Überraschung: Diese Aktie aus dem SDAX könnte bald massiv ins Geschäft mit Drohnen einsteigen. Bietet sich hier für Anleger die Chance frühzeitig bei der neuen DroneShield dabei zu sein?
Durch die enorme Nachfrage nach Rüstungsgütern wollen sich immer mehr Konzerne im Verteidigungsbereich engagieren. Einer davon ist der Maschinenbauer Heidelberger Druckmaschinen.
Wird diese SDAX-Aktie jetzt die neue DroneShield?
Denn der im SDAX notierte Konzern geht den nächsten Schritt. Zusammen mit der US-amerikanisch-israelischen Ondas Autonomous Systems soll ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet werden. Dabei gehe es um den Aufbau eines Shops für den wachsenden Markt autonomer Drohnenabwehrsysteme, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Heidelberg mit.
Aufsichtsrat und Vorstand hätten dem Vorhaben zugestimmt, die Gründung stehe aber noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die Behörden. Heidelberger Druck will sich mit 49 Prozent an dem Joint Venture beteiligen, der Rest liege beim Partner.
Die Ondas Autonomous Systems ist den Angaben zufolge eine Tochter der Ondas Holding, einem Anbieter autonomer Verteidigungs- und Sicherheitssysteme. Ondas' Produkte sollen über das Gemeinschaftsunternehmen in Deutschland und in der Ukraine vermarktet werden. Später soll der Vertrieb auf Europa ausgedehnt werden. Zudem sollen die Produkte kurz- und mittelfristig weiterentwickelt werden und dann die Montage lokal erfolgen. Auch werde eine Fertigung im industriellen Maßstab auf Basis europäischer Lieferketten angestrebt.
Für Heideldruck ist dies ein weiterer Schritt in den Rüstungsbereich. Um neue Wachstumsfelder zu erschließen, hatte der Konzern bereits im Sommer 2025 eine strategische Partnerschaft mit Vincorion verkündet, die auf die gemeinsame Entwicklung und Fertigung von Systemen im Verteidigungssektor abzielt.
Das sagen Analysten
Heidelberger Druck geht also einen wichtigen Schritt in den Ausbau des eigenen Rüstungsbereichs, wenngleich aktuell noch eher die Fantasie rund um diesen Sektor statt dessen tatsächliche Erträge den Aktienkurs bewegen. Eine neue DroneShield ist der SDAX-Konzern daher (noch) nicht, er bietet aber definitiv Chancen für Anleger mit Interesse am Rüstungssektor.
Interessanterweise sind die Analysten recht optimistisch für die Aktien von Heidelberger Druck. Im Konsens sehen die Marktbeobachter 38 Prozent Kurspotenzial.
Enthält Material von dpa-AFX
Häufig gestellte Fragen
Wie plant Heidelberger Druckmaschinen den Einstieg in den Markt für Drohnenabwehr?
Heidelberger Druckmaschinen plant die Gründung eines Joint Ventures mit dem Partner Ondas Autonomous Systems, um autonome Drohnenabwehrsysteme zu vermarkten. Der im SDAX notierte Maschinenbauer wird eine Beteiligung von 49 Prozent an diesem Gemeinschaftsunternehmen halten, welches zunächst den Vertrieb in Deutschland und der Ukraine aufbauen und langfristig eine industrielle Fertigung auf Basis europäischer Lieferketten etablieren soll.
Welche strategischen Partnerschaften nutzt der Konzern im Verteidigungssektor?
Neben der Kooperation mit der Ondas Holding für Drohnentechnologie unterhält Heidelberger Druckmaschinen seit Sommer 2025 eine strategische Partnerschaft mit Vincorion. Diese Zusammenarbeit zielt auf die gemeinsame Entwicklung und Fertigung von Systemen im Rüstungsbereich ab, um über das traditionelle Druckmaschinengeschäft hinaus neue, wachstumsstarke Geschäftsfelder im Verteidigungssektor zu erschließen.
Wie bewerten Analysten das Kurspotenzial der Heidelberger Druckmaschinen Aktie?
Marktbeobachter sehen für die Aktie von Heidelberger Druckmaschinen im Konsens ein Kurspotenzial von etwa 38 Prozent.