Derivate-Rückblick
An dieser Stelle blickt DER AKTIONÄR auf vergangene Derivate-Empfehlungen zurück und gibt konkrete Handlungsanweisungen.
Applied MAterials
Auf ein Neues
Seit der ursprünglichen Empfehlung im September 2025 legten die Derivate auf Applied Materials in Summe rund 1.100 Prozent zu. Getrieben von einem starken Aufwärtstrend kletterte die Aktie seit Jahresanfang bis auf ein Allzeithoch von 641 Dollar. Der große Abstand zur 200-Tage-Linie sowie die fahnenstangenförmige Bewegung mahnen charttechnisch allerdings zur Vorsicht.
Da der aktuelle Discount-Call bereits weit im Geld notiert und das weitere Gewinnpotenzial somit limitiert ist, wird die Position geschlossen. Angesichts dieser Warnsignale erfolgt der Tausch in einen defensiveren Discount-Call. Notiert die Aktie am Jahresende über der Marke von 600 Dollar, winken mit dem neuen Schein weitere 93 Prozent Gewinn.
Dermapharm
Ausgestoppt
Mit einem Gewinn von 95 Prozent wurde der Call auf Dermapharm ausgestoppt. Dem Papier gelang es nicht, den starken Aufwärtsimpuls fortzusetzen. Stattdessen übernahmen die Bären das Ruder und die Aktie rutschte deutlicher ins Minus. Dadurch wurde der Stoppkurs im Derivat erreicht und die Position geschlossen.
Nebius
Unaufhaltsam
Der aktuelle Discount-Call ist bereits das dritte Derivat seit der ursprünglichen Empfehlung. Die Gesamtperformance beläuft sich damit auf beeindruckende 700 Prozent. Nach einer längeren Seitwärtsphase startete das Papier zu Beginn des Jahres einen starken Aufwärtstrend, bei dem sich kleinere Korrekturen gut in das ansonsten intakte Chartbild einfügen. Diese zwischenzeitlichen Rücksetzer wurden von den Bullen jedes Mal rasch eingefangen.
Da sich der Discount-Call bereits weit im Geld befindet und die technischen Aussichten weiterhin bullish sind, wird die Position nun geschlossen und gerollt. Um das Risiko zu minimieren, wird dabei nur rund die Hälfte des ursprünglichen Kapitals in den neuen Discount-Call investiert.
Das 1x1 der Derivate
Derivat
Ein Sammelbegriff für Finanzprodukte, deren Wertentwicklung von einem Basiswert abhängt.
Basiswert
Die Kursentwicklung des Basiswerts (Underlying) bestimmt den Kursverlauf des Derivats. Es können Aktien, Indizes, Devisen, Kryptos, Rohstoffe oder Edelmetalle sein.
Optionsscheine
Sie verbriefen das Recht, einen Basiswert während oder am Ende der Laufzeit zu festgelegten Konditionen zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Unabhängig davon können Optionsscheine bis zum Bewertungstag gehandelt werden.
KO-Produkte
Im Gegensatz zu Optionsscheinen können diese durch das Unterschreiten oder Berühren einer KO-Marke „ausgeknockt“ werden. Die Barriere (Stop-Loss-Marke) entspricht entweder dem Basispreis (Turbo-Long oder Turbo-Short) oder liegt darüber (Mini-Future-Long) bzw. darunter (Mini-Future-Short). Long-Produkte setzen auf steigende, Short-Produkte auf fallende Kurse. Kosten oder Erträge werden täglich über die Anpassung des Basispreises verrechnet.
Ratio
Das sogenannte Ratio (Bezugsverhältnis) gibt an, wie viele Derivate benötigt werden, um eine Einheit des Basiswerts zu kontrollieren. In Deutschland haben sich Ratios von 0,01 für den DAX, von 0,1 oder 1,0 für Aktien und 100 für Währungen etabliert.
Basispreis
Der Basispreis (Strike) ist der Kurs, zu dem der Käufer eines Calls (Longs) den Basiswert erwerben bzw. der Käufer eines Puts (Shorts) den Basiswert verkaufen kann. In der Regel werden Derivate nicht ausgeübt, sondern vor Ablauf veräußert.
Hebel
Diese Kennzahl dient im Grunde nur einer Risikoeinschätzung, bei Optionsscheinen ist das Omega besser geeignet.
Ziel- und Stoppkurs
Beide Kennzahlen fußen auf den Erwartungen an den Basiswert und werden durch eigens entwickelte Rechner bestimmt.