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BITCOIN

Als erstes Land lässt El Salvador Bitcoin als Zahlungsmittel zu

Als erstes Land lässt El Salvador Bitcoin als Zahlungsmittel zu
08.09.2021 06:47:32

Als weltweit erstes Land hat El Salvador am Dienstag die Kryptowährung Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel zugelassen. Neben dem US-Dollar, der seit 2001 die offizielle Währung des zentralamerikanischen Landes ist, kann damit in Geschäften auch mit Bitcoin bezahlt werden.

Präsident Nayib Bukele erhofft sich davon Einsparungen von etwa 400 Millionen Dollar, die die Salvadorianer nach Berechnungen der Regierung jährlich an Bank-Provisionen für Überweisungen aus dem Ausland ausgeben. Kritiker fürchten dagegen, dass dieser Schritt die Geldwäsche anheizen könnte.

Um die Skepsis der Bevölkerung abzubauen, steht für Salvadorianer ein Startgeld von 30 Dollar in Bitcoin bereit. Dies sagte Bukele jedem Bürger zu, der sich für eine digitale Brieftasche der Regierung anmelde. Die Behörden stellten zudem Geldautomaten auf, an denen Bitcoin in Dollar umgewandelt und gebührenfrei von der digitalen Geldbörse abgehoben werden können. Das Land deckte sich im Vorfeld mit 400 Bitcoins ein und trug damit dazu bei, dass der Preis der digitalen Währung erstmals seit Mai wieder über 52.000 Dollar stieg. Im Handelsverlauf bröckelten die Gewinne aber wieder ab und Bitcoin verbilligte sich um knapp zwei Prozent auf rund 51.120 Dollar.

"Anleger haben unmittelbar nach der offiziellen Einführung der Digitalwährung Bitcoin in El Salvador zunächst Kasse gemacht", sagte Marktanalyst Timo Emden vom gleichnamigen Analysehaus. In der Branche werde die Einführung mit gemischten Gefühlen gesehen. "El Salvador könnte durch den Einsatz des Bitcoins als gesetzliches Zahlungsmittel schlafende Hunde geweckt haben", warnte Emden. "Die wichtigsten Aufsichtsbehörden der Welt werden spätestens heute auf unbequeme Art und Weise daran erinnert, ihr Regulierungsbestreben zu forcieren."

Die Bevölkerung wird abgeschreckt vor allem von der großen Schwankungsbreite der ältesten und wichtigsten Digitalwährung. Im April war der Preis auf über 64.000 Dollar gestiegen, bevor er im Mai dieses Jahres fast bis auf 30.000 Dollar abrutschte. Mit dem Schritt, Bitcoin neben dem US-Dollar zum gesetzlichen Zahlungsmittel zu machen, haben sich die Aussichten für El Salvadors Bemühungen um eine Finanzierungshilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF) von mehr als eine Milliarde Dollar eingetrübt. Analysten befürchten, dass die Kryptowährung die Geldwäsche anheizen könnte.

Nach der Verabschiedung des Bitcoin-Gesetzes hatte die Rating-Agentur Moody's die Kreditwürdigkeit El Salvadors herabgestuft. Auch die auf Dollar lautenden Anleihen des Landes gerieten unter Druck.

rtr

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