äußert sich eine Reihe von Zentralbankern, darunter US-Notenbankchef Jerome Powell.

rtr/dpa-AFX